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Teile und herrsche
von Amelie Znidaric
Open Design hat die Designwelt bislang nicht erobert. Doch in nicht allzu weiter Ferne könnte es ganz normal sein, geistiges Eigentum auf neue Art und Weise zu teilen.News & Stories
Phänomenologie des Sehens
von Sandra Hofmeister
Einst war Karl Friedrich Schinkel mit der städtebaulichen Umgestaltung der Mitte Berlins betraut. Noch heute erinnern zahlreiche Bauten in Berlin und Potsdam an ihn, etwa das Alte Museum am Lustgarten. Der Fotograf Gerrit Engels hat sie mit nüchternem Blick dokumentiert.Laut Definition ist Parken das vorübergehende Abstellen von Kraftfahrzeugen an einer hierfür vorgesehenen Stelle. In Wahrheit ist es jedoch so, dass Automobile nicht vorübergehend abgestellt werden, sondern vorübergehend fahren. Wohin also mit der steigenden Zahl an ruhenden Kraftwagen? Ins Parkhaus!
In ihrer studioeigenen Matériothèque experimentieren die Designer von Atelier Oï mit Materialien wie Vogelkörnern, Papier, Stoff, Seilen und Gelatine. Die daraus entstandenen Produkte für Atelier Pfister, Bulgari, Swatch und andere Hersteller sind jetzt in der Monografie „Workshop Guide Atelier Oï“ zusammengefasst.
Im Großstadtdschungel spürte der britische Fotograf und Autor Alex MacNaughton die vom Leben Gezeichneten auf und bat sie darum, vor seiner Kamera die Hüllen fallen zu lassen. Stolz präsentierten sie ihm ihre Hautbilder und erzählten ihm ihre Geschichten.
Das Bauhaus als historische Institution ist zwar weltweit bekannt, aber gleichzeitig ist sein Profil merkwürdig unpräzise. Kein Wunder, schließlich gab es drei Schulen an drei Standorten mit drei verschiedenen Direktoren. Ein Reisebuch verortet nun ausführlich die wechselhafte Geschichte der Hochschule.
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Ein Haus mit Schnäuzer oder Backenbart?
von Petra Ringleb
Auch in der Architektur tut man sich schwer mit dem Durchschnitt. Dabei gibt es jede Menge alltägliche Häuser, von denen man sagen könnte, sie seien „ganz gut". Oda Pälmke hat sich ihrer angenommen.Der Bautyp des Stadthauses trifft offenbar einen Nerv der Zeit. So ist es nicht verwunderlich, wenn Hans Stimmann, einst Senatsbaudirektor in Berlin, ein Buch dazu vorgelegt hat. Eine „Planungshilfe", wie es im Titel heißt, und ein aufwendig gemachtes Musterbuch vorbildlicher Stadthäuser. Hat das Stadthaus tatsächlich das Zeug, der Stadtentleerung entgegenzuwirken?
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Lies mich!
von Knuth Hornbogen
Hier gibt es nichts zu beschönigen – Gebrauchsanleitungen haben nicht den besten Ruf. Gut, dass sich immer mehr Produkte intuitiv begreifen lassen, iPhones kommen ohne Manual aus. Vielleicht ist das gerade auch der richtige Moment, Gebrauchsanleitungen umfassend zu betrachten, und sei es retrospektiv. Das Buch „Read me!" von Jasmin Meerhoff bietet überraschend unterhaltsame Einblicke in ein sonst missachtetes Genre.News & Stories
Die Stimme aus dem Off
von Nina Reetzke
Die Lust am Experiment und die Auseinandersetzung mit manuellen Verfahren stehen bei Gestaltern hoch im Kurs. Jenseits der traditionellen Verlage und der herkömmlichen Buchproduktion hat sich eine Szene etabliert, die ungewöhnliche Drucksachen produziert und vermarktet. Parallel zur Frankfurter Buchmesse gab die erste Ausgabe der „First Issue – Self-Publishing Book Fair for Design and Art" einen Einblick in die Arbeit unabhängiger Kleinverlage.News & Stories
Moderne via Katsura
von Horant Fassbinder
Von Japan ließen sich eine Vielzahl an westlichen Künstlern, Designern und Architekten für ihre Arbeiten inspirieren. Bruno Taut verbrachte dreieinhalb Jahre in Japan und verfasste in dieser Zeit eine Vielzahl an Schriften, die seit Kurzem erstmals in Deutsch verlegt werden. Die kaiserliche Villa Katsura etwa betrachtete Taut als idealen Ausdruck einer detailliert durchdachten, verfeinerten Moderne.News & Stories
Was kommt nach dem Zeitalter des Kunststoffs?
