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Alles unter einem Dach
von Adeline Seidel | 10. August 2015
Wo früher Parkplätze waren, soll nun ein Ort des Austausches und der Zusammenkunft entstehen: Das neue „Forum“ der Hager Group von Sauerbruch Hutton.
Alle Fotos © Jan Bitter
Es gibt jede Menge Hotels, Bahnhöfe oder Messehallen, die ihre Gäste und Besucher nicht mit solch einem großen Vordach empfangen können wie das neue „Hager Forum“ von Sauerbruch Hutton im elsässischen Obernai. Das imposante Dach tritt dabei keineswegs auftrumpfend oder gar protzig auf, und es demonstriert auch nicht die Prosperität des Unternehmens. Trotz seiner immensen Größe erweist es sich als warmherziger und durchaus bescheidener Willkommensgruß. Bescheiden deshalb, weil die Architekten kein Aufmerksamkeit heischendes und selbstverliebtes Stahl-Glas-Gewitter entworfen haben, sondern ein solide daherkommende, Kassetten bildende Holzbinderkonstruktion, die von eher zierlich anmutenden Stützen getragen wird. Entsprechend angenehm wirkt auch der weite, unter dem Dach entstehende und von gläsernen Sheddächern beleuchtete Raum: Es ist ein angenehmer, heller Ort von überraschender Intimität.
Das Dach aus Brettschichtholz ist konstruktiv ebenso schlüssig wie elegant und verleiht dem gesamten Bau eine warme Atmosphäre.
Im Gebäude selbst, dem „Hager Forum“, soll all das zusammenfinden, was das Unternehmen heute und in Zukunft voran treibt: Es soll Unternehmenswerte repräsentieren, den Austausch fördern und Innovationen entwickeln. Bei derart ambitionierten Wunschvorstellungen überrascht es fast schon wieder, dass man das neue Hager Forum durch zwei schmale Drehtüren betritt. Dahinter setzt sich die Offenheit des Vordachs in einem weitläufigen Foyer fort, in dem zur Linken ein Café und zur Rechten der Empfang platziert wurden.

Einfach und klar strukturiert

Der Bau ist klar und einfach strukturiert: Der H-förmige Grundriss mit seinen zwei zentralen Atrien wird von zweigeschossigen Seitenriegeln flankiert. Auf insgesamt neun Metern Höhe umfasst das Gebäude neben dem Keller- und Erdgeschoss, in dem die Präsentationsflächen und Projekträume untergebracht sind, ein weiteres Stockwerk, das Büroflächen für die Unternehmensentwicklung, die Design- und Innovationsabteilung und Tagungsräume beherbergt. Die beiden Riegel sind an den beiden Enden des Gebäudes und in der Mitte über Brücken miteinander verbunden. Die mittlere Brücke, die stützenfrei 21 Meter überspannt und in Zusammenarbeit mit Werner Sobek Ingenieure entwickelt wurde, trennt den Erdgeschossbereich zudem visuell in zwei Bereiche, die für Events ebenso geeignet sind wie für Symposien und Konferenzen und Platz für 400 Personen bieten.

Sichtbar machen, was man nicht sieht

Architektonisch gefasst wird der Bau von dem konstruktiv ebenso schlüssigen wie eleganten Dachtragwerk aus Brettschichtholz. Das könnte – vereint unter einem Dach – durchaus nach platter Symbolik klingen. Doch muss man den räumlichen Kontext vor Augen haben, an dem sich das Hager Forum befindet: Ein Betriebsgelände mit funktionalen Hallen für die Produktion, einige zweckmäßige Bürogebäude und dazwischen reichlich asphaltierte Parkflächen.
In nur 21 Monaten Bauzeit wurden 5.500 Kubikmeter Beton, 700 Tonnen Stahl, 125 Kilometer Elektrokabel und 950 Kubikmeter Holz verbaut.
Die Investitionskosten lagen bei ca. 20 Millionen Euro.
In diesem pragmatischen Umfeld war der Spielraum für die Architekten von vorne herein eingeschränkt, wollte man doch eine Architektur schaffen, die sich in den Bestand einfügt, aber dennoch eine Identifikation mit dem Unternehmen und einen neuen Mittelpunkt schafft. Sauerbruch Hutton haben sich konsequent dafür entschieden, sich mit einem Bau von immerhin 108 Metern Länge und 39 Metern Breite am Bestand zu orientieren. Das ausladende Dach fungiert dabei als wichtigstes und Gebäude prägendes Merkmal: Die schmalen Holzbinder, deren Form den Kräfteverlauf nachzeichnen, ergeben ein Raster von drei auf drei Metern. Einige der Rasterfelder sind mit Sheddächern versehen, so dass sämtliche Räume des fast vierzig Meter tiefen Gebäudes mit Tageslicht versorgt werden können.

