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von 571 Forward End
Mit dem Aufzug Energie erzeugen
11. September 2015
Der Hauptsitz des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins Münster, kurz LVM, hat dieses Jahr Zuwachs bekommen: „Kristall“ wird der Neubau am Kolde-Ring im Südwesten der Stadt genannt, der mit einer Verbindungsbrücke im elften Stock an seinen älteren „Bruder“, den „LVM 5-Tower“ andockt. Der Entwurf für den gläsernen Büroturm mit der auffällig geneigten, kristallinen Fassade stammt von dem koreanischen Architekten Duk-Kyu Ryang. Der Bau misst in seiner Höhe 63 Meter und bietet Platz für 500 Arbeitsplätze, Schulungsräume, einem Auditorium und einer „Skylobby“ in der Spitze des „Kristalls“.

Bei der Planung des Hochhauses sahen sich Bauherren und Architekt auch mit Fragen zu Mobilität und Logistik konfrontiert: Die Mitarbeiter müssen sich im Neubau schnell zurecht finden und ohne lange Wartezeiten vor den Aufzügen ihr Ziel erreichen. Eine freie Grundrissgestaltung, offene Raumkonzepte und farbige Wände als „Wegweiser“ helfen bei der Orientierung. Um einen möglichst reibungslosen Wechsel von Etage zu Etage und zwischen den beiden Gebäuden zu ermöglichen, entschieden sich die Architekten für Hochleistungsaufzüge von Schindler, die eigens als Sonderlösung angefertigt wurden. Besonders hilfreich ist das Verkehrsmanagement-System „Port“, das wie ein Dirigent alle Aufzüge effizient koordiniert und für eine optimale Auslastung der Fahrstühle sorgt. Und das funktioniert so: Die Mitarbeiter wählen die gewünschte Etage nicht erst in der Kabine, sondern bereits in der Fahrstuhllobby an einem „Port Controller“. Daraufhin wird Personen mit identischem Ziel derselbe Aufzug zugewiesen. Das spart unnötige Zwischenstopps und die Zeit der Mitarbeiter.

Die Aufzüge können aber noch mehr: Als kleine „Kraftwerke“ erzeugen sie mehr Energie, als sie verbrauchen. Diese überschüssige Energie wird über Energierückspeisung an das Versorgungsnetz des neuen Büroturms zurückgeleitet, der als Plusprimärenergie-Gebäude konzipiert wurde. Optisch überzeugen die Fahrstühle auch: Verglaste Rückwände geben den Blick auf die Schachtwand frei, die mit farbigen LEDs erleuchtet wird und das Farbkonzept der jeweiligen Etage aufnimmt. Zudem gibt es keine Technikaufbauten auf dem Kabinendach, die das Auge stören könnten, denn diese wurden in den Aufzugsmaschinenräumen untergebracht. Ein ästhetischer Genuss ist auch der Panoramaaufzug mit voll verglaster, zylindrischer Kabine, der in den oberen Etagen verkehrt und während der Fahrt zur Spitze des „Kristalls“ eine fantastische Aussicht über Münster bietet.

