transparent_layer
db-images/cms/banner/img/l1_v369374_958_728_90-1.jpg
Blättern: First Back
von 573 Forward End
Diese Blasen platzen nicht
9. Januar 2010
Das nationale Schwimmzentrum, auch als „Water Cube" (Wasserwürfel) bekannt, Veranstaltungsort der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking, macht seinem Namen alle Ehre. Es sieht aus wie eine von einem riesigen Seifenblasenschaum abgeschnittene Scheibe. Der Eindruck wird noch verstärkt, wenn das Schwimmzentrum blau gegen den Nachthimmel erstrahlt. Um diesen schaumartigen Effekt zu erzielen, haben die Ingenieure von ARUP und die Architekten von PTW die Arbeit von zwei irischen Physikern, Denis Weaire und Robert Phelan, herangezogen. 1993 präsentierten Weaire and Phelan eine ideale Lösung zur effizienten Teilung eines Raumes in Zellen gleichen Volumens, die dabei eine möglichst minimale Oberfläche aufweisen. Das Design des Water Cube basiert auf dieser Entdeckung.

„Uns war schnell klar, dass dieser Schaum eine merkwürdige Eigenschaft besitzt. Wenn man das Material aus einem beliebigen Winkel betrachtet, wirkt es trotz seiner vollkommenen Ebenmäßigkeit organisch und das Ganze scheint eine fast zufällige Komposition zu sein," erklärt Tristram Carfrae, Mitarbeiter bei ARUP, den Grund für die Entscheidung, das Design des Water Cube aus der Struktur von Weaire und Phelan abzuleiten. „Wir merkten, dass ein auf dieser einzigartigen Geometrie basierendes Gebäude zum einen höchst repetitiv und daher tatsächlich konstruierbar sein würde, dabei jedoch eine sehr organische und wie zufällig konzipierte Struktur aufweisen würde. Solche raumgreifenden Muster wie diese werden des Öfteren in biologischen Zellen und Mineralkristallen beobachtet. Wahrscheinlich sind sie die am häufigsten vorkommenden Strukturen in der Natur. Gleichzeitig trägt das aus dieser Geometrie abgeleitete dehnbare Raumtragwerk den seismologischen Bedingungen in Peking perfekt Rechnung."

Das Prestigeprojekt, für das über 300.000 Quadratmeter ETFE-Folie verbaut wurden, ist das bisher größte alleinstehende ETFE-Gebäude der Welt. Die Firma AGC (Asahi Glass Co., Ltd.) hat das Material entwickelt. Vector Foiltec ist als Verarbeiter ein Vorreiter auf dem Gebiet von Texlon ETFE als Klimahülle und hat maßgeblich die Entwicklung und weltweite Vermarktung dieser innovativen Technologie vorangetrieben. Texlon ETFE besteht aus in stranggepresstem Aluminium eingebetteten und von einer Leichtbaustruktur getragenen Luftkissen. Die Kissen sind zur Isolierung und um Windlasten standzuhalten leicht mit Druckluft gefüllt. ETFE wurde ursprünglich für die Raumfahrtindustrie entwickelt. Das Besondere an diesem Baustoff ist, dass die Qualität nicht durch äußere Einflüsse wie beispielsweise ultraviolettes Licht oder Luftverschmutzung beeinträchtigt wird.

www.agcce.com
www.vector-foiltec.com

www.arup.com
www.ptw.com.au

Photo © MCMILLAN, Nationales Schwimmzentrum Peking, China
Detailansicht der Fassadenkonstruktion.
Der „Water Cube" ist in seinem Entwurfsprozess von einer Seifenblasenstruktur inspiriert.
Zellstruktur zur effizienten Teilung eines Raumes bei möglichst geringer Oberfläche. Entdeckt von den irischen Physikern, Denis Weaire und Robert Phelan aus dem Jahr 1993.
Systeme
Vector Foiltec: TEXLON®-System, Watercube @ Stylepark
Vector Foiltec
TEXLON®-System, Watercube
Architektur › 2010 › Januar
Diese Blasen platzen nicht
9. Januar 2010
Der „Water Cube" sieht aus wie eine von einem riesigen Seifenblasenschaum abgeschnittene Scheibe. Das Prestigeprojekt, für das über 100.000 Quadratmeter ETFE-Folie verbaut wurden, ist das bisher größte alleinstehende ETFE-Gebäude der Welt.
Das nationale Schwimmzentrum, auch als „Water Cube" (Wasserwürfel) bekannt, Veranstaltungsort der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking, macht seinem Namen alle Ehre. Es sieht aus wie eine von einem riesigen Seifenblasenschaum abgeschnittene Scheibe. Der Eindruck wird noch verstärkt, wenn das Schwimmzentrum blau gegen den Nachthimmel erstrahlt. Um diesen schaumartigen Effekt zu erzielen, haben die Ingenieure von ARUP und die Architekten von PTW die Arbeit von zwei irischen Physikern, Denis Weaire und Robert Phelan, herangezogen. 1993 präsentierten Weaire and Phelan eine ideale Lösung zur effizienten Teilung eines Raumes in Zellen gleichen Volumens, die dabei eine möglichst minimale Oberfläche aufweisen. Das Design des Water Cube basiert auf dieser Entdeckung.

„Uns war schnell klar, dass dieser Schaum eine merkwürdige Eigenschaft besitzt. Wenn man das Material aus einem beliebigen Winkel betrachtet, wirkt es trotz seiner vollkommenen Ebenmäßigkeit organisch und das Ganze scheint eine fast zufällige Komposition zu sein," erklärt Tristram Carfrae, Mitarbeiter bei ARUP, den Grund für die Entscheidung, das Design des Water Cube aus der Struktur von Weaire und Phelan abzuleiten. „Wir merkten, dass ein auf dieser einzigartigen Geometrie basierendes Gebäude zum einen höchst repetitiv und daher tatsächlich konstruierbar sein würde, dabei jedoch eine sehr organische und wie zufällig konzipierte Struktur aufweisen würde. Solche raumgreifenden Muster wie diese werden des Öfteren in biologischen Zellen und Mineralkristallen beobachtet. Wahrscheinlich sind sie die am häufigsten vorkommenden Strukturen in der Natur. Gleichzeitig trägt das aus dieser Geometrie abgeleitete dehnbare Raumtragwerk den seismologischen Bedingungen in Peking perfekt Rechnung."

Das Prestigeprojekt, für das über 300.000 Quadratmeter ETFE-Folie verbaut wurden, ist das bisher größte alleinstehende ETFE-Gebäude der Welt. Die Firma AGC (Asahi Glass Co., Ltd.) hat das Material entwickelt. Vector Foiltec ist als Verarbeiter ein Vorreiter auf dem Gebiet von Texlon ETFE als Klimahülle und hat maßgeblich die Entwicklung und weltweite Vermarktung dieser innovativen Technologie vorangetrieben. Texlon ETFE besteht aus in stranggepresstem Aluminium eingebetteten und von einer Leichtbaustruktur getragenen Luftkissen. Die Kissen sind zur Isolierung und um Windlasten standzuhalten leicht mit Druckluft gefüllt. ETFE wurde ursprünglich für die Raumfahrtindustrie entwickelt. Das Besondere an diesem Baustoff ist, dass die Qualität nicht durch äußere Einflüsse wie beispielsweise ultraviolettes Licht oder Luftverschmutzung beeinträchtigt wird.

www.agcce.com
www.vector-foiltec.com

www.arup.com
www.ptw.com.au