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Spezial | das BÜro nach dem BÜro
initiiert von Evoline
An der Steckdose im Zug Freunde finden
Adeline Seidel im GesprÄch mit
mit Steffen Waldminghaus
6. November 2013
Adeline Seidel: Auch in neu gestalteten, auf flexibles Arbeiten ausgerichteten Büros ist es keineswegs selbstverständlich, überall einen Zugang zu elektrischem Strom und zu Datenleitungen zu finden. Woher kommt diese Diskrepanz zwischen flexiblen Arbeitsplätzen und starrer Infrastruktur?

Steffen Waldminghaus: Die Gründe für diese Diskrepanz sind sicherlich sehr vielfältig und das lässt sich nicht pauschal beantworten. Wir erleben es aber in unserem Alltag häufig, dass Architekten und Planer sich viele Gedanken über unterschiedliche Arbeitszonen machen und darüber nachdenken, welches Design der Tisch haben soll und wie gut die Ergonomie des Bürostuhls ist. Wie aber diese Arbeitsumgebung letztlich mit Strom und Daten versorgt wird, das wird leider nicht bedacht. Vielleicht liegt es an der „Unsichtbarkeit“ dieser „Arbeitsgrundlage“, vielleicht ist aber auch schlicht unklar, wer die Infrastruktur beim Planungsprozess bedenken sollte: der Architekt, der Büroausstatter, der Elektroplaner oder die EDV-Abteilung.


Foto © Adam Drobiec
Die Individualisierbarkeit des Arbeitsplatzes ist ein wichtiger Aspekt, der in der Planung immer größere Relevanz erhält. Wie reagieren Sie auf diese Anforderung?

Steffen Waldminghaus: Im Moment stellen wir hier zwei Entwicklungsrichtungen fest: Zum einen forcieren insbesondere Großunternehmen die Einrichtung von Standardarbeitsplätzen, die möglichst alle gleich ausgestattet sind, damit es tatsächlich vollkommen egal ist, wer an welchem Tisch arbeitet. Die Bedingungen sind überall dieselben. Das Unternehmen legt die Infrastruktur fest, die jeder Mitarbeiter benötigt. Die Kosten pro Arbeitsplatz, die bei EDV und Facility Management entstehen, sollen durch die Standardisierung reduziert werden.


Steffen Waldminghaus, Geschäftsführer von Evoline – einer Marke des Unternehmens Schulte Elektrotechnik. Fotos © Robert Volhard, Stylepark
Das beschreibt die eine Seite der Medaille. Wie aber steht es um die andere Entwicklungsrichtung, jene hin zu mehr Individualität?

Steffen Waldminghaus: Diese Entwicklung steht der Tendenz zur Standardisierung diametral gegenüber. In diesem Fall gehen die Unternehmen auf die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter an die Arbeitsumgebung ein und schaffen beispielsweise informelle Besprechungsorte, Teamarbeitsplätze und Ruhebereiche. Derart vielfältige Arbeitsorte brauchen dementsprechend auch vielfältige Lösungen, was Elektrifizierung und Dateninfrastruktur angeht. Hier sind wir natürlich mit unseren modular aufgebauten Produkten sehr stark, denn die Ausstattung kann individuell angepasst werden.


Die Büros von „Google“ heben sich durch ihre unterschiedliche Gestaltung und durch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten von der üblichen Büroorganisation ab. Wie würden Sie diese „Bürowelten“ elektrifizieren?

Steffen Waldminghaus: Ich finde es äußerst spannend, wenn Architekten Arbeitswelten gestalten, die nicht nach Arbeit aussehen. Und trotzdem ist die Versorgung mit Strom und Daten sicher auch bei Google wichtig. Damit diese Infrastruktur unsichtbar, aber möglichst flexibel ist, würden wir von Evoline vorschlagen, die Strom- und Datenkabel in einem Hohlboden mit „Evoline Consolidation Points“ zu verlegen – und die Kabel nicht in einem festen Raster anzubringen. Denn mit den „Evoline Consolidation Points“ habe ich bei einem Umbau die Möglichkeit, sehr genau und sehr frei gestalten zu können, ohne dass ein Raster mögliche Lösungen ausschließt. Der Grund dafür ist: Dieses System lässt sich einfach und schnell versetzen, der Umbau ist also unkompliziert. Das ist wichtig. Aus unseren Erfahrungen wissen wir - und die Untersuchungen des Fraunhofer Instituts bestätigen das übrigens auch: Büroraume werden selten länger als drei Jahre so genutzt, wie sie ursprünglich geplant wurden. Nach drei Jahren wird in der Regel irgendetwas in einem Büroraum verändert.


Aber nach drei Jahren verändert man doch nicht gleich ganze Räume?

Steffen Waldminghaus: Allein, wenn man aus einer Vierer-Arbeitsgruppe eine Sechser-Arbeitsgruppe macht, wenn man Einzelarbeitsplätze zu Gruppenarbeitsplätzen zusammenfasst oder Tische, die bislang einander gegenüber standen, in Reihen anordnet, so bedeutet das, dass die bisherige Struktur der Strom- und Datenversorgung nicht mehr „richtig“ platziert ist. Man muss also die gesamte Infrastruktur vom ursprünglichen Punkt aus neu verlegen. Mit einer dezentralen Elektrifizierung in einem Hohlboden – wie sie die „Evoline Consolidation Points“ bietet – erspart man sich eine aufwendige und zeitintensive Reorganisation.


