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Wohnen in bewegter Fassade
17. September 2013
Für die Innenstadt von Nanterre entwarfen die Architekten Nicolas Desmazières und Anouk Legendre unter dem Namen X-TU einen großen Wohnkomplex, der mit seiner gemusterten Fassade schon von Weitem auffällt. Von Nahem erkennt man die bedruckten Glaspaneele von Colt, die als Brüstungen statisch ausgeführt sind, an Loggien und Laubengängen von den Bewohnern jedoch verstellt werden können. Dadurch verändert sich das horizontale Muster von Tag zu Tag, je nach Wetterlage und Temperatur.

Der lang gestreckte Komplex beherbergt Läden und Büros in einer massiven Sockelzone auf der neun Wohntürme mit bis zu zehn Geschossen angeordnet sind. Fünf davon sind nach Süden ausgerichtet und benötigen einen Sonnenschutz. X-TU Architekten wählten dafür das Shadoglass System von Colt, das mit fünf unterschiedlich dichten Mustern bedruckt wurde, die in der Fernwirkung verschiedene Graustufen ergeben. Die Bewohner können die beweglichen Lamellen mit einer Handkurbel öffnen und so Schatten und Belüftung für ihre Loggien selbst steuern oder diese in der kalten Jahreszeit in einen Wintergarten verwandeln.

Auf insgesamt 1.350 Quadratmetern Fassadenfläche wurde die imposante Menge von 4.075 Gläsern verbaut, die zu 1,5 mal 2,7 Meter großen Einheiten montiert wurden. Eine große Herausforderung war auch der rege U-Bahnverkehr unter dem Gebäude. Dafür musste der Komplex auf Schwingungsdämpfer gesetzt werden,- für das Shadoglass-System bedeutete dies, dass es in der Lage sein musste, diese Schwingungen spannungsfrei aufzunehmen. Zusätzlich absolvierte Colt einen „Lifecycletest“, in dem 10.000 Bewegungen der Lamellen getestet wurden, den die Shadoglass Elemente ohne Komplikationen überstanden.
Der Wohnkomplex in Nanterre bei Paris verteilt sich auf neun Türme mit bis zu zehn Geschossen. Foto: © Colt
Tiefe Einschnitte strukturieren die Baukörper. Hinter den verglasten Südfassaden verbergen sich Laubengänge und Loggien. Foto: © Luc Boegly
Die abwechslungsreiche Fassade wirkt im Sonnenlicht äußerst homogen. Foto: © Luc Boegly
Die fünf verschiedenen aufgedruckten Muster ergeben das bewegte Erscheinungsbild der Fassade. Foto: © Luc Boegly
Systeme
Colt: Shadoglass @ Stylepark
Colt
Shadoglass
Colt: Maßgefertigte Faltschiebeläden aus Plexiglasglas @ Stylepark
Colt
Maßgefertigte Faltschiebeläden aus Plexiglasglas
Colt: Metalllamellen Solarfin CEL 600, Bibliothek Dußlingen @ Stylepark
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Metalllamellen Solarfin CEL 600, Bibliothek Dußlingen
Colt: Verstellbare, vertikale Großlamellenfassade @ Stylepark
Colt
Verstellbare, vertikale Großlamellenfassade
Colt: Wetterfühlige bewegliche Glaslamellenfassade @ Stylepark
Colt
Wetterfühlige bewegliche Glaslamellenfassade
Colt: Faltschiebeläden @ Stylepark
Colt
Faltschiebeläden
Colt: Shadometal, bewegliches Lamellensystem @ Stylepark
Colt
Shadometal, bewegliches Lamellensystem
Colt: Zweireihige, interaktive Lamellenkonstruktion @ Stylepark
Colt
Zweireihige, interaktive Lamellenkonstruktion
Architektur › 2013 › September
Wohnen in bewegter Fassade
17. September 2013
Für die Innenstadt von Nanterre entwarfen die Architekten Nicolas Desmazières und Anouk Legendre unter dem Namen X-TU einen großen Wohnkomplex, der mit seiner gemusterten Fassade schon von Weitem auffällt. Von Nahem erkennt man die bedruckten Glaspaneele von Colt, die als Brüstungen statisch ausgeführt sind, an Loggien und Laubengängen von den Bewohnern jedoch verstellt werden können. Dadurch verändert sich das horizontale Muster von Tag zu Tag, je nach Wetterlage und Temperatur.

Der lang gestreckte Komplex beherbergt Läden und Büros in einer massiven Sockelzone auf der neun Wohntürme mit bis zu zehn Geschossen angeordnet sind. Fünf davon sind nach Süden ausgerichtet und benötigen einen Sonnenschutz. X-TU Architekten wählten dafür das Shadoglass System von Colt, das mit fünf unterschiedlich dichten Mustern bedruckt wurde, die in der Fernwirkung verschiedene Graustufen ergeben. Die Bewohner können die beweglichen Lamellen mit einer Handkurbel öffnen und so Schatten und Belüftung für ihre Loggien selbst steuern oder diese in der kalten Jahreszeit in einen Wintergarten verwandeln.

Auf insgesamt 1.350 Quadratmetern Fassadenfläche wurde die imposante Menge von 4.075 Gläsern verbaut, die zu 1,5 mal 2,7 Meter großen Einheiten montiert wurden. Eine große Herausforderung war auch der rege U-Bahnverkehr unter dem Gebäude. Dafür musste der Komplex auf Schwingungsdämpfer gesetzt werden,- für das Shadoglass-System bedeutete dies, dass es in der Lage sein musste, diese Schwingungen spannungsfrei aufzunehmen. Zusätzlich absolvierte Colt einen „Lifecycletest“, in dem 10.000 Bewegungen der Lamellen getestet wurden, den die Shadoglass Elemente ohne Komplikationen überstanden.