von Nora Sobich
Im Bereich der Materialien tut sich etwas. Auf der Tagesordnung steht nicht weniger als eine „grüne" Revolution. Kein Wunder, wenn es über Materialien aktuell eine große Vielzahl an Büchern gibt. Sascha Peters Nachschlagewerk „Materialrevolution" über multifunktionale und nachhaltige Werkstoffe ist besonders zu empfehlen.Seit rund hundert Jahren liefern sie den Treibstoff des automobilen Fortschritts: Tankstellen. In Christof Viewegs informativem und reichhaltig bebildertem Band „Volltanken bitte!" erfährt man, dass die erste Tankstelle eine Apotheke war, welche Marken es einmal gab, wann bestimmte Bautypen entstanden und wie besonders schöne Stationen aussehen.
„Misfit" heißt die aktuelle Monografie über Hella Jongerius. Die Publikation beleuchtet nicht nur das bisherige Werk der niederländischen Designerin, sondern zeigt auch, welche gestalterischen Möglichkeiten es gibt, wenn das Medium Buch neu gedacht wird.
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Ein kobaltblaues Schiff fährt übers Porzellanmeer
von Nina Reetzke
Royal Tichelaar Makkum gilt als eines der ältesten Unternehmen der Niederlande. Seit einigen Jahren macht das Familienunternehmen mit Entwürfen von renommierten Designern wie Hella Jongerius und Studio Makkink & Bey von sich reden. Ein Buch stellt die Porzellanmanufaktur vor.News & Stories
Handgemachte Velosophie
von Knuth Hornbogen
Der Frühling ist da und die Fahrradsaison beginnt. Falls ein neues Gefährt gekauft werden soll, darf es vielleicht auch eine Spezialanfertigung sein – dann lohnt sich ein Blick in das Buch „Bespoke: The Handbuilt Bicycle".News & Stories
Die Öffnung einer einst verbotenen Stadt
von Dirk Meyhöfer
Der Masterplan von Vittorio Magnago Lampugnani sieht vor, dass die Gebäude des Novartis Campus von verschiedenen Architekten gebaut werden. Die Buchreihe „Novartis Campus“ dokumentiert die inzwischen realisierten Gebäude des Basler Großprojekts.News & Stories
Wenn es leer ist, schaut das Haus immer in die gleiche Richtung
von Nancy Jehmlich
„Il Girasole" - die Sonnenblume, so heißt ein drehbares, in den dreißiger Jahren errichtetes Haus in der Nähe von Verona. Nun widmet sich ein feinfühliger Kurzfilm dem außergewöhnlichen architektonischen Werk und seiner besonderen Atmosphäre.Mit Kamera und Laptop ausgestattet sammeln Fashion-Nerds für ihre Blogs inspirierende Eindrücke auf der Straße, berichten von Modeereignissen oder inszenieren sich selbst. Das Buch „Style Diaries" von Simone Werle porträtiert vierzig Modeblogger aus aller Welt.
Design - was ist das? Industriell überformtes Handwerk? Etwas, das unsere Gegenwart prägt wie nichts anderes und deshalb „total" geworden ist? Und weshalb nur meint „Brand" eine dunkle Stelle am Bauch des Hirschen? Von süßen und nahrhaften Lesefrüchten aus der vorweihnachtlichen Bücherkiste.
