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Martin Visser (*1922)

10 Produkte von 1 Hersteller.
Martin Visser machte seine Ausbildung Wasserbau an der MTS. Später arbeitete er als Bauzeichner, entwarf seine ersten Möbel für einen Freund und war auf der Möbelabteilung des Warenhauses De Bijenkorf in Amsterdam tätig. Über seine Arbeit bei De Bijenkorf kam er mit der Weverij de Ploeg und ‘t Spectrum in Kontakt. 1954 wurde er von Spectrum gebeten als Designer und Leiter der Kollektionszusammenstellung beim Unternehmen tätig zu werden.

Ab Ende der 50er Jahre bestimmen die funktionellen Entwürfe von Martin Visser das Aussehen der Kollektion von ‘t Spectrum. Die Entwicklungen in der Formgebung seiner Möbel bewegt sich parallel mit dem Aussehen der Kollektion (Couch BR 02.7, Sessel SZ 01 und SZ 02, Esszimmerstühle SE 05, SE 06 und SE 07, Tisch TE 06.7).

Visser hat eine große Vorliebe für handwerklich hergestellte Möbel. Viele seiner Möbel sehen industriell gefertigt aus, sind aber zum größten Teil handwerklich hergestellt. Außerdem verlangt er seiner Technik das Äußerste ab: häufig möchte er etwas tun, was eigentlich unmöglich ist! Ein Beispiel hierfür ist, dass er die Rohre nicht biegt, sondern sägt und mit Kehlnaht schweißt. Ehrliche Materialverwendung, die klare Konstruktion und mangelnde Dekoration machen deutlich, dass Visser ein großer Bewunderer von Berlage und des Funktionalismus aus der Vorkriegszeit ist. Er möchte einfache Möbel mit möglichst wenig Material und möglichst einfachen Formen herstellen.
In den 60er Jahren wurden seine Möbel weniger straff und sahen die Möbel massiver, voluminöser wie auch komfortabler aus. Die Möbel sind dadurch auch mehr datiert.

Zwischen 1978-1983 war Visser Hauptkonservator für moderne Kunst im Museum Boymans-van Beuningen in Rotterdam. Danach begann er aber wieder mit dem Entwerfen. In seinen letzten Entwürfen verließ Visser seine Auffassungen über einfache und klare Formgebung. Das neue Werk ist viel barocker als die straffen Entwürfe, mit denen er sich einen Namen gemacht hatte. Die Inspiration holt er jetzt mehr aus der Welt der Kunst als aus der Welt der Formgebung. Der konstruktive Aspekt bleibt wichtig für ihn, aber er probiert neue Formen und neues Material wie Karton und perforierten Walzstahl aus.
Unter Einfluss seiner Ehefrau Joke van der Heijden spielt auch Farbe eine Rolle. Frau van der Heijden sogt für die Farben und dekorativen Elemente, welche die Form akzentuieren.

Außer dieser Reihe von Aktivitäten baut Visser eine wichtige Privatkollektion moderner Kunst auf.
Im Dezember 1998 wurde Martin Vissers Karriere mit dem „Oeuvreprijs voor Vormgeving" (Preis für Formgebung für sein Gesamtwerk) ausgezeichnet.
Produkte
Spectrum: SE 07 @ Stylepark
Spectrum
SE 07
Martin Visser
Spectrum: SE 05 @ Stylepark
Spectrum
SE 05
Martin Visser
Spectrum: BR 02.7 @ Stylepark
Spectrum
BR 02.7
Martin Visser
Spectrum: SE 06 @ Stylepark
Spectrum
SE 06
Martin Visser
Spectrum: SZ 03 @ Stylepark
Spectrum
SZ 03
Martin Visser
Spectrum: SZ 01 @ Stylepark
Spectrum
SZ 01
Martin Visser