Subtile Markenarchitektur

Wer will, kann die Rasterfelder als jene Rechtecke interpretieren, die das Hager-Logo zieren. Doch findet man im Gebäude an keiner Stelle das typische „Hagerblau“, das die anderen Gebäude auf dem Firmengelände an Fensterrahmen und Gebäudekanten tragen. Im Gegenteil: Das neue Forum setzt ganz auf Transparenz und wirkt in diesem Kontext überraschend farbfrei: Sichtbeton, dunkler Steinboden, helles Holz, weiße Wände und Glas sind die vorherrschenden Materialien. Allein in den verspiegelten Paneelen an der Fassade zeigt sich ein wenig Farbe; dann nämlich, wenn sich darin die Umgebung widerspiegelt.

Am Ende sind es keine Äußerlichkeiten, mit denen Sauerbruch Hutton eine Markenarchitektur konstruieren, sondern die „Inneren Werte“: Der Bau wurde komplett mit Hager-Produkten ausgestattet, womit auf mehr als 7.000 Quadratmetern ganz subtil erfahrbar wird, welche Elektrotechnik- und Gebäudeautomationslösungen das Unternehmen anbietet. Hinzu kommt: Der Bau lässt Raum, definiert nicht alle Funktionen der einzelnen Räume. Daniel Hager, CEO der Hager Group, erklärt: „Wir wollten einen Raum, in den Innovation passieren kann“. Er habe sich immer eine Art „Filmstudio“ vorgestellt, das gerade nicht vollgepackt sei und deswegen entwicklungsfähig und für Veränderungen offen bleibe.

Hubs und Labs

Das trifft vor allem für den offenen Foyerbereich zwischen den beiden Seitenflügeln zu, der Raum für Events und Kongresse bietet. Schade ist, dass der Analogie zum Filmstudio nicht konsequenter nachgegangen wurde und man diesen Raum „The Hub“ nennt, während die Showrooms als „Labs“ bezeichnet werden. Offenbar wollte man, obwohl das Markenerlebnis „Hager“ in eine überzeugende Architektur integriert wurde, auf vermeintlich zukunftsorientierte und nach Innovation klingende Bezeichnungen nicht verzichten. Und auch nicht auf ein unterhaltsames Markenerlebnis, bei dessen Entwicklung Hager das Stuttgarter Unternehmen Milla und Partner zur Seite stand.
„The Hub“ wird der offene Bereich zwischen den Seitenflügeln genannt: Ein Treffpunkt und Ort für Konferenzen und Events.
Milla und Partner haben für die „Labs“ ein aufwendiges Edutainment-Konzept entwickelt, das Einsatzmöglichkeiten und Raffinessen der Hager-Produkte vermitteln soll. Da die Produkte zumeist zwangsläufig verborgen bleiben, braucht es nach Milla und Partner animiertes Licht, Soundeffekte und allerlei „spielerische“ Informationsvermittlung mit Hilfe aufwendiger Präsentationen. Das mag den einen oder anderen Kunden oder Endverbraucher durchaus überzeugen. Allerdings verbrauchen sich die Effekte auch schnell, besonders, wenn man zuvor in einer raumschiffartigen Inszenierungsarchitektur den Imagefilm angeschaut hat – ein echter Blockbuster unter den Imagefilmen mit reichlich Emotionalisierung, Musik, Action und Wertebekenntnissen.