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Luftschiff mit Jüngling im weißen Anzug
von Thomas Wagner
Ein Panorama der Zeit aus lauter Künstlerporträts - das ist es, was Angelika Platen in den vergangenen Jahrzehnten geschaffen hat. Ein Band mit einer Auswahl ihrer Schwarzweiß-Fotografien zeigt, wie subtil die Fotografin Nähe und Distanz auszubalancieren vermag.News & Stories
Zu viel Design? Oder doch nur das falsche?
von Thomas Edelmann
Mit dem Buch „Total Design" liefert Mateo Kries, Chefkurator und ab 2011 Leiter des Vitra Design Museums in Weil am Rhein, eine kritische Bestandsaufnahme zur veränderten, vermeintlich zu wichtigen Rolle des Designs in der Gegenwart.Ob Seidenstrumpf, ein Schweinchen auf dem Trampolin oder das menschliche Gehirn - zu der großartigen Anthologie „Findings on Elasticity" haben Künstler und Wissenschaftler jede Menge Elastizitätsphänomene beigetragen. Dabei ist ein Sammelsurium entstanden, das den Leser an einem kreativen Gedankenfindungsprozesses teilhaben lässt.
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Immer die Nerven behalten
von Kathrin Luz
Gestaltung als Prozess lässt sich schwer darstellen. Das Buch "Design is an nervous thing", das die Projekte des "Satellite" der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste zusammenfasst, versucht es in einer Mischung aus Text und Bild. Leider geht dabei die nötige Balance verloren.Ernst Scheideggers Aufnahmen von der indischen Stadt Chandigarh dokumentieren die Realität einer Utopie im Aufbau. Bisher unveröffentlicht erscheinen die Bilder jetzt erstmals mehr als ein halbes Jahrhundert später in einem Bildband.
Der belgische Architekt Vincent Van Duysen verbindet in seinen Entwürfen reduzierte Formen mit perfekt ausgearbeiteten Details und einem besonderen Gespür für Materialien - und steht so in der besten Tradition einer eleganten Moderne. In der Monographie „Complete Works" werden seine Projekte der letzten zwei Jahrzehnte erstmals umfassend vorgestellt.
Wer hinter dem Titel „The Porsche Book" ein Buch über Autos vermutet, der irrt. Hier geht es vor allem um die Inszenierungen des Fotodesigners Frank M. Orel. Die Autos spielen nur eine Nebenrolle.
Wie die Seiten eines Buches lassen sich die in drei unterschiedlichen Farbtönen angelegten Sonnenschutzlamellen an der Fassade eines Bibliothekneubaus auf- und zufalten.
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Falls das Wetter es zulässt
von Marcel Krenz
Die Skiabfahrt im heißen Dubai, das tropische Spaßbad in Bochum oder das Einkaufserlebnis in der klimatisierten Shopping Mall in Edmonton - künstliche Wetterverhältnisse und das Ausschließen von Naturgewalten sind heute mehr denn je eine Aufgabe der Architektur. Das Fachbuch „-arium" nimmt sich diesen Herausforderungen auf ungewöhnliche Art und Weise an.Textilien, auch in Form hochtechnischer Membranen und Folien, gewinnen in der zeitgenössischen Architektur mehr und mehr an Bedeutung. Sylvie Krüger stellt die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten dem Band „Textile Architektur" vor.
