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Bewegen und Verbinden
20. März 2013
Ausschnitt aus dem Video: Bewegung im Raum – Simonswerk, Choreographie Guido Markowitz. Foto © Ursula Kaufmann

Eine dunkle Bühne, Türen öffnen sich und breite Streifen hellen Lichts leuchten in die Tiefe des Raumes. Zwei Tänzer in grau und eine Tänzerin in rotem Kleid werden in einem Video in Überblendungen gezeigt, wie sie sich im Raum drehen, springen und zueinander verhalten. Dazwischen äußern sich die Architektin Katharina Feldhusen und der Choreograph Guido Markowitz über ihre sehr verwandten Ansichten zum Raum, wie dieser erlebt werden kann und nicht statisch wahrgenommen wird, sondern sich entfaltet. „Wir machen Bewegung erst möglich“ ergänzt Michael Meier von SIMONSWERK, dem Hersteller von Türbeschlägen in dem Video. Parallel dazu stellt SIMONSWERK in dem Buch „Bewegung im Raum“ realisierte Bauten vor, Interviews mit Architekten und Choreographen sowie Texte zu Tanz und Notationen.

Die in den Neubauten verwendeten Bandsysteme – Laien bezeichnen sie gerne als Scharniere – können Übergänge betonen oder auch verbergen. In einem Wohnhaus in Bielefeld, in dem alle Einbaumöbel und auch die Türen flächenbündig angelegt sind, verschwinden sie im Rahmen, während im Dortmunder Konzerthaus Einlassschleusen die Übergänge betonen. Denn für dessen Planer Ralf Schulte-Ladbeck ist Architektur geprägt von Bewegungsabläufen und Verbindungen zwischen Räumen. Das ist auch der Ausgangspunkt für Sasha Waltz und ihre Tänzer. Die Gänge, Treppenhäuser und Raumfluchten des Neuen Museums in Berlin erkundeten sie in tänzerischen Performances und „erschlossen“ so für das Publikum die leeren, noch nicht bezogenen Säle des Museums. Solche Inszenierungen entstehen oft aus Improvisationen, sollen sie aber als „Partitur“ festgehalten werden gibt es verschiedene Möglichkeiten der Notation, die auch in dem Buch vorgestellt werden. Bei Merce Cunnigham sind es digitale Aufzeichnungen mit wärmeempfindlichen Sensoren, eine dynamische HighTech-Variante der traditionellen Notationen, die bis auf die streng schematischen Darstellungen des Barock zurückgehen. Aber auch für Architekten kann die zeichnerische Darstellung der Bewegung im Raum ein Ausgangspunkt für einen Entwurf sein. So schuf Lucy Hillebrand dynamisch geschwungene Zeichnungen, die die flüchtigen Bewegungen in einer Raumschrift festhalten. In ihren realisierten Bauten werden so die Elemente der Erschließung zu Raum- und Tanzfiguren und da kommt SIMONSWERK als Hersteller von Bandsystemen wieder ins Spiel.