In diesem Film erfährt man auch, dass die Firmengründer Oswald und Hermann Hager früher immer Champagner und Cognac aus dem Elsass mitgebracht haben, wenn sie zu Messen fuhren. Auf diese Weise lockten sie Kunden an ihren Stand und machten das damals noch junge Unternehmen bekannt. Sicher, heutzutage lässt sich mit Champagner und Cognac die Markenidentität eines global agierendes Unternehmens mit mehr als 11.000 Mitarbeitern nicht mehr vermitteln, dessen Produkte für hohe Qualität stehen und dessen Kundenbetreuung als ausgesprochen persönlich gilt. Die solide, durchdachte und überzeugende Architektur aber hätte jenseits von Messen und Events durchaus ausgereicht – ohne Zugaben wie Markeninszenierung und Edutainment-Pomp. Champagner schmeckt ohne Erdbeeren ja auch am besten.

www.sauerbruchhutton.de
www.milla.de
www.hagergroup.com


MEHR auf Stylepark:

10 Fragen an Daniel Hager and Matthias Sauerbruch: Robert Volhard sprach mit den beiden über die Anforderungen an das neue Gebäude, den Faktor Mitarbeiter und die Vorteile flexibler, offener Strukturen.
Die Hager Group schrieb 2012 einen Architekturwettbewerb aus, an dem sich Barkow Leibinger (Berlin), Jens Bothe (Hamburg), Schneider + Schumacher (Frankfurt/Main), Wandel Höfer Lorch (Saarbrücken), Lissoni Associati (Mailand) und Sauerbruch Hutton (Berlin) beteiligten. Sauerbruch Hutton überzeugten die Jury mit ihrem „unprätentiöser und gleichzeitig integral geplanten Ansatz“.
Eine Brücke von 21 Metern Spannweite verbindet die beiden Seitenflügel. Shheddächer sorgen für ausreichend Tageslicht in dem Gebäude von fast 40 Metern tiefe.
Das Café im Eingangsbereich wird sicher zum neuen Treffpunkt für Mitarbeiter, Kunden und Gäste.
Das obere Geschoss beherbergt die Büroflächen für die Unternehmensentwicklung, die Design- und Innovationsabteilung und Tagungsräume.
Im Untergeschoss, ganz klassisch an einem Zeitstrahl, erfahren die Besucher mehr über die Geschichte und die Hintergründe des Familienunternehmens.
Sichtbar machen, was man eigentlich nicht sieht: Die Stuttgarter Kommunikationsagentur Milla und Partner haben für Hager ein neues Showroom-Konzept entwickelt. Die Produkte werden nicht nur gezeigt, sondern es werden auch anschaulich und interaktiv ihre Anwendungsmöglichkeiten dargestellt.
Warum man ein Smart Home benötigt? Dass erklärt ein kleiner Besserwisser Kunden und Mitarbeitern. Die multimediale Show bietet unterschiedliche Szenen und Geschichten – und ist laut Milla und Partner erweiterbar.
Während die Architektur von Sauerbruch Hutton zurückhaltend, offen und durchdacht ist – und an sich schon ein Markenerlebnis bietet –, wurde dennoch auf einen Imagefilm mit raumschiffartiger Inszenierungsarchitektur nicht verzichtet.
Architektur › 2015 › August
Alles unter einem Dach
von Adeline Seidel | 10. August 2015
Sauerbruch Hutton haben für die Hager Group im elsässischen Obernai ein offenes „Forum“ entworfen, das die Markenwerte des Unternehmens überzeugend verkörpert.
Es gibt jede Menge Hotels, Bahnhöfe oder Messehallen, die ihre Gäste und Besucher nicht mit solch einem großen Vordach empfangen können wie das neue „Hager Forum“ von Sauerbruch Hutton im elsässischen Obernai. Das imposante Dach tritt dabei keineswegs auftrumpfend oder gar protzig auf, und es demonstriert auch nicht die Prosperität des Unternehmens. Trotz seiner immensen Größe erweist es sich als warmherziger und durchaus bescheidener Willkommensgruß. Bescheiden deshalb, weil die Architekten kein Aufmerksamkeit heischendes und selbstverliebtes Stahl-Glas-Gewitter entworfen haben, sondern ein solide daherkommende, Kassetten bildende Holzbinderkonstruktion, die von eher zierlich anmutenden Stützen getragen wird. Entsprechend angenehm wirkt auch der weite, unter dem Dach entstehende und von gläsernen Sheddächern beleuchtete Raum: Es ist ein angenehmer, heller Ort von überraschender Intimität.Im Gebäude selbst, dem „Hager Forum“, soll all das zusammenfinden, was das Unternehmen heute und in Zukunft voran treibt: Es soll Unternehmenswerte repräsentieren, den Austausch fördern und Innovationen entwickeln. Bei derart ambitionierten Wunschvorstellungen überrascht es fast schon wieder, dass man das neue Hager Forum durch zwei schmale Drehtüren betritt. Dahinter setzt sich die Offenheit des Vordachs in einem weitläufigen Foyer fort, in dem zur Linken ein Café und zur Rechten der Empfang platziert wurden.