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Der Blick in den doppelten Spiegel
von Thomas Wagner
Richard Avedon (1923 bis 2004) zählt zu den berühmtesten Modefotografen und Porträtisten des 20. Jahrhunderts. Im Verlag Schirmer/Mosel ist unter dem Titel „Avedon Fashion" nun ein faszinierender Bildband erschienen, der eine Auswahl seiner Modefotografien aus sechs Jahrzehnten präsentiert.News & Stories
Mit dem Rücken zur Aussicht
von Heinrich Wefing
Scheidegger & Spiess und Hochparterre würdigen den diesjährigen Pritzker-Preisträger Peter Zumthor mit einem Bildband, der weniger abbildet und dokumentiert als vielmehr seine Bauten in Ausschnitte und Details zerlegt.News & Stories
Sonnenuntergang über dem Stardust
von Claus Richter
„Learning from Las Vegas" betrachtete 1972 erstmals unvoreingenommen eine Art von Architektur, die bewusst auf Showeffekte und Symbole setzt. Kein Wunder, dass allzu seriöse Architekten bis heute die Nase rümpfen, wenn sie den Titel hören. Nun ist ein liebevoll gestalteter Bildband erschienen, der Einblicke in das Fotoarchiv gewährt, das die Grundlage von Venturis und Scott Browns Buch bildete.News & Stories
Geschichten vom Harlekin und seiner kindlich-bunten Traumwelt
von Sandra Hofmeister
Jaime Hayons neue Monografie im Gestalten VerlagNews & Stories
Keine Angst vorm schwarzen Mann
von Thomas Wagner
Früher trugen sie Anzug, weißes oder gestreiftes Hemd und Fliege. Heute tragen Architekten - und nicht nur sie - am liebsten Schwarz. Warum? Sie wissen es nicht? Ein kleines amüsantes Buch gibt nun Auskunft darüber, wie sich die Exponenten der Branche selbst darstellen - auch wenn sie Schwarz meiden.News & Stories
In 554 Seiten um die Welt
von Claudia Beckmann
Es mag Flug und Flucht zugleich sein: Mit „Flight" nimmt uns Antonia Henschel mit auf ihre Reise um die Welt. Ein Tagebuch in Bildern, das von Orten, Menschen und Dingen berichtet. Und uns das Sehen lehrt.News & Stories
Die magischen Drei
von Nancy Jehmlich
Drei Grundformen: Kreis, Dreieck, Quadrat. Eine Untersuchung in drei Bänden. Herausgegeben von dem italienischen Designer Bruno Munari. Eine Buchbesprechung.News & Stories
Die freundliche Moderne - eine Buchbesprechung
von Thomas Wagner
Mehr als eine Firmengeschichte: „Projekt Vitra 1957-2007“ - „Projekt Vitra“ ist die Selbstdarstellung einer erfolgreichen Firma. Und doch ist der Band mit seinen klugen Texten, mit den wie Familien zum Hochzeitsfoto aufgestellten Produkten, mit historischen und aktuellen Aufnahmen und Dokumenten, mehr als eine Unternehmensgeschichte.News & Stories
Miura in New York
von Daniel von Bernstorff
Ein neues Buch mit Fotographien von Florian Böhm über Konstantin Grcics Barhocker Miura setzt neue Maßstäbe in der Produktfotografie.Wie halten wir es heute, da doch alles jugendlich sein soll, eigentlich mit dem Jugendstil? Ist dieser, wie der Name verrät und Theodor Adorno schimpfte, nichts als „die in Permanenz erklärte Pubertät”? Ist er zu einer Traumwelt jenseits unserer Kastenkultur geworden? Oder kehrt er im Film wieder?
Sie ist vor Ort aufgewachsen und hat Architektur studiert. Wohl kaum jemand ist so prädestiniert, einen Architekturführer zum Goetheanum Hügel zu schreiben wie Jolanthe Kugler. Es gelingt ihr, einen systematischen Überblick über die etwa 170 Häuser der Anthroposophen Kolonie zu verfassen, der spezifische Zugang zu einzelnen Gebäuden kommt dabei jedoch etwas zu kurz.
