top
Schattenspiele aus Metall
19.05.2016

Fünf verschiedene Projekte von renommierten Architekten zeigen: Aus einem notwendigen technischen Detail wie dem Sonnenschutz können ein Gebäude prägende Gestaltungsideen entstehen. Gemeinsam mit den Spezialisten von RMIG entwickelten die Architekten jeweils Lochbleche aus Cortenstahl, Aluminium oder Edelstahl, die – je nach Bauaufgabe – entweder eine spektakuläre bewegliche Fassade entstehen ließen oder einfach ein elegantes, modernes Detail bilden, wie bei der Erweiterung des Château de Cangé. In diesem Fall ergänzte Dominique Blondel den Dachstuhl und fehlende Gebäudeteile eines 750 Jahre alten Schlosses in der Nähe von Tour um gläserne Aufbauten und eine leichtwirkende Hülle aus Cortenstahl. In ihrer Materialität passen die leicht verwitterten Fassadenelemente für eine Bibliothek mit Medienzentrum perfekt zu dem alten Gemäuer, weshalb sich die aktuellen Ergänzungen keineswegs verstecken müssen.

Deutlich dominierender geraten ist die Fassade des Universitätsgebäudes in Kolding von Hennig Larsen. Für die moderne Gebäudehülle produzierte RMIG 4500 Quadratmeter dreieckige, eloxierte Aluminiumpaneele, die sich automatisch an Licht- und Temperaturverhältnisse anpassen und dem Gebäude so ein futuristisches Äußeres geben.

Für das französische Departement Vendée entwarf Paul Chemetov einen Sportkomplex namens „Vendespace“ mit einer besonders charakteristischen, orangefarbenen Außenhülle. Der Architekt entschied sich für eine ruhig wirkende, horizontal geschichtete Fassade aus bis zu 11 Meter langen Aluminiumpaneelen. Auch hier entwickelten Architekt und RMIG aus Elementen der Serie ImagePerf eine unregelmäßige Lochung für die Lamellen, die dem Gebäude ein markantes Aussehen verleihen.

Aber auch Streckmetall von RMIG eignet sich als Sonnenschutz, wie der Bau einer Schule im dänischen Horsens zeigt. Hier wurden pulverbeschichtete Aluminium-Elemente mit unterschiedlicher Maschendichte verwendet und im Abstand von zwei Metern vor den Außenwänden angebracht. Das sorgt für einen einheitlichen Auftritt der verschiedenen Gebäude, wurden hier doch verschiedene Schultypen in einem neuen Gebäudekomplex zusammengefasst.

Für konzentriertes Arbeiten und Lernen sind gute Lichtverhältnisse besonders wichtig, weshalb das Büro Garbit & Blondeau für die Katholische Universität in Lyon einen Sonnenschutz aus perforiertem Edelstahl gewählt hat. Und auch hier wurde aus einem technischen Detail, das den Energieverbrauch senkt und für optimale Arbeitsbedingungen sorgt, ein prägendes Gestaltungselement, das für einen modernen Auftritt der altehrwürdigen Universität sorgt. (rw)

www.rmig.de

.

Links: Das Château de Cangé in der Nähe von Tours wurde behutsam erweitert und zur Bibliothek ausgebaut. Foto © RMIG
Rechts: Der Sonnenschutz aus Cortenstahl von RMIG passt hervorragend zur Materialität des alten Schlosses. Foto © RMIG

In Zusammenarbeit mit dem Architekten entstand das wellenförmige Muster, das in den Stahl gelasert wurde. Foto © RMIG

Recht futuristisch wirkt die Fassade für ein Universitätsgebäude in Kolding von Henning Larsen. Foto © RMIG

Die dreieckigen Aluminiumpaneele sind beweglich. Sie bilden ein lebendiges Muster und bieten einen effizienten Sonnenschutz. Foto © RMIG

In Absprache mit den Planern erhielt der Sonnenschutz ImagePerf von RMIG ein unregelmäßiges Muster. Foto © RMIG

Markante Fassade mit eigenem Charakter: Der Sportkomplex „Vendespace“ mit Sonnenschutz von RMIG. Foto © RMIG

Die ImagePerf Paneele aus Aluminium sind bis zu 11 Meter lang und wurden ebenfalls mit einem unregelmäßigen Lochmuster versehen. Foto © RMIG

Die weißen Elemente aus Streckmetall wurden im Abstand von zwei Metern vor der Wand angebracht. Foto © RMIG

Bewegliche Elemente und verschiedene Maschendichten sorgen für ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild des Schulgebäudes in Dänemark.
Foto © RMIG

In der Katholischen Universität von Lyon sorgen Lochbleche aus Edelstahl dafür, dass konzentriert gearbeitet werden kann. Foto © RMIG