www.hpp.com
Großer Bruder, kleiner Bruder: Das gläserne Turmensemble bildet den Hauptsitz des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins Münster. Foto © Ralf Emmerich
Vertikaler Blickfang: Der neue Turm, genannt „Kristall“, dockt mit einer gläsernen Verbindungsbrücke in 40 Metern Höhe an den „LVM 5-Tower“ an.
Foto © Ralf Emmerich
Architekt Duk-Kyu Ryang entwarf eine kristalline Fassade, die das Innere des Büroturms mit Licht flutet. Transparenz dominiert auch im Innern – mit freien Grundrissen und offener Raumgestaltung. Foto © Hans Eick
Das Verkehrsmanagementsystem „Port“ von Schindler sorgt für eine optimale Auslastung der Fahrkabinen. Die Aufzüge überzeugen auch optisch – mit einem Boden aus Riffelblech und einer Wandverkleidung aus geschlitzten Holzpaneelen. Foto © Schindler Deutschland
Alle Aufzüge sind Sonderanfertigungen, eigens für den „Kristall“ entwickelt. Für Geschäftsgebäude werden sonst gerne Aufzugslösungen aus der Linie „Schindler 5500“ eingesetzt. Foto © Schindler Deutschland
Auf jeder Etage dient eine andere Farbgestaltung als Orientierung. Gläserne Rückwände im Fahrstuhl geben den Blick frei auf die erleuchtete Schachtwand, die das Farbkonzept aufnimmt. Foto © Schindler Deutschland
Von Turm zu Turm: Wie die Fassade ist auch die Verbindungsbrücke zwischen den Türmen licht und transparent. Foto © Ralf Emmerich
Gipfelstürmer: In den oberen Etagen verkehrt ein Panoramaaufzug mit runder Kabine, der zur exklusiven Skylobby führt. Foto © Schindler Deutschland
Systeme
Schindler: Schindler 3300 @ Stylepark
Schindler
Schindler 3300
Schindler: Schindler Port @ Stylepark
Schindler
Schindler Port
Schindler: Schindler 7000 @ Stylepark
Schindler
Schindler 7000
Schindler: Schindler 5500 @ Stylepark
Schindler
Schindler 5500
Architektur › 2015 › September
Mit dem Aufzug Energie erzeugen
11. September 2015
Der Hauptsitz des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins Münster, kurz LVM, hat dieses Jahr Zuwachs bekommen: „Kristall“ wird der Neubau am Kolde-Ring im Südwesten der Stadt genannt, der mit einer Verbindungsbrücke im elften Stock an seinen älteren „Bruder“, den „LVM 5-Tower“ andockt. Der Entwurf für den gläsernen Büroturm mit der auffällig geneigten, kristallinen Fassade stammt von dem koreanischen Architekten Duk-Kyu Ryang. Der Bau misst in seiner Höhe 63 Meter und bietet Platz für 500 Arbeitsplätze, Schulungsräume, einem Auditorium und einer „Skylobby“ in der Spitze des „Kristalls“.

Bei der Planung des Hochhauses sahen sich Bauherren und Architekt auch mit Fragen zu Mobilität und Logistik konfrontiert: Die Mitarbeiter müssen sich im Neubau schnell zurecht finden und ohne lange Wartezeiten vor den Aufzügen ihr Ziel erreichen. Eine freie Grundrissgestaltung, offene Raumkonzepte und farbige Wände als „Wegweiser“ helfen bei der Orientierung. Um einen möglichst reibungslosen Wechsel von Etage zu Etage und zwischen den beiden Gebäuden zu ermöglichen, entschieden sich die Architekten für Hochleistungsaufzüge von Schindler, die eigens als Sonderlösung angefertigt wurden. Besonders hilfreich ist das Verkehrsmanagement-System „Port“, das wie ein Dirigent alle Aufzüge effizient koordiniert und für eine optimale Auslastung der Fahrstühle sorgt. Und das funktioniert so: Die Mitarbeiter wählen die gewünschte Etage nicht erst in der Kabine, sondern bereits in der Fahrstuhllobby an einem „Port Controller“. Daraufhin wird Personen mit identischem Ziel derselbe Aufzug zugewiesen. Das spart unnötige Zwischenstopps und die Zeit der Mitarbeiter.

Die Aufzüge können aber noch mehr: Als kleine „Kraftwerke“ erzeugen sie mehr Energie, als sie verbrauchen. Diese überschüssige Energie wird über Energierückspeisung an das Versorgungsnetz des neuen Büroturms zurückgeleitet, der als Plusprimärenergie-Gebäude konzipiert wurde. Optisch überzeugen die Fahrstühle auch: Verglaste Rückwände geben den Blick auf die Schachtwand frei, die mit farbigen LEDs erleuchtet wird und das Farbkonzept der jeweiligen Etage aufnimmt. Zudem gibt es keine Technikaufbauten auf dem Kabinendach, die das Auge stören könnten, denn diese wurden in den Aufzugsmaschinenräumen untergebracht. Ein ästhetischer Genuss ist auch der Panoramaaufzug mit voll verglaster, zylindrischer Kabine, der in den oberen Etagen verkehrt und während der Fahrt zur Spitze des „Kristalls“ eine fantastische Aussicht über Münster bietet.

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