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Möbel als veritable „Maschinen zum Denken“
von Claudia Mareis
Meist werden Möbel „nur“ hinsichtlich ihres Konzeptes, ihrer Funktion und ihrer Form betrachtet – profunde medientheoretische Betrachtungen finden sich noch selten. Das Lesebuch „Möbel als Medien“ bietet mit Beiträgen von Autoren wie Marshall McLuhan, Vilém Flusser und Mark Kingwell einen breiten Betrachtungshorizont.News & Stories
Glückssuche im Erdboden
von Markus Frenzl
Nach der Begeisterung fürs Kochen, so prognostizierten viele Trendgurus schon vor langem, sei nun der Garten dran. Doch nicht nur trendbewusste Großstädter entdecken den Schrebergarten neu, nicht nur „Guerilla Gardening" und Selbstversorgung treiben neue Blüten, der Garten verheißt wahrlich paradiesische ZuständeKreativer. Nachhaltiger. „Delicate“ – ein Buch über Essen zeigt, wie aus einem elementaren Grundbedürfnis sinnliche Hochgenüsse, politische Statements oder wilde Performances werden können. So gefällig wie kritisch demonstrieren die vorgestellten Projekte aktuelle Entwicklungen der internationalen Esskultur: mal charmant, mal sinnlich, mal grausam.
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Designklassiker im Kinderbuchformat
von Nina Reetzke
Es gibt allerlei zum Design zu erzählen, was nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder interessiert. „Farbe, Form, Orangensaft" ist eines der ersten Kinderbücher zu den Ikonen unseres Alltags.News & Stories
Das Geheimnis jenseits der entmilitarisierten Zone
von Sandra Hofmeister
Der „Architekturführer Pjöngjang" von Philipp Meuser schlüsselt die Gestaltung der nordkoranischen Hauptstadt als systematisches Kuriositätenkabinett auf und erklärt gleichzeitig die Geschichte der Stadt.News & Stories
Palaststerben
von Mathias Remmele
Den „Palast der Republik“ in Berlin gibt es nicht mehr, wohl aber Dokumentationen seines Abrisses. Christian von Steffelin hielt die Schritte der Zerstörung mit einer Kamera fest. Seine Fotos sind jetzt in einem empfehlenswerten Bildband zu begutachten.News & Stories
Inseln aus alten Flaschen und schwimmende Moscheen
von Brita Köhler
Schiffähnliche Module für Wohnraum, Naherholung und Versorgung gehen über die landläufige Vorstellung eines Hausboot-Idylls weit hinaus. In dem Buch „Float!" zeigen die beiden Holländer Koen Olthuis und David Keuning die Chancen schwimmender Bauten auf.News & Stories
Ausschneiden, Drucken, Falten
von Horant Fassbinder
Mit viel Enthusiasmus kommunizierten Architekten, Designer und Künstler in den sechziger und siebziger Jahren ihre Vorstellung von Architektur in „little magazines". Diese könnten inhaltlich und grafisch teilweise kaum gegensätzlicher sein, drücken jedoch insgesamt den Wunsch nach radikaler Erneuerung aus. Das Buch „Clip Stamp Fold" gibt einen umfassenden Einblick in diesen schillernden Teil der Architekturgeschichte.News & Stories
Leben mit der Ostmoderne
von Sandra Hofmeister
Seit 2005 fotografiert Roman Bezjak Bauten der Ostmoderne. Seine Aufnahmen dienen weniger der Dokumentation, sondern vermitteln das Gesehene alltagsnah und dennoch mit einer gewissen Distanz. Ein Bildband zeigt eine Auswahl dieser Momentaufnahmen einer ungewissen Zukunft.News & Stories
Nur die stuhlgewordene Langeweile?
