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Amerika hat seine Design-Identität verloren
von Nora Sobich | 13. Juli 2009
Stefane Barbeau und Duane Smith

So innovativ und experimentell wie Mitte des vergangenen Jahrhunderts sind Amerikas Gestalter längst nicht mehr. Aber es bewegt sich was, nicht nur in Kalifornien, New York oder Chicago: Am Rande von Bostons China Town hat das Designunternehmen „Vessel" der Kanadier Stefane Barbeau und Duane Smith seinen Hauptsitz.

Stefane Barbeau, Anfang 2000 gründeten Sie mit ihrem Partner Duane Smith das Unternehmen „Vessel". Ist Boston ein guter Ort, um kreativ zu sein?
Stefane Barbeau: Ja. Wir kamen hierher, weil wir eigentlich Ferien machen wollten und dachten sofort, es ist ein Paradies: man hat eine Großstadt und in eineinhalb Stunden ist man am Atlantik. Boston ist nach Silicon Valley der zweitwichtigste Ort für Produktdesign in den USA. Viele Leute wissen das nicht. Boston hat eine große kreative und gut gehende Industrie von „Footwear Design", zudem Medizindesign und Unterhaltungselektronik. Bei Haushaltswaren und Möbeln, also das, was wir machen, passiert allerdings nicht ganz so viel.

Eine anregende Subkultur hat Boston aber nicht...
Barbeau: Das ist der einzige Nachteil. Boston hat nicht die Ungeschliffenheit von Berlin und auch nicht die Vorreiterrolle und Energie von New York. Es ist eine Stadt, tief verwurzelt in der Geschichte, mit konservativem Lebensstil und großen Familientraditionen. Eine Art Häuserbesetzerkultur, die Kreativität erst ermöglicht, gibt es nicht.

Merkt man, dass Amerikas Bildungselite - mit Harvard und dem MIT, dem Massachusetts Institute of Technology - in der Stadt präsent ist?
Barbeau: Es gibt viele kluge Leute. Das ermöglicht es, Dinge etwas anders anzuschauen. Das Designgeschäft ist nicht so trendorientiert, sondern mehr auf Innovation und Funktion ausgerichtet.

Wie funktioniert Bostons Design-Community?
Barbeau: Vieles im Bereich des Corporate Designs findet hinter geschlossenen Türen statt. Da wir regelmäßig Ausstellungen machen, würden wir gern die Barrieren zum Corporate Design einmal durchbrechen und zum Beispiel eine Ausstellung initiieren, die Alltagsarbeiten von Bostons Corporate Designern neben ihren freien Arbeiten zeigt.

Selbstständig als Designer zu arbeiten und zudem zwei Läden zu betreiben, in denen Sie Ihre eigenen Entwürfe, aber auch europäische Designfirmen wie Authentics oder Vitra führen, scheint nicht die typische Karriere für Designer in den USA zu sein?
Barbeau: Es ist tatsächlich eher unüblich, als relativ kleine Designfirma eigene Entwürfe zu produzieren und zu verkaufen. Es ist ein Traum, aber es ist auch anstrengend. Wir verbringen heute weit weniger Zeit mit dem Entwerfen als mit dem Managen von Lieferungen, dem Cash Flow und dem Kundendienst.

Ihre wiederaufladbare Leuchte „Candela", die Sie 2002 auf den Markt brachten, war ein Riesenerfolg. Sie haben „Candela" an die New Yorker Haushaltswarenfirma Oxo verkauft. Ist es in Amerika üblich, bereits fertig entwickelte Produktlinien an Firmen zu verkaufen?
Barbeau: Gewöhnlicherweise gehen Designer auf Firmen zu, um etwas sagen wie: „Wir haben eine Idee für einen neuen Mangoschäler... ." Falls die Firmen daran interessiert sind, entwickeln die Designer den Schäler dann selbst. Designfirmen zahlen in der Regel nicht im Voraus. Designer werden prozentual am Verkauf beteiligt. Ein gutes Modell, finde ich, weil es abhängig vom Erfolg eines Produktes ist, und man dadurch auch einen engeren Kontakt zu den Endverbrauchern hat, auch wenn das Modell verlangt, dass man als Designer die Phase der Produktentwicklung selbst finanzieren muss. Früher habe ich im Bereich Design-Consulting gearbeitet, da wurde man pauschal bezahlt. Manchmal fühlte ich mich schuldig, Tausende von Dollars zu erhalten, ohne zu wissen, was aus meinem Entwurf geworden ist.