Siegfried Schulte (mitte), Gründer von Schulte Elektrotechnik und Erfinder von Evoline. Foto © Schulte Elektrotechnik
In vielen Büros ist es aber weder möglich, einen Hohlboden einzubauen, noch will man die Investition in eine neue Büroausstattung tragen. Welche additiven Lösungen bieten sich hier an?

Steffen Waldminghaus: Bei Bestandsbauten ist eine gewisse Infrastruktur vorgegeben. Oft lohnt eine komplette Erneuerung und Veränderung nicht. Die Flexibilität am Arbeitsplatz kann man aber bereits durch eine optimale – und relativ einfache – Elektrifizierung des Arbeitsplatzes verbessern. Denn unsere Produkte sind individuell einsetzbare „Plug-and-Play“-Lösungen, die relativ schnell montiert und auch wieder entfernt werden können. Das gilt sowohl für die Elektrifizierung eines einzelnen Arbeitsplatzes, als auch für die Kabelführung im gesamten Büro.


Die Produkte von Evoline gehören zu „Schulte Elektrotechnik“, einem Unternehmen, das sich, so das Wirtschaftsmagazin „Brand eins“, der Sicherheit von elektrischen Geräten verschrieben hat. Wo kommt das Thema Sicherheit bei Evoline ins Spiel?

Steffen Waldminghaus: Die Qualität unserer durchdachten Produkte sorgt auf ganz unterschiedlichen Ebenen dafür, dass Stromwiderstände verringert werden. Dafür setzen wir beispielsweise versilberte Kontakte ein. Das ist nur ein indirekter Wert, aber er steht sinnbildlich für die Qualität all unserer Produkte. Große Feuer können durch unsere Produkte nicht verursacht werden, denn für unsere Steckdosen verwenden wir ausschließlich schwer entflammbaren, selbst verlöschenden Kunststoffen. Unsere Kabel und Kunststoffe sind zudem weitestgehend halogenfrei. Was das Sicherungssystem angeht, so verfolgen wir hier die Philosophie der „dezentralen Absicherung“. Das heißt, wir schützen und schalten am Verursacherort, so dass keine Kaskade von sich fortpflanzenden Fehlern entstehen kann und möglicherweise eine ganze Etage lahmgelegt wird.


Die Kompetenz eines Herstellers ermisst sich heutzutage nicht mehr allein daran, dass er solide Produkte anbietet. Immer häufiger werden aus Produzenten kompetente Dienstleister, die den Architekten bei der Planung unterstützen. Wann holt man Evoline bei einer Bauaufgabe „ins Boot“?

Steffen Waldminghaus: Wir unterstützen Architekten und Elektroplaner bei einer Bauaufgabe dabei, Konzepte zur Elektrifizierung zu entwickeln, wir begleiten den Planungsprozess und bringen dabei unser Wissen über Flexibilität in der Elektroausstattung, über dezentrale Sicherheitseinrichtungen und modulare System ein. Je früher wir mit an den Tisch geholt werden, desto besser. Die Planung als solche übernehmen wir aber nicht: Sie bleibt in der Hand des Architekten oder des Fachplaners.


Made in Germany: Alle Evoline-Produkte werden handgefertigt in Lüdenscheid. Foto © Schulte Elektrotechnik
Wir alle wissen: Heute wird nicht mehr ausschließlich im Büro gearbeitet. Bahnhöfe, Züge, Flughäfen, Cafés, ja sogar öffentliche Räume sind mittlerweile Teil unserer Arbeitskultur. Wie reagiert Evoline auf diese neuen „Bausteine“ eines Büros?

Steffen Waldminghaus: Steckdosen an Sitzgelegenheiten in Bahnhöfen und Flughäfen sind nicht immer vorhanden. Noch seltener sind gleich mehrere Anschlüsse für mehrere Nutzer. Deswegen verreist einer meiner Kollegen auch immer mit einem Evoline Plug mit Mehrfachsteckdose – zur Freude der anderen Mitreisenden. Aber das nur am Rande. Diese Orte brauchen eine gewisse Standardisierung, auf die Produkte aufbauen können. Ich denke, dass Evoline aufgrund seiner flexiblen und modularen Produkte zunehmend auch solche Orte ausstatten wird. Denn mit den modularen Systemen, die wir anbieten, können wir auf die jeweiligen Bedürfnisse Vorort eingehen – allerdings nur, wenn die Betreiber dazu bereit sind.


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Produkte
Evoline: Plug Schutzkontaktstecker @ Stylepark
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Plug Schutzkontaktstecker
Evoline: Frame Dock @ Stylepark
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Frame Dock
Evoline: Dock @ Stylepark
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Port
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Vertical
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V-Dock
News & Stories › 2013 › November
An der Steckdose im Zug Freunde finden
6. November 2013
Das Arbeiten in Büros ist heutzutage in hohem Maße abhängig von der Versorgung mit Elektrizität und dem Zugang zu Datennetzen. Adeline Seidel hat mit Steffen Waldminghaus, Geschäftsführer