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Ästhetische Erleuchtung
von Nina Reetzke | 20. Juli 2012
Es ist eine der schillernden Biografien, auf die man in der Designwelt gelegentlich stößt. Nina Yashar führt die einflussreiche Galerie Nilufar in Mailand. Geboren wird sie in den 1950er Jahren in Teheran. Als Kind zieht sie mit ihrer Familie nach Mailand, ihr Vater handelt mit Teppichen. Yashar studiert Kunstgeschichte, 1979 eröffnet sie einen eigenen Teppichladen. 1989 gründet sie ihre Galerie in der Via della Spiga, in der sie regelmäßig Ausstellungen zeigt, als erstes „La Rosa nel Tappeto” über Rosenmotive. Sie interessiert sich zunehmend für Skandinavisches Design, Klassiker der 1930er bis 1960er Jahre und aktuelles Möbel- und Interiordesign. 1999 und 2001 präsentiert sie die Ausstellung „Crossings” mit Objekten aus Indien, Skandinavien, Frankreich und Tibet. In diesem Jahr hat Yashar gleich zwei neue Unternehmungen vorgestellt: „Nilufar Storage“ veröffentlicht – ähnlich einem Archiv – Informationen zu bisherigen Projekten der Galerie, „Nilufar Unlimited“ verlegt – gleich einem kommerziellen Label – eine Auswahl an Möbeln, Leuchten und Accessoires.

Heute steht der Name Nilufar, der auf persisch „Seerose“ bedeutet, für eklektizistischen Installationen, in denen Entwürfe von Carlo Mollino neben denen von Verner Panton und Bethan Laura Wood präsentiert werden. Yashar betont immer wieder, dass sie sich von ihrer Intuition leiten lässt. Mit „persone illuminate“ bezeichnet sie Menschen, die ästhetischen Prinzipien folgen und sich dabei ständig weiterentwickeln. Sicher gehört Miuccia Prada dazu, eine ihrer ersten Kundinnen, oder Martino Gamber, den sie schon während seinem Designstudium für Projekte gewann.

Während die Galerie Nilufar bisher nur Produkte in limitierten Editionen verkaufte, bietet Nilufar Unlimited jetzt eine in Serie gefertigte Kollektion an. Der gestalterische Anspruch bleibt hoch, nach dem „Manifesto“ handelt es um eine „research platform“. Angesprochen fühlen dürften sich vor allem Connaisseure und Sammler. Für sie könnte es sich lohnen, beispielsweise folgende Preziosen in Augenschein zu nehmen – den „Postmundus Chair“ von Martino Gamber, den „Cai-Ben“ Tisch von Massimiliano Locatelli oder der Kerzenhalter „Shrine“ von Bethan Laura Wood.

unlimited.nilufar.com
„Tunisia” von Giacomo Ravagli, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
Leuchte aus Kupfer und Stahl, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
„Postmundus” von Martino Gamper, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
„Shrine” von Bethan Laura Wood, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
„Lacquered paper-pots” von Nendo, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
„Histogram” von Nucleo, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
Reinterpretion eines Thonet Bugholzstuhls, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
„Tree in the moonlight” von Michael Anastassiades, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
Blatt für Blatt mit einem 3-D-Drucker geformt, Foto © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
News & Stories › 2012 › Juli
Ästhetische Erleuchtung
von Nina Reetzke | 20. Juli 2012
Nina Yashar führt die Galerie Nilufar in Mailand, die für ihre eklektizistischen Installationen bekannt ist. Orientalische Teppiche liegen neben Möbelklassiker und werden durch Entwürfe von Jungdesignern ergänzt. Seit Kurzem gibt es unter dem Label Nilufar Unlimited eine Kollektion mit Möbeln, Leuchten und Accessoires.
Es ist eine der schillernden Biografien, auf die man in der Designwelt gelegentlich stößt. Nina Yashar führt die einflussreiche Galerie Nilufar in Mailand. Geboren wird sie in den 1950er Jahren in Teheran. Als Kind zieht sie mit ihrer Familie nach Mailand, ihr Vater handelt mit Teppichen. Yashar studiert Kunstgeschichte, 1979 eröffnet sie einen eigenen Teppichladen. 1989 gründet sie ihre Galerie in der Via della Spiga, in der sie regelmäßig Ausstellungen zeigt, als erstes „La Rosa nel Tappeto” über Rosenmotive. Sie interessiert sich zunehmend für Skandinavisches Design, Klassiker der 1930er bis 1960er Jahre und aktuelles Möbel- und Interiordesign. 1999 und 2001 präsentiert sie die Ausstellung „Crossings” mit Objekten aus Indien, Skandinavien, Frankreich und Tibet. In diesem Jahr hat Yashar gleich zwei neue Unternehmungen vorgestellt: „Nilufar Storage“ veröffentlicht – ähnlich einem Archiv – Informationen zu bisherigen Projekten der Galerie, „Nilufar Unlimited“ verlegt – gleich einem kommerziellen Label – eine Auswahl an Möbeln, Leuchten und Accessoires.

Heute steht der Name Nilufar, der auf persisch „Seerose“ bedeutet, für eklektizistischen Installationen, in denen Entwürfe von Carlo Mollino neben denen von Verner Panton und Bethan Laura Wood präsentiert werden. Yashar betont immer wieder, dass sie sich von ihrer Intuition leiten lässt. Mit „persone illuminate“ bezeichnet sie Menschen, die ästhetischen Prinzipien folgen und sich dabei ständig weiterentwickeln. Sicher gehört Miuccia Prada dazu, eine ihrer ersten Kundinnen, oder Martino Gamber, den sie schon während seinem Designstudium für Projekte gewann.

Während die Galerie Nilufar bisher nur Produkte in limitierten Editionen verkaufte, bietet Nilufar Unlimited jetzt eine in Serie gefertigte Kollektion an. Der gestalterische Anspruch bleibt hoch, nach dem „Manifesto“ handelt es um eine „research platform“. Angesprochen fühlen dürften sich vor allem Connaisseure und Sammler. Für sie könnte es sich lohnen, beispielsweise folgende Preziosen in Augenschein zu nehmen – den „Postmundus Chair“ von Martino Gamber, den „Cai-Ben“ Tisch von Massimiliano Locatelli oder der Kerzenhalter „Shrine“ von Bethan Laura Wood.

unlimited.nilufar.com