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Wassergestrichen
und mit Kohle gebrannt
28. April 2016
Der Neubau für das Europäische Hansemuseum in Lübeck überzeugt mit seiner klaren modernen Formensprache sowie seinen subtilen Bezügen zu dem eher heterogenen Umfeld. Die historischen Bauten Lübecks sind, typisch für den Norden Deutschlands, zumeist in Backstein ausgeführt, womit sich hier eine mehr als 600jährige Baukultur mit dem traditionellen Material entdecken lässt. Für den Museumsneubau wählten die Architekten eine zweischalige Fassade mit Backsteinen von Petersen Tegl. Wie schon zu Zeiten der Hanse wurden die wassergestrichenen Ziegel in Dänemark von Hand gefertigt, weshalb sie schon jetzt eine sehr abwechslungsreiche Patina und ein angenehm komplexes Farbenspiel aufweisen.

Der Neubau von Andreas Heller ergänzt und erschließt ein beeindruckendes Ensemble aus intakten mittelalterlichen Bauten und archäologischen Funden, die während der Bauarbeiten entdeckt wurden. Das Hamburger Büro restaurierte das historische Burgkloster aus dem 14. Jahrhundert und integrierte es in den Ausstellungsrundgang auf dem fast 7.500 Quadratmeter großen, hügeligen Gelände. Den Neubau von 95 Meter Länge setzten sie dabei als zeitgenössische Erweiterung einer ehemaligen Befestigungsmauer an den Rand des Areals. Der monolithisch wirkende Backsteinriegel wird an seiner Stirnseite zu einem modern interpretierten Giebelhaus, wie sie häufig auf der Lübecker Altstadtinsel zu finden sind. Dabei beziehen sich die Architekten auf eine ebenso skulpturale wie zeitgenössische Art und Weise auf die in der Stadt zahlreich vorhandenen Vorbilder, die auf der UNESCO Liste des Weltkulturerbes stehen.

Gleichsam wie ein Vorhang wurde das filigrane Mauerwerk mit dem traditionellen Vierpassmotiv vor die eigentliche Giebelwand gesetzt, wodurch es dem ansonsten eher verschlossen wirkenden Bau seine massive Wirkung nimmt. Auch diese 7000 Sonderformsteine stammen aus der dänischen Ziegelei Petersen und wurden sämtlich von Hand gefertigt. An Details wie dem Dachabschluss, den großzügigen Fensterflächen und dem leicht geknickten Verlauf der Fassade erkennt man deutlich die modernen Ergänzungen, die sich keineswegs an die vorhandenen Bauten anbiedern.
Allein das Material bleibt seit vielen Hundert Jahren das gleiche: handgestrichener Backstein, in diesem Fall von Petersen Tegl. (rw)


www.petersen-tegl.dk
www.andreas-heller.de
Der gewählte handgestrichene Backstein von Petersen setzt die Jahrhunderte alte Bautradition auf dem Gelände fort. Skulptural und modern zeigt sich der Museumsneubau von Andreas Heller. Foto © Anders Sune Berg
Links: Der Neubau des Hansemuseums bietet einen Durchgang zu dem höher gelegenen Burgkloster.
Rechts: Petersen produzierte 7.000 Sonderformate für diese moderne, ornamentale Wandgestaltung. Die Form des Giebelhauses folgt dabei der lokalen Tradition.
Fotos © Anders Sune Berg
Im Inneren sorgen die Backsteine für eine wohnliche Atmosphäre.
Foto © Anders Sune Berg
Eine mittelalterliche Burg, ein Teil der Stadtmauer, ein Neubau und eine Aussichtsplattform bilden das Ensemble des Hansemuseums in Lübeck.
Foto © Anders Sune Berg
Der massiv wirkende Bau überzeugt durch das lebendige Farbenspiel der von Hand hergestellten Backsteine von Petersen Tegl. Foto © Anders Sune Berg
Heller Lehmschlamm dient als Gleitmittel und sorgt für die unterschiedlich farbigen Oberflächen der Backsteine von Petersen Tegl. Foto © Anders Sune Berg
Die Backsteine im sogenannten Klosterformat wurden von Hand in Dänemark von Petersen Tegl hergestellt. Foto © Anders Sune Berg
Foto © Anders Sune Berg
Systeme
Petersen Tegl: Petersen Cover, C48 @ Stylepark
Petersen Tegl
Petersen Cover, C48
Petersen Tegl: K55 @ Stylepark
Petersen Tegl
K55
Petersen Tegl: K57 Royal Playhouse @ Stylepark
Petersen Tegl
K57 Royal Playhouse
Petersen Tegl: Hansemuseum Lübeck @ Stylepark
Petersen Tegl
Hansemuseum Lübeck
 
Petersen Tegl: K49 @ Stylepark
Petersen Tegl
K49
Petersen Tegl: K57 @ Stylepark
Petersen Tegl
K57
Architektur › 2016 › April
Wassergestrichen
und mit Kohle gebrannt
28. April 2016
Der Neubau für das Europäische Hansemuseum in Lübeck überzeugt mit seiner klaren modernen Formensprache sowie seinen subtilen Bezügen zu dem eher heterogenen Umfeld. Die historischen Bauten Lübecks sind, typisch für den Norden Deutschlands, zumeist in Backstein ausgeführt, womit sich hier eine mehr als 600jährige Baukultur mit dem traditionellen Material entdecken lässt. Für den Museumsneubau wählten die Architekten eine zweischalige Fassade mit Backsteinen von Petersen Tegl. Wie schon zu Zeiten der Hanse wurden die wassergestrichenen Ziegel in Dänemark von Hand gefertigt, weshalb sie schon jetzt eine sehr abwechslungsreiche Patina und ein angenehm komplexes Farbenspiel aufweisen.

Der Neubau von Andreas Heller ergänzt und erschließt ein beeindruckendes Ensemble aus intakten mittelalterlichen Bauten und archäologischen Funden, die während der Bauarbeiten entdeckt wurden. Das Hamburger Büro restaurierte das historische Burgkloster aus dem 14. Jahrhundert und integrierte es in den Ausstellungsrundgang auf dem fast 7.500 Quadratmeter großen, hügeligen Gelände. Den Neubau von 95 Meter Länge setzten sie dabei als zeitgenössische Erweiterung einer ehemaligen Befestigungsmauer an den Rand des Areals. Der monolithisch wirkende Backsteinriegel wird an seiner Stirnseite zu einem modern interpretierten Giebelhaus, wie sie häufig auf der Lübecker Altstadtinsel zu finden sind. Dabei beziehen sich die Architekten auf eine ebenso skulpturale wie zeitgenössische Art und Weise auf die in der Stadt zahlreich vorhandenen Vorbilder, die auf der UNESCO Liste des Weltkulturerbes stehen.

Gleichsam wie ein Vorhang wurde das filigrane Mauerwerk mit dem traditionellen Vierpassmotiv vor die eigentliche Giebelwand gesetzt, wodurch es dem ansonsten eher verschlossen wirkenden Bau seine massive Wirkung nimmt. Auch diese 7000 Sonderformsteine stammen aus der dänischen Ziegelei Petersen und wurden sämtlich von Hand gefertigt. An Details wie dem Dachabschluss, den großzügigen Fensterflächen und dem leicht geknickten Verlauf der Fassade erkennt man deutlich die modernen Ergänzungen, die sich keineswegs an die vorhandenen Bauten anbiedern.
Allein das Material bleibt seit vielen Hundert Jahren das gleiche: handgestrichener Backstein, in diesem Fall von Petersen Tegl. (rw)


www.petersen-tegl.dk
www.andreas-heller.de