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Ein goldener Schleier für die Synagoge
29. Dezember 2009
Die weithin sichtbare goldene Außenhaut der Glaskuppel entstand aus einer Sonderanfertigung des Spiralgewebes Escale der Dürener Metallweberei GKD - Gebr. Kufferath AG. Gefertigt aus Bronze wurden die Spiralen des Gewebes so aufgeweitet, dass optisch ein gleichseitiges Dreieck entstand. Ein Eindruck, den die dahinter liegende, ebenfalls dreieckige Konstruktion der Glasfassade unterstützt. Durch die Überlagerung der Elemente ergibt sich ein abstrahierter Davidstern.

Die Entscheidung für den Werkstoff Bronze wurde neben der ästhetischen Anmut des Materials von den funktionalen Vorteilen getragen: Der hohe Zinnanteil der Kupfer- Zinn-Legierung von 7,5 bis 8,5 Prozent bewirkt eine Gold ähnliche Farbigkeit. Im Laufe der Zeit oxidiert die Bronze und verleiht dem Gebäude eine ganz eigene Patina. Lebensdauer, Nicht-Brennbarkeit, leichte Pflege sowie Recyclingfähigkeit der Metallgewebe qualifizieren den Werkstoff darüber hinaus als technisch und wirtschaftlich attraktive Lösung. Insgesamt 1.300 Quadratmeter des Gewebes Escale umhüllen Dach und Fassade der Glaslaterne. Für diese erste Großanwendung des Bronzegewebes wurden sechzehn Fassaden- und siebzig Dachelemente zu vierzehn Meter langen Elementen verbunden. Befestigt wurden die Fassadenelemente am oberen Ende der Stahlunterkonstruktion mittels eingeschobener Bronzeflachprofile; mittig gegen eine Bronzerohrkonstruktion geschraubt und am unteren Ende über Gabelterminals und Spannrohre gegen die Unterkonstruktion gespannt.

www.gkd.de

Architekten: Wandel, Höfer und Lorch, Saarbrücken
Photo © GKD, Synagoge München, Deutschland
Photo © Rafael Forero, Stylepark
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Systeme
GKD: Creative WEAVE Escale Sondergewebe @ Stylepark
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Creative WEAVE Escale Sondergewebe
Architektur › 2009 › Dezember
Ein goldener Schleier für die Synagoge
29. Dezember 2009
Die ausdrucksstarke Architektur der neuen Synagoge in München wird geprägt durch zwei aufeinander gestellte Kuben: ein massiver tempelartiger Felssockel mit einem filigranen, gläsernen Aufbau, den ein bronzefarbener, transluzenter Metallschleier umhüllt.

Die weithin sichtbare goldene Außenhaut der Glaskuppel entstand aus einer Sonderanfertigung des Spiralgewebes Escale der Dürener Metallweberei GKD - Gebr. Kufferath AG. Gefertigt aus Bronze wurden die Spiralen des Gewebes so aufgeweitet, dass optisch ein gleichseitiges Dreieck entstand. Ein Eindruck, den die dahinter liegende, ebenfalls dreieckige Konstruktion der Glasfassade unterstützt. Durch die Überlagerung der Elemente ergibt sich ein abstrahierter Davidstern.

Die Entscheidung für den Werkstoff Bronze wurde neben der ästhetischen Anmut des Materials von den funktionalen Vorteilen getragen: Der hohe Zinnanteil der Kupfer- Zinn-Legierung von 7,5 bis 8,5 Prozent bewirkt eine Gold ähnliche Farbigkeit. Im Laufe der Zeit oxidiert die Bronze und verleiht dem Gebäude eine ganz eigene Patina. Lebensdauer, Nicht-Brennbarkeit, leichte Pflege sowie Recyclingfähigkeit der Metallgewebe qualifizieren den Werkstoff darüber hinaus als technisch und wirtschaftlich attraktive Lösung. Insgesamt 1.300 Quadratmeter des Gewebes Escale umhüllen Dach und Fassade der Glaslaterne. Für diese erste Großanwendung des Bronzegewebes wurden sechzehn Fassaden- und siebzig Dachelemente zu vierzehn Meter langen Elementen verbunden. Befestigt wurden die Fassadenelemente am oberen Ende der Stahlunterkonstruktion mittels eingeschobener Bronzeflachprofile; mittig gegen eine Bronzerohrkonstruktion geschraubt und am unteren Ende über Gabelterminals und Spannrohre gegen die Unterkonstruktion gespannt.

www.gkd.de

Architekten: Wandel, Höfer und Lorch, Saarbrücken