Einfach und klar strukturiert

Der Bau ist klar und einfach strukturiert: Der H-förmige Grundriss mit seinen zwei zentralen Atrien wird von zweigeschossigen Seitenriegeln flankiert. Auf insgesamt neun Metern Höhe umfasst das Gebäude neben dem Keller- und Erdgeschoss, in dem die Präsentationsflächen und Projekträume untergebracht sind, ein weiteres Stockwerk, das Büroflächen für die Unternehmensentwicklung, die Design- und Innovationsabteilung und Tagungsräume beherbergt. Die beiden Riegel sind an den beiden Enden des Gebäudes und in der Mitte über Brücken miteinander verbunden. Die mittlere Brücke, die stützenfrei 21 Meter überspannt und in Zusammenarbeit mit Werner Sobek Ingenieure entwickelt wurde, trennt den Erdgeschossbereich zudem visuell in zwei Bereiche, die für Events ebenso geeignet sind wie für Symposien und Konferenzen und Platz für 400 Personen bieten.

Sichtbar machen, was man nicht sieht

Architektonisch gefasst wird der Bau von dem konstruktiv ebenso schlüssigen wie eleganten Dachtragwerk aus Brettschichtholz. Das könnte – vereint unter einem Dach – durchaus nach platter Symbolik klingen. Doch muss man den räumlichen Kontext vor Augen haben, an dem sich das Hager Forum befindet: Ein Betriebsgelände mit funktionalen Hallen für die Produktion, einige zweckmäßige Bürogebäude und dazwischen reichlich asphaltierte Parkflächen.
In diesem pragmatischen Umfeld war der Spielraum für die Architekten von vorne herein eingeschränkt, wollte man doch eine Architektur schaffen, die sich in den Bestand einfügt, aber dennoch eine Identifikation mit dem Unternehmen und einen neuen Mittelpunkt schafft. Sauerbruch Hutton haben sich konsequent dafür entschieden, sich mit einem Bau von immerhin 108 Metern Länge und 39 Metern Breite am Bestand zu orientieren. Das ausladende Dach fungiert dabei als wichtigstes und Gebäude prägendes Merkmal: Die schmalen Holzbinder, deren Form den Kräfteverlauf nachzeichnen, ergeben ein Raster von drei auf drei Metern. Einige der Rasterfelder sind mit Sheddächern versehen, so dass sämtliche Räume des fast vierzig Meter tiefen Gebäudes mit Tageslicht versorgt werden können.