Aus welchem Grund sind Produkte der hierzulande noch immer relativ stark ausgeprägten „Arts and Crafts"-Bewegung in ihren Geschäften nicht vertreten?
Barbeau: Nein, solche Dinge würden nicht zu unserem Programm passen. Ich bezweifle auch, dass Designer glücklich wären, wenn man ihre Entwürfe als „Arts and Crafts" beschreiben würde. Viele Designer fangen so an, weil sie schlicht keine andere Möglichkeit haben. Man produziert in kleinen Stückzahlen Leuchten oder Schmuck, bis man irgendwann feststellt, dass es sich ökonomisch nicht rentiert. Ein guter Freund von uns aus Boston hat begonnen, seine Küchenmesser selbst zu produzieren und ist dann in den Massenmarkt übergewechselt, wodurch sich die Produktionskosten erheblich verringerten.

Was halten Sie von limitierten Editionen?
Barbeau: Die Idee der Einzelstücke und „Studio Pieces" hat die Grenzen des Designs noch einmal erweitert. Obwohl ich seit Jahren als Designer arbeite, habe ich immer noch keine klare Definition dafür, was Design ausmacht, außer dass es ein Prozess ist. In der Öffentlichkeit wird der Begriff auch zunehmend von Einzelhandelsunternehmen wie Target in Besitz genommen und ziemlich überbeansprucht.

Für Amerikas Giganten Target entwerfen auch Michael Graves und Philippe Starck...
Barbeau: Aber neben einem Küchengerät von Michael Grave gibt es dann auch Zahnbürsten aus China. Klar, das ist auch Design, aber Design ist nicht nur das.

Das amerikanische Design hatte schon immer eine starke Affinität zum Massenmarkt und zum Marketing. Herausragende Figuren wie Raymond Loewy oder Russel Wright gibt es heute nicht mehr. Viele Großunternehmen haben ihre Innovationskraft eingebüßt. Erfolgsgeschichten wie die von Apple stehen Trauerspielen wie dem von General Motors gegenüber. Wie sehen Sie das?
Barbeau: Ja, an einem bestimmten Punkt hat die Innovationskraft aufgehört. In den späten sechziger und frühen siebziger Jahren. Andere Länder haben Amerika in Sachen Design-Innovationen überholt...

...und auch ihr nationales Designpotenzial als wettbewerbsfähiges Marketingtool entdeckt - eine Instrumentalisierung, auf die sich Amerika besonders gut verstehen müsste?
Barbeau: Amerika hat in der Tat seine Design-Identität verloren. Gebildet hat sich diese mit Designern wie Charles Eames, Eero Saarinen und George Nelson. Ich bin kein Historiker, aber es scheint mir, dass Amerikas Großunternehmen all das in Eigenregie übernommen haben, was zuvor unter dem Namen Design als eigenständige Kultur akzeptiert und nicht nur als Verkaufsargument benutzt wurde.

Welche Rolle spielt dabei die Kluft zwischen Amerikas Begeisterung fürs Handwerk und dem geringen Interesse an experimentellem und kreativem Industriedesign?
Barbeau: Ein gutes Beispiel dafür ist tatsächlich Neuengland. Der Bewährungstest etwa für Stühle ist hier: Kann man gut darauf sitzen? Ist er bequem? Eine andere Art der Annäherung hat dagegen kaum Chancen. Das mag daran liegen, dass Amerikaner schon in der Erziehung nicht genug auf ästhetische Aspekte vorbereitet werden. Aber vor allem liegt es am ausgeprägten Bewusstsein für Praktikabilität. Gerade jetzt in der wirtschaftlichen Lage verzichten viele Leute auf Überflüssiges und fragen sich sehr genau, was sie für ihr Geld bekommen. Wenige haben Lust, etwas mehr für einen Mülleimer auszugeben, nur wegen des Designs.

