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von 571 Forward End
Skating Shelters in der kanadischen Prärie von Patkau Architects
25. Januar 2012
Im kanadischen Winnipeg ist man harte Winter und klirrende Kälte gewöhnt. Die kalte Jahreszeit währt rund sechs Monate lang und Temperaturen von Minus vierzig Grad sind an der Tagesordnung. Hinzu kommen die berüchtigten eisigen Winde der Region. Die Kälte hat aber auch ihr Gutes. Etwa dann, wenn die beiden Flüsse, die um die Stadt herumfließen, zugefroren sind: Die Eisflächen werden zu parkähnlichen Landschaften und ausgedehnten Spielfeldern für den Wintersport genutzt, bieten kilometerlange Eisskating-Bahnen und Langlauf-Loipen.

Dank der Skating Shelters, die die Architekten von Patkau im Auftrag der Stadt entworfen haben, gibt es – bläst der Wind besonders stark oder will man zwischendurch eine Pause machen – nun auch Rückzugsmöglichkeiten. Die hölzernen, windschnittigen Kabinen formieren sich zu einer kleinen, fast dorfartigen Siedlung. Dicht aneinander gedrängt schirmen sie den eisigen Wind ab. Jede einzelne Kabine besteht aus dünnem, flexiblem Sperrholz, das über einem ellipsoiden Grundriss einen kleinen Raum aufspannt, wobei die Konstruktion zusätzlich an einem stabilen Rückgrat aufgehängt ist. Die so entstehende Zugspannung wird durch eine Reihe gezielter Einschnitte in der Oberfläche wieder gelöst.

Die zu einer Gruppe vereinten Shelter schützen sich gegenseitig und leiten den Wind geschickt aneinander vorbei. Dabei bewegen sie sich sanft im Wind und das Holz beginnt zu knarren. Die Schlichtheit der Formen und ihre zerbrechliche Anmut führt dem Betrachter dabei wie nebenbei vor Augen, wie schön und wie wild die kanadische Prärie im Winter doch ist.

www.patkau.ca
"Winnipeg Skating Shelters" in Canada von Patkau Architects | Alle Fotos © James Dow