von Knuth Hornbogen
Der Monobloc-Stuhl gilt als Inbegriff eines Massenprodukts. Lange abfällig betrachtet, stellen ihn in letzter Zeit eine Reihe von Designern ins Zentrum ihrer Arbeiten. Die Publikation „220°C Virus Monobloc“ beleuchtet sämtliche Facetten dieser Annäherung.News & Stories
Keine Fußnoten des Festlandes
von Thomas Wagner
Inseln sind besondere Orte. Orte der Imagination und der Sehnsucht. Das Paradies ist eine Insel, die Hölle auch, stellt Judith Schalansky fest, die einen wunderbaren „Atlas der abgelegenen Inseln" geschaffen hat, der fünfzig Inseln vorstellt, „auf denen ich nie war und niemals sein werde".News & Stories
Blicke ins Dickicht der Dinge
von Nancy Jehmlich
Astrid Korntheuer erzählt ganz besondere Geschichten. Wer ihre subtil inszenierten Fotografien betrachtet, für den scheinen sich feste Raumgrenzen aufzulösen, Innen- und Außensicht ineinander überzugehen.News & Stories
Bjarke Ingels erklärt die Welt, wie sie uns gefällt
von Sandra Hofmeister
Die Monographie „Yes is More" von Bjarke Ingels präsentiert Architekturgeschichte in Comicform. Zu Recht erhält das grafisch aufwendig gestaltete Taschenbuch dieses Jahr den Preis für die beste Architektenmonografie des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt am Main.In der zweibändigen Publikation „Die Stadt im 20. Jahrhundert. Visionen, Entwürfe, Gebautes" resümiert Vittorio Magnano Lampugnani mit beeindruckender Materialfülle und großer Ernsthaftigkeit topographische, monographische, historiografische und organisatorische Aspekte des Städtebaus.
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Ehre, wem Ehre gebührt
von Nina Reetzke
Mit seinen achthundert Seiten kommt „The Story of Eames Furniture" vielversprechend daher. Viele historische Bilder von Charles und Ray Eames, dem Eames Office und legendärer Produkte wie dem Lounge Chair erfreuen das Auge. Leider erscheint der Inhalt stellenweise designhistorisch stark durch die persönliche Sicht der Buchautoren geprägt.Das Katalogbuch „Drawing Fashion" präsentiert gezeichnete Haute Couture von 1910 bis heute. Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen von Illustratoren wie Georges Lepape, André Edourd Marty und René Bouché betören den Leser mit ihrer herausragenden Schönheit.
Der amerikanische Architekturfotograf Julius Shulman wäre in diesen Tagen hundert Jahre alt geworden. Gefördert von Richard Neutra avancierte der Autodidakt in den fünfziger Jahren innerhalb kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Architekturfotografen der Vereinigten Staaten. Bis heute fasziniert der narrative Charakter seiner Bilder, die eine Welt zwischen Realität und Fiktion beschwören.
Enrico Morteo stellt mit seinem Buch „Design-Atlas von 1850 bis heute" auf zweihundert Doppelseiten ein breites Spektrum der begehrenswerten Dinge dieser Welt vor und beleuchtet deren Entstehung, Wirkung und Hintergründe.
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Bücher, vom Tisch geräumt
von Thomas Wagner
Die Lektüre mag noch so vielversprechend erscheinen, es gibt immer mehr Bücher als man zu lesen in der Lage ist. Also bilden sich Stapel, das schlechte Gewissen wächst und das Scheitern erscheint unausweichlich. Da bleibt nur eines: Bevor die Frankfurter Buchmesse die Bücherstapel wieder anwachsen lässt, muss aufgeräumt werden.In Antonia Henschels neuem Magazin geht es um Tee, um nichts als Tee und Beutel. Um „Tea-Total" wohlgemerkt, nicht etwa um „teetotal". Von Abstinenz kann keine Rede sein.
Im Medienzeitalter müssen Rennwagen nicht nur schnell sein, sie müssen auch so aussehen und sich durch Farben, Linien, Zahlen und Logos auf der Rennstrecke unterscheiden. Dass das nicht immer so war und was grafisch besonders gelungene Exemplare auszeichnet, führt Sven Voelker in „Go Faster" trefflich vor Augen.
Gerade neu erschienen, tritt der Container Atlas den Beweis an, dass ein neues, Zeitalter für den Bau mit Containern angebrochen ist. Es folgt dem Trend nach temporären Bauten, eine Art Pop-up Architektur, die nicht mehr den Anspruch auf historische Langlebigkeit postuliert.






















































































