Der Technologiekonzern Schott ist mit dem Geschäftsfeld Architecture + Design Partner für die Realisierung innovativer Ideen von Architekten und Designern. Im Fokus stehen dabei Lösungen für Innenarchitektur und Fassadengestaltung - dabei ergänzen sich Funktionalität und dekorative Eigenschaften für Bau und Gestaltung. Zum Portfolio zählen beispielsweise energieeffiziente Solararchitekturlösungen und smarte Gläser, die durch elektrische Schaltung den Lichteinfall ändern oder mit LEDs bestückt sind. Die hoch spezialisierten Gläser von Schott sind keine Massenware, vielmehr werden sie häufig individuell und projektbezogen angepasst als Hightechgläser für Teil- und Funktionsbereiche einer Fassade verwendet. Die drei unterschiedlichen Gläser „Imera", „Narima" und „Amiran" verdeutlichen die vielfältigen Möglichkeiten.
Die Fassade des Gebäudes „Forum 3" auf dem Novartis Campus in Basel wurde 2005 mit einer schichtweise errichteten Glasvorhangfassade versehen. Besonders die farbliche Fassadengestaltung des langen Baukörpers ist einmalig. Unter der Schicht aus Farbgläsern der Marke „Imera" von Schott schimmern die Konstruktion und der Raum hindurch. Die in mehreren Ebenen und verschiedenen Farben angebrachten Glaselemente erzeugen Räumlichkeit und Tiefe, verwischen und negieren aber auch die normalerweise eindeutigen Grenzen zwischen Innen und Außen. „Imera" Gläser von Schott sind zurzeit die einzigen verschmelzbaren Farbgläser, die auch für größere Flächen geeignet sind.
Neben den durchgefärbten Gläsern bietet Schott auch das Produkt „Narima" an, ein dichroitisches Farbeffektglas, das durch seine vielzähligen Farbeffekte eine eindrucksvolle Tiefenwirkung schafft. Auch der Künstler Olafur Elliason nutzte diesen Effekt und inszenierte die Fassade des neuen Gebäudes für die Oper München als ein „Bühnenfenster". Je nach Blickwinkel werden dem Betrachter weniger oder mehr Einblicke gewährt. Aufgrund einer spiegelnden Glasfläche, die unmittelbar hinter der großen und farbigen Glasfassade installiert wurde, wird, besonders in der Frontalperspektive betrachtet, die Illusion von räumlicher Tiefe erzeugt. Die Gesamtinstallation deutet auf das lebendige Treiben im Inneren des Gebäudes hin, das für Theaterproben genutzt wird, indem es die Umgebung und die Passanten auf der farbigen Glasfläche reflektiert.
Bei dem sechsgeschossigen Bürogebäude des „Grand Canal Square 1" in Dublin wurde ebenfalls das Farbeffektglas „Narima" verwendet. Das ehemalige Hafengebiet der irischen Hauptstadt wird seit einigen Jahren zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsviertel umgebaut. Die Architekten von DMO'D, Duffy Mitchell O'Donoghue, wollten mit ihrem Entwurf einen Kontrast zum angrenzend geplanten Theaterneubau von Daniel Libeskind schaffen. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei dem Entwurf war eine möglichst reflexionsfreie Sicht von Innen auf das Wasser des Hafens zu ermöglichen. Dem reflektierenden, dichroitischen Farbglas „Narima" auf der Außenseite wurde daher das entspiegelte Klarglas „Amiran", das Anagramm von „Narima", entgegengesetzt. „Amiran" ist ein beidseitig interferenzoptisch entspiegeltes Glas, das einfallendes Licht zu nur einem Prozent reflektiert. Dadurch ist „Amiran" mit dem Auge nicht mehr als Glas erkennbar und kommt der vollkommenen Entmaterialisierung sehr nah.
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Glas und Licht in der Fassade: Spezialisierte Glassysteme
29. März 2011
Das vorgehängte „Relief“ aus Farbgläsern wurde vom Schweizer Maler Helmut Federle gemeinsam mit dem österreichischen Architekten Gerold Wiederin entworfen
Theatralische Inszenierung: Die Glasinstallation von Olafur Eliasson verbindet das Probengebäude mit dem öffentlichen Raum, gewährt je nach Position des Betrachters mal mehr, mal weniger Einblicke | Foto © Schott
Variable Farbeffekte mit eindrucksvoller Tiefenwirkung: Das Probengebäude in der Detailansicht | Foto © Schott
Das Gebäude wurde von DMO'D, Duffy Mitchell O'Donoghue Architects, Dublin gestaltet | Foto © Schott
Geschichtet und überlagert: Die Fassade des Gebäudes „Forum 3" auf dem Novartis Campus in Basel wurde mit einer schichtweise errichteten Glasvorhangfassade aus Imera Farbgläsern versehen | Fotos © Christian Richters
Die starke Farbigkeit erinnert ganz bewusst an die Anfänge der chemischen Industrie, die in Basel als Farbstoffchemie begann
Das Probengebäude der Bayerischen Staatsoper mit einem riesigen "Bühnenfenster" aus dichroitischem Farbeffektglas der Marke Narima | Foto © Schott
Der Ausblick auf das benachbarte Gebäude | Foto © Schott
Bürogebäude "Grand Canal Square Nr.1 " in Dublin in der Kombination aus reflektierenden, dichroitischen Farbgläsern der Marke Narima und entspiegelnden Klargläsern der Marke Amiran | Foto © Schott