In den vierziger und fünfziger Jahren spielten Firmen wie Herman Miller und Knoll eine große Rolle. Manche vermissen heute solch fördernde Designschmieden. Gibt es die noch?
Barbeau: Eine fantastische Firma ist „Blu Dot", die wirklich hilft, Amerikas Möbeltradition wiederzuerwecken.

Alice Rawsthorn begründete im New York Times Magazin den Umstand, dass es unter den internationalen Stardesignern keine Amerikaner gibt, mit der Ausbildungssituation, die in Amerika vorwiegend an Kunsthochschulen stattfindet. Haben Sie Verbindungen zur Designausbildung?
Barbeau: Ja, wir werden regelmäßig eingeladen, um Arbeiten zu kritisieren. Etwa an der Rhode Island School of Design (RISD) in Providence oder dem Mass College of Arts in Boston, das kürzlich erst seinen Namen in Mass College of Arts and Design umgeändert hat. In Boston scheint die Design-Ausbildung nicht mit dem Corporate Design Level abgestimmt, jedenfalls werben die meisten Firmen ihre Mitarbeiter von Schulen außerhalb an - etwa vom Arts Center California, aus Kanada, Europa oder dem RISD.

Ihr versteht „Vessel" als Plattform nicht nur innerhalb Bostons, sondern auch für andere Designansätze...
Barbeau: Vor einigen Jahren gründeten wir mit einigen Designern „Release 1", ein Projekt für Konzeptdesign, um Produkte zu initiieren, die ein soziales und gesellschaftliches Statement abgeben, eine Art Forum, das Designer zusammenbringt. Das werden wir in Zukunft noch mehr machen.

www.vessel.com

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Amerika hat seine Design-Identität verloren
von Nora Sobich | 13. Juli 2009
So innovativ und experimentell wie Mitte des vergangenen Jahrhunderts sind Amerikas Gestalter längst nicht mehr. Aber es bewegt sich was: In Boston hat das Designunternehmen „Vessel" seinen Hauptsitz. Ein Gespräch über amerikanische Designkarrieren und chinesische Zahnbürsten.
So innovativ und experimentell wie Mitte des vergangenen Jahrhunderts sind Amerikas Gestalter längst nicht mehr. Aber es bewegt sich was, nicht nur in Kalifornien, New York oder Chicago: Am Rande von Bostons China Town hat das Designunternehmen „Vessel" der Kanadier Stefane Barbeau und Duane Smith seinen Hauptsitz.

Stefane Barbeau, Anfang 2000 gründeten Sie mit ihrem Partner Duane Smith das Unternehmen „Vessel". Ist Boston ein guter Ort, um kreativ zu sein?
Stefane Barbeau: Ja. Wir kamen hierher, weil wir eigentlich Ferien machen wollten und dachten sofort, es ist ein Paradies: man hat eine Großstadt und in eineinhalb Stunden ist man am Atlantik. Boston ist nach Silicon Valley der zweitwichtigste Ort für Produktdesign in den USA. Viele Leute wissen das nicht. Boston hat eine große kreative und gut gehende Industrie von „Footwear Design", zudem Medizindesign und Unterhaltungselektronik. Bei Haushaltswaren und Möbeln, also das, was wir machen, passiert allerdings nicht ganz so viel.

Eine anregende Subkultur hat Boston aber nicht...
Barbeau: Das ist der einzige Nachteil. Boston hat nicht die Ungeschliffenheit von Berlin und auch nicht die Vorreiterrolle und Energie von New York. Es ist eine Stadt, tief verwurzelt in der Geschichte, mit konservativem Lebensstil und großen Familientraditionen. Eine Art Häuserbesetzerkultur, die Kreativität erst ermöglicht, gibt es nicht.

