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von 573 Forward End
Schwarz mit Aussicht
8. März 2010
Vor einigen Jahren hat das „Unprivate House" auch als Ausstellungskatalog des New Yorker Museum of Modern Art in der Architekturwelt für Furore gesorgt. Im Fokus stand schon damals die Öffnung einer privaten Residenz zur Umgebung. Dieses Prinzip scheint auch für ein von „Suppose Design Office" und dem Architekten Makoto Tanijiri entworfenes Haus in Otake in Japan Pate gestanden zu haben. „Unser Ziel ist es etwas Neues zu finden, das dem Menschen nicht fremd ist, sondern das das Potenzial hat, etwas Wesentliches im Leben zu sein" beschreibt Yukiko Kondo von Suppose die Arbeit des Büros.

An einem Berghang des Kamei Park in der Nähe der gleichnamigen Burgruine gelegen, lassen sich die meisten Räume mittels verschiebbarer Fensterwände weit öffnen und ein berauschender Blick auf die Landschaft mit dem Seto-Inlandsee wird frei. Diese tatsächliche und konzeptuelle Freiheit der schlichten aber reinen Gestaltung schafft einen Lebensraum, der von der umgebenden Natur weit stärker geprägt ist, als vom zurückhaltenden Design des Hauses als solches. Die schwarz verkleidete Stahlkonstruktion des zweigeschossigen Anwesens vermittelt durch ihre Orientierung auf die Aussicht ein Gefühl der Offenheit, selbst wenn die Fensterwände und die rückwärtige Fassade geschlossen sind. Die ausladende Dachtraufe formuliert eine sehr definitive und wieder erkennbare Gebäudeform. Die glänzende Oberfläche des Otake Hauses hebt sich gegenüber die umgebende Natur hervor. Die Lage, das sehr spezielle, reduzierte Design und die ungewöhnliche Konstruktion verbinden alt und neu zu einer Mischung aus japanischer Wohntradition und zeitgenössischer Baukunst.

www.suppose.jp
all photos courtesy of Suppose Design Office, Japan