Subtile Markenarchitektur

Wer will, kann die Rasterfelder als jene Rechtecke interpretieren, die das Hager-Logo zieren. Doch findet man im Gebäude an keiner Stelle das typische „Hagerblau“, das die anderen Gebäude auf dem Firmengelände an Fensterrahmen und Gebäudekanten tragen. Im Gegenteil: Das neue Forum setzt ganz auf Transparenz und wirkt in diesem Kontext überraschend farbfrei: Sichtbeton, dunkler Steinboden, helles Holz, weiße Wände und Glas sind die vorherrschenden Materialien. Allein in den verspiegelten Paneelen an der Fassade zeigt sich ein wenig Farbe; dann nämlich, wenn sich darin die Umgebung widerspiegelt.

Am Ende sind es keine Äußerlichkeiten, mit denen Sauerbruch Hutton eine Markenarchitektur konstruieren, sondern die „Inneren Werte“: Der Bau wurde komplett mit Hager-Produkten ausgestattet, womit auf mehr als 7.000 Quadratmetern ganz subtil erfahrbar wird, welche Elektrotechnik- und Gebäudeautomationslösungen das Unternehmen anbietet. Hinzu kommt: Der Bau lässt Raum, definiert nicht alle Funktionen der einzelnen Räume. Daniel Hager, CEO der Hager Group, erklärt: „Wir wollten einen Raum, in den Innovation passieren kann“. Er habe sich immer eine Art „Filmstudio“ vorgestellt, das gerade nicht vollgepackt sei und deswegen entwicklungsfähig und für Veränderungen offen bleibe.

Hubs und Labs

Das trifft vor allem für den offenen Foyerbereich zwischen den beiden Seitenflügeln zu, der Raum für Events und Kongresse bietet. Schade ist, dass der Analogie zum Filmstudio nicht konsequenter nachgegangen wurde und man diesen Raum „The Hub“ nennt, während die Showrooms als „Labs“ bezeichnet werden. Offenbar wollte man, obwohl das Markenerlebnis „Hager“ in eine überzeugende Architektur integriert wurde, auf vermeintlich zukunftsorientierte und nach Innovation klingende Bezeichnungen nicht verzichten. Und auch nicht auf ein unterhaltsames Markenerlebnis, bei dessen Entwicklung Hager das Stuttgarter Unternehmen Milla und Partner zur Seite stand.
Milla und Partner haben für die „Labs“ ein aufwendiges Edutainment-Konzept entwickelt, das Einsatzmöglichkeiten und Raffinessen der Hager-Produkte vermitteln soll. Da die Produkte zumeist zwangsläufig verborgen bleiben, braucht es nach Milla und Partner animiertes Licht, Soundeffekte und allerlei „spielerische“ Informationsvermittlung mit Hilfe aufwendiger Präsentationen. Das mag den einen oder anderen Kunden oder Endverbraucher durchaus überzeugen. Allerdings verbrauchen sich die Effekte auch schnell, besonders, wenn man zuvor in einer raumschiffartigen Inszenierungsarchitektur den Imagefilm angeschaut hat – ein echter Blockbuster unter den Imagefilmen mit reichlich Emotionalisierung, Musik, Action und Wertebekenntnissen.

In diesem Film erfährt man auch, dass die Firmengründer Oswald und Hermann Hager früher immer Champagner und Cognac aus dem Elsass mitgebracht haben, wenn sie zu Messen fuhren. Auf diese Weise lockten sie Kunden an ihren Stand und machten das damals noch junge Unternehmen bekannt. Sicher, heutzutage lässt sich mit Champagner und Cognac die Markenidentität eines global agierendes Unternehmens mit mehr als 11.000 Mitarbeitern nicht mehr vermitteln, dessen Produkte für hohe Qualität stehen und dessen Kundenbetreuung als ausgesprochen persönlich gilt. Die solide, durchdachte und überzeugende Architektur aber hätte jenseits von Messen und Events durchaus ausgereicht – ohne Zugaben wie Markeninszenierung und Edutainment-Pomp. Champagner schmeckt ohne Erdbeeren ja auch am besten.

www.sauerbruchhutton.de
www.milla.de
www.hagergroup.com


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