Ausschnitt aus dem Video: Bewegung im Raum – Simonswerk, Choreographie Guido Markowitz. Foto © Ursula Kaufmann
Simonswerk – Türband: Detail. Foto © Simonswerk, Johannes Pöttgens
Zürcher Ballet: Goldberg-Variationen, Choreographie Heinz Spoerli. Foto © Peter Schnetz
Bandtechnik: Simonswerk – Tectus, Detail. Foto © Simonswerk, Johannes Pöttgens
Blick in das Dortmunder Architekturbüro von Andres Hanke mit Simonswerk–Türband Variant VX aus Bronze. Foto © Ursula Kaufmann
Sasha Waltz Compagnie: Dialoge 09 im Neuen Museum Berlin. Foto © Bernd Uhlig
Kunsthalle Bremen, Innenansicht mit eingelassen Türbändern. Foto © Bernadette Grimmenstein
Kunsthalle Bremen, Erweiterungsbau von Hufnagel Pütz Rafaelian Architekten. Zur Eröffnung 2010 wurden die noch leeren Räume mit Klang- und Licht-Installationen bespielt. Foto © Bernadette Grimmenstein
Systeme
SIMONSWERK: TECTUS @ Stylepark
SIMONSWERK
TECTUS
SIMONSWERK: RENOVATION @ Stylepark
SIMONSWERK
RENOVATION
SIMONSWERK: VARIANT Bronze @ Stylepark
SIMONSWERK
VARIANT Bronze
SIMONSWERK: VARIANT Planum @ Stylepark
SIMONSWERK
VARIANT Planum
SIMONSWERK: TECTUS Energy @ Stylepark
SIMONSWERK
TECTUS Energy
SIMONSWERK: VARIANT Compact  @ Stylepark
SIMONSWERK
VARIANT Compact
SIMONSWERK: VARIANT VG @ Stylepark
SIMONSWERK
VARIANT VG
SIMONSWERK: VARIANT VX @ Stylepark
SIMONSWERK
VARIANT VX
Architektur › 2013 › März
Bewegen und Verbinden
20. März 2013
Eine dunkle Bühne, Türen öffnen sich und breite Streifen hellen Lichts leuchten in die Tiefe des Raumes. Zwei Tänzer in grau und eine Tänzerin in rotem Kleid werden in einem Video in Überblendungen gezeigt, wie sie sich im Raum drehen, springen und zueinander verhalten. Dazwischen äußern sich die Architektin Katharina Feldhusen und der Choreograph Guido Markowitz über ihre sehr verwandten Ansichten zum Raum, wie dieser erlebt werden kann und nicht statisch wahrgenommen wird, sondern sich entfaltet. „Wir machen Bewegung erst möglich“ ergänzt Michael Meier von SIMONSWERK, dem Hersteller von Türbeschlägen in dem Video. Parallel dazu stellt SIMONSWERK in dem Buch „Bewegung im Raum“ realisierte Bauten vor, Interviews mit Architekten und Choreographen sowie Texte zu Tanz und Notationen.

Die in den Neubauten verwendeten Bandsysteme – Laien bezeichnen sie gerne als Scharniere – können Übergänge betonen oder auch verbergen. In einem Wohnhaus in Bielefeld, in dem alle Einbaumöbel und auch die Türen flächenbündig angelegt sind, verschwinden sie im Rahmen, während im Dortmunder Konzerthaus Einlassschleusen die Übergänge betonen. Denn für dessen Planer Ralf Schulte-Ladbeck ist Architektur geprägt von Bewegungsabläufen und Verbindungen zwischen Räumen. Das ist auch der Ausgangspunkt für Sasha Waltz und ihre Tänzer. Die Gänge, Treppenhäuser und Raumfluchten des Neuen Museums in Berlin erkundeten sie in tänzerischen Performances und „erschlossen“ so für das Publikum die leeren, noch nicht bezogenen Säle des Museums. Solche Inszenierungen entstehen oft aus Improvisationen, sollen sie aber als „Partitur“ festgehalten werden gibt es verschiedene Möglichkeiten der Notation, die auch in dem Buch vorgestellt werden. Bei Merce Cunnigham sind es digitale Aufzeichnungen mit wärmeempfindlichen Sensoren, eine dynamische HighTech-Variante der traditionellen Notationen, die bis auf die streng schematischen Darstellungen des Barock zurückgehen. Aber auch für Architekten kann die zeichnerische Darstellung der Bewegung im Raum ein Ausgangspunkt für einen Entwurf sein. So schuf Lucy Hillebrand dynamisch geschwungene Zeichnungen, die die flüchtigen Bewegungen in einer Raumschrift festhalten. In ihren realisierten Bauten werden so die Elemente der Erschließung zu Raum- und Tanzfiguren und da kommt SIMONSWERK als Hersteller von Bandsystemen wieder ins Spiel.