transparent_layer
db-images/cms/banner/img/l2_v369288_958_728_90-1.jpg
Blättern: First Back
von 571 Forward End
Keramik schützt Keramik
7. Oktober 2015
Von 235 Jahre alten Steinzeugtafeln über die Königliche Porzellansammlung bis hin zu Jugendstil-Geschirr von Royal Copenhagen: Das Clay Museum of Ceramik Art Danmark im dänischen Middelfart auf der Insel Fünen bietet die umfangreichste Sammlung an Keramik in ganz Dänemark und wurde 2010 mit einer umfangreichen Schenkung bedacht. Doch die auf nun 55.000 Exponate angewachsene Sammlung stellte das Museum vor eine Herausforderung – denn die beschauliche Villa, die bisher als Museum gedient hatte, war dafür zu klein geworden.

Als neuer Standort dient nun das Grimmerhus-Gebäude, ein ehemaliger, direkt am Wasser gelegener Witwenaltersitz von 1857, dem die Architekten Kjaer und Richter aus Kopenhagen einen Neubau mit 1.500 Quadratmetern Fläche angliederten. Schnell war klar: Der puristische Riegel sollte eine Fassade erhalten, die auf die Keramik im Innern verweist. Dafür fragten die Architekten den Hersteller Colt International an, der eine maßgeschneiderte Lösung liefern konnte. So fertigte der internationale Fassadenspezialist ein Metall-Lamellensystem, welches mit rechteckigen, unterschiedlich großen Keramikplatten bestückt wurde. Das System wurde der primären Glasfassade als zweite Gebäudehülle vorgehängt.

Für die Lamellen wurden rötlichbraune Keramiktafeln verwendet, die Colt International in ein Rahmenwerk aus Edelstahl einfassen ließ. Das eigens entwickelte Steuerungssystem „Soltronic III“ sorgt dafür, dass die Lamellen sich je nach Sonnenstand bis zu 200 Grad drehen lassen und in den Innenräumen blendfreie Sichtverhältnisse und Kühlung schaffen. Das Herzstück des Systems ist der Induktionsmotor mit 230 Volt, der die Keramiklamellen über die Torsionswelle in Bewegung setzt – eine ausgeklügelte Technik, die vollständig hinter den Tragprofilen aus Edelstahl verschwindet. Das Resultat ist sehenswert: Durch das Tageslicht-abhängige Spiel aus offenen und geschlossenen Keramik-Lamellen wirkt die Fassade nicht nur höchst lebendig, sondern bildet selbst ein keramisches Artefakt.

www.colt-info.de
Der Neubau des Clay Museum of Ceramik Art Denmark im dänischen Middelfart bietet viel Platz für die umfangreiche Keramiksammlung im Innern. Foto © Thomas Mølvig
Zwei Fassaden: Der transparenten Glasfassade wurde ein flexibles Lamellensystem von Colt International als Verschattungssystem vorgehängt. Foto © Thomas Mølvig
Die Silhouette verändert sich: Wie ein Fächer richten sich die Keramiklamellen je nach Tageslichteinfall aus und sorgen so für optimale Sichtverhältnisse im Innern. Foto © Thomas Mølvig
Natürlicher Werkstoff: Changierende Rot- und Brauntöne und eine leicht variierende Textur verleihen der Fassade eine lebendige Oberflächenstruktur.
Foto © Thomas Mølvig
Die Lamellen werden mit dem Steuerungssystem „Soltronic III“ bewegt. Motoren, Getriebe, Torsionswelle und Verkabelung wurden geschickt in die Tragprofile aus Edelstahl integriert, so dass nichts das Auge stört. Foto © Thomas Mølvig
Von Innen: Die Lamellen können in einem Winkel von bis zu 200 Grad gedreht werden. Foto © Thomas Mølvig
Systeme
Colt: Wetterfühlige bewegliche Glaslamellenfassade @ Stylepark
Colt
Wetterfühlige bewegliche Glaslamellenfassade
Colt: Shadometal, bewegliches Lamellensystem @ Stylepark
Colt
Shadometal, bewegliches Lamellensystem
Colt: Holzlamellen Kaap Skil @ Stylepark
Colt
Holzlamellen Kaap Skil
Colt: Keramiklamellen @ Stylepark
Colt
Keramiklamellen
Colt: Verstellbare, vertikale Großlamellenfassade @ Stylepark
Colt
Verstellbare, vertikale Großlamellenfassade
Colt: Maßgefertigte Faltschiebeläden aus Plexiglasglas @ Stylepark
Colt
Maßgefertigte Faltschiebeläden aus Plexiglasglas
Architektur › 2015 › Oktober
Keramik schützt Keramik
7. Oktober 2015
Von 235 Jahre alten Steinzeugtafeln über die Königliche Porzellansammlung bis hin zu Jugendstil-Geschirr von Royal Copenhagen: Das Clay Museum of Ceramik Art Danmark im dänischen Middelfart auf der Insel Fünen bietet die umfangreichste Sammlung an Keramik in ganz Dänemark und wurde 2010 mit einer umfangreichen Schenkung bedacht. Doch die auf nun 55.000 Exponate angewachsene Sammlung stellte das Museum vor eine Herausforderung – denn die beschauliche Villa, die bisher als Museum gedient hatte, war dafür zu klein geworden.

Als neuer Standort dient nun das Grimmerhus-Gebäude, ein ehemaliger, direkt am Wasser gelegener Witwenaltersitz von 1857, dem die Architekten Kjaer und Richter aus Kopenhagen einen Neubau mit 1.500 Quadratmetern Fläche angliederten. Schnell war klar: Der puristische Riegel sollte eine Fassade erhalten, die auf die Keramik im Innern verweist. Dafür fragten die Architekten den Hersteller Colt International an, der eine maßgeschneiderte Lösung liefern konnte. So fertigte der internationale Fassadenspezialist ein Metall-Lamellensystem, welches mit rechteckigen, unterschiedlich großen Keramikplatten bestückt wurde. Das System wurde der primären Glasfassade als zweite Gebäudehülle vorgehängt.

Für die Lamellen wurden rötlichbraune Keramiktafeln verwendet, die Colt International in ein Rahmenwerk aus Edelstahl einfassen ließ. Das eigens entwickelte Steuerungssystem „Soltronic III“ sorgt dafür, dass die Lamellen sich je nach Sonnenstand bis zu 200 Grad drehen lassen und in den Innenräumen blendfreie Sichtverhältnisse und Kühlung schaffen. Das Herzstück des Systems ist der Induktionsmotor mit 230 Volt, der die Keramiklamellen über die Torsionswelle in Bewegung setzt – eine ausgeklügelte Technik, die vollständig hinter den Tragprofilen aus Edelstahl verschwindet. Das Resultat ist sehenswert: Durch das Tageslicht-abhängige Spiel aus offenen und geschlossenen Keramik-Lamellen wirkt die Fassade nicht nur höchst lebendig, sondern bildet selbst ein keramisches Artefakt.

www.colt-info.de