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Fassadenartiges Dach oder dachartige Fassade?
29. August 2012
Grün-schwarz glänzen die Keramikelemente auf dem Dach des Baseler Museum der Kulturen, changierend je nach Tageszeit und Lichteinfall. Von überall sind sie zu sehen: von der Fußgängerzone sowie vom Münsterhügel aus. Die konkaven, konvexen und flachen Keramikelemente stammen vom deutschen Architekturkeramik-Spezialisten AGROB BUCHTAL und sind eine zeitgenössische Interpretation der Biberschwanzziegel, die charakteristisch für die historischen Dachlandschaften Schweizer Städte sind.

Planer der neuen Gebäudeerweiterung mit markantem Faltdach, das weit über die Fassade hervorragt, sind die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, deren Entwurf auf das bestehende, hofseitige Gebäude der Architekten Vischer & Söhne aus dem Jahr 1917 aufsetzt. Mit der schimmernden Haube haben die Architekten ein neues Wahrzeichen in der Baseler Altstadt geschaffen. Entstanden war der klassizistische Museumsbau 1849 nach Plänen des Baumeisters Melchior Berri.

Aber nicht nur die sichtbare äußere Bekleidung wurde sorgfältig umgesetzt, sondern auch die darunter liegende Ebene: Jedes der Keramikelemente ist auf einer aufgeständerten Metallkonstruktion einzeln fixiert und kann später auch einzeln abgenommen werden, falls zum Beispiel der Zugang zur darunter liegenden, wasserführenden Schicht erforderlich sein sollte. Dafür wurde ein bewährtes Befestigungssystem von AGROB BUCHTAL projektspezifisch modifiziert und weiterentwickelt.

Mit den vorgenommenen Baumaßnahmen möchte das Museum der Kulturen seine reichhaltige Historie in einen zeitgenössischen Kontext setzen und nach außen sichtbar machen. Ein Vorhaben, das im wahrsten Sinne des Wortes „glänzend“ gelungen ist.
Die Keramikelemente auf dem neuen Dach des Museum der Kulturen in Basel wurden vom Architektur-Keramik-Spezialisten Agrob Buchtal umgesetzt und sind eine abstrahierte zeitgenössische Interpretation traditioneller Biberschwanzziegel, Foto © Agrob Buchtal
Blick vom Münsterhügel auf das neue Dachgeschoss des Museum der Kulturen in Basel, Foto © Agrob Buchtal
Die wabenförmigen Dachziegeln sind in grün-schwarz changierendem Ton glasiert, Foto © Agrob Buchtal
Längst ein neues Wahrzeichen in der Baseler Innenstadt: das neue Faltdach, entworfen von Herzog und de Meuron, Foto © Agrob Buchtal
Weit über die Fassade hervor ragt das mit Keramikelementen gestaltete Dachgeschoss der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, Foto © Agrob Buchtal
Architektur › 2012 › August
Fassadenartiges Dach oder dachartige Fassade?
29. August 2012
Grün-schwarz glänzen die Keramikelemente auf dem Dach des Baseler Museum der Kulturen, changierend je nach Tageszeit und Lichteinfall. Von überall sind sie zu sehen: von der Fußgängerzone sowie vom Münsterhügel aus. Die konkaven, konvexen und flachen Keramikelemente stammen vom deutschen Architekturkeramik-Spezialisten AGROB BUCHTAL und sind eine zeitgenössische Interpretation der Biberschwanzziegel, die charakteristisch für die historischen Dachlandschaften Schweizer Städte sind.

Planer der neuen Gebäudeerweiterung mit markantem Faltdach, das weit über die Fassade hervorragt, sind die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, deren Entwurf auf das bestehende, hofseitige Gebäude der Architekten Vischer & Söhne aus dem Jahr 1917 aufsetzt. Mit der schimmernden Haube haben die Architekten ein neues Wahrzeichen in der Baseler Altstadt geschaffen. Entstanden war der klassizistische Museumsbau 1849 nach Plänen des Baumeisters Melchior Berri.

Aber nicht nur die sichtbare äußere Bekleidung wurde sorgfältig umgesetzt, sondern auch die darunter liegende Ebene: Jedes der Keramikelemente ist auf einer aufgeständerten Metallkonstruktion einzeln fixiert und kann später auch einzeln abgenommen werden, falls zum Beispiel der Zugang zur darunter liegenden, wasserführenden Schicht erforderlich sein sollte. Dafür wurde ein bewährtes Befestigungssystem von AGROB BUCHTAL projektspezifisch modifiziert und weiterentwickelt.

Mit den vorgenommenen Baumaßnahmen möchte das Museum der Kulturen seine reichhaltige Historie in einen zeitgenössischen Kontext setzen und nach außen sichtbar machen. Ein Vorhaben, das im wahrsten Sinne des Wortes „glänzend“ gelungen ist.