Merkt man, dass Amerikas Bildungselite - mit Harvard und dem MIT, dem Massachusetts Institute of Technology - in der Stadt präsent ist?
Barbeau: Es gibt viele kluge Leute. Das ermöglicht es, Dinge etwas anders anzuschauen. Das Designgeschäft ist nicht so trendorientiert, sondern mehr auf Innovation und Funktion ausgerichtet.

Wie funktioniert Bostons Design-Community?
Barbeau: Vieles im Bereich des Corporate Designs findet hinter geschlossenen Türen statt. Da wir regelmäßig Ausstellungen machen, würden wir gern die Barrieren zum Corporate Design einmal durchbrechen und zum Beispiel eine Ausstellung initiieren, die Alltagsarbeiten von Bostons Corporate Designern neben ihren freien Arbeiten zeigt.

Selbstständig als Designer zu arbeiten und zudem zwei Läden zu betreiben, in denen Sie Ihre eigenen Entwürfe, aber auch europäische Designfirmen wie Authentics oder Vitra führen, scheint nicht die typische Karriere für Designer in den USA zu sein?
Barbeau: Es ist tatsächlich eher unüblich, als relativ kleine Designfirma eigene Entwürfe zu produzieren und zu verkaufen. Es ist ein Traum, aber es ist auch anstrengend. Wir verbringen heute weit weniger Zeit mit dem Entwerfen als mit dem Managen von Lieferungen, dem Cash Flow und dem Kundendienst.

Ihre wiederaufladbare Leuchte „Candela", die Sie 2002 auf den Markt brachten, war ein Riesenerfolg. Sie haben „Candela" an die New Yorker Haushaltswarenfirma Oxo verkauft. Ist es in Amerika üblich, bereits fertig entwickelte Produktlinien an Firmen zu verkaufen?
Barbeau: Gewöhnlicherweise gehen Designer auf Firmen zu, um etwas sagen wie: „Wir haben eine Idee für einen neuen Mangoschäler... ." Falls die Firmen daran interessiert sind, entwickeln die Designer den Schäler dann selbst. Designfirmen zahlen in der Regel nicht im Voraus. Designer werden prozentual am Verkauf beteiligt. Ein gutes Modell, finde ich, weil es abhängig vom Erfolg eines Produktes ist, und man dadurch auch einen engeren Kontakt zu den Endverbrauchern hat, auch wenn das Modell verlangt, dass man als Designer die Phase der Produktentwicklung selbst finanzieren muss. Früher habe ich im Bereich Design-Consulting gearbeitet, da wurde man pauschal bezahlt. Manchmal fühlte ich mich schuldig, Tausende von Dollars zu erhalten, ohne zu wissen, was aus meinem Entwurf geworden ist.

Aus welchem Grund sind Produkte der hierzulande noch immer relativ stark ausgeprägten „Arts and Crafts"-Bewegung in ihren Geschäften nicht vertreten?
Barbeau: Nein, solche Dinge würden nicht zu unserem Programm passen. Ich bezweifle auch, dass Designer glücklich wären, wenn man ihre Entwürfe als „Arts and Crafts" beschreiben würde. Viele Designer fangen so an, weil sie schlicht keine andere Möglichkeit haben. Man produziert in kleinen Stückzahlen Leuchten oder Schmuck, bis man irgendwann feststellt, dass es sich ökonomisch nicht rentiert. Ein guter Freund von uns aus Boston hat begonnen, seine Küchenmesser selbst zu produzieren und ist dann in den Massenmarkt übergewechselt, wodurch sich die Produktionskosten erheblich verringerten.

Was halten Sie von limitierten Editionen?
Barbeau: Die Idee der Einzelstücke und „Studio Pieces" hat die Grenzen des Designs noch einmal erweitert. Obwohl ich seit Jahren als Designer arbeite, habe ich immer noch keine klare Definition dafür, was Design ausmacht, außer dass es ein Prozess ist. In der Öffentlichkeit wird der Begriff auch zunehmend von Einzelhandelsunternehmen wie Target in Besitz genommen und ziemlich überbeansprucht.

Für Amerikas Giganten Target entwerfen auch Michael Graves und Philippe Starck...
Barbeau: Aber neben einem Küchengerät von Michael Grave gibt es dann auch Zahnbürsten aus China. Klar, das ist auch Design, aber Design ist nicht nur das.

Das amerikanische Design hatte schon immer eine starke Affinität zum Massenmarkt und zum Marketing. Herausragende Figuren wie Raymond Loewy oder Russel Wright gibt es heute nicht mehr. Viele Großunternehmen haben ihre Innovationskraft eingebüßt. Erfolgsgeschichten wie die von Apple stehen Trauerspielen wie dem von General Motors gegenüber. Wie sehen Sie das?
Barbeau: Ja, an einem bestimmten Punkt hat die Innovationskraft aufgehört. In den späten sechziger und frühen siebziger Jahren. Andere Länder haben Amerika in Sachen Design-Innovationen überholt...

...und auch ihr nationales Designpotenzial als wettbewerbsfähiges Marketingtool entdeckt - eine Instrumentalisierung, auf die sich Amerika besonders gut verstehen müsste?
Barbeau: Amerika hat in der Tat seine Design-Identität verloren. Gebildet hat sich diese mit Designern wie Charles Eames, Eero Saarinen und George Nelson. Ich bin kein Historiker, aber es scheint mir, dass Amerikas Großunternehmen all das in Eigenregie übernommen haben, was zuvor unter dem Namen Design als eigenständige Kultur akzeptiert und nicht nur als Verkaufsargument benutzt wurde.

Welche Rolle spielt dabei die Kluft zwischen Amerikas Begeisterung fürs Handwerk und dem geringen Interesse an experimentellem und kreativem Industriedesign?
Barbeau: Ein gutes Beispiel dafür ist tatsächlich Neuengland. Der Bewährungstest etwa für Stühle ist hier: Kann man gut darauf sitzen? Ist er bequem? Eine andere Art der Annäherung hat dagegen kaum Chancen. Das mag daran liegen, dass Amerikaner schon in der Erziehung nicht genug auf ästhetische Aspekte vorbereitet werden. Aber vor allem liegt es am ausgeprägten Bewusstsein für Praktikabilität. Gerade jetzt in der wirtschaftlichen Lage verzichten viele Leute auf Überflüssiges und fragen sich sehr genau, was sie für ihr Geld bekommen. Wenige haben Lust, etwas mehr für einen Mülleimer auszugeben, nur wegen des Designs.

In den vierziger und fünfziger Jahren spielten Firmen wie Herman Miller und Knoll eine große Rolle. Manche vermissen heute solch fördernde Designschmieden. Gibt es die noch?
Barbeau: Eine fantastische Firma ist „Blu Dot", die wirklich hilft, Amerikas Möbeltradition wiederzuerwecken.

Alice Rawsthorn begründete im New York Times Magazin den Umstand, dass es unter den internationalen Stardesignern keine Amerikaner gibt, mit der Ausbildungssituation, die in Amerika vorwiegend an Kunsthochschulen stattfindet. Haben Sie Verbindungen zur Designausbildung?
Barbeau: Ja, wir werden regelmäßig eingeladen, um Arbeiten zu kritisieren. Etwa an der Rhode Island School of Design (RISD) in Providence oder dem Mass College of Arts in Boston, das kürzlich erst seinen Namen in Mass College of Arts and Design umgeändert hat. In Boston scheint die Design-Ausbildung nicht mit dem Corporate Design Level abgestimmt, jedenfalls werben die meisten Firmen ihre Mitarbeiter von Schulen außerhalb an - etwa vom Arts Center California, aus Kanada, Europa oder dem RISD.

Ihr versteht „Vessel" als Plattform nicht nur innerhalb Bostons, sondern auch für andere Designansätze...
Barbeau: Vor einigen Jahren gründeten wir mit einigen Designern „Release 1", ein Projekt für Konzeptdesign, um Produkte zu initiieren, die ein soziales und gesellschaftliches Statement abgeben, eine Art Forum, das Designer zusammenbringt. Das werden wir in Zukunft noch mehr machen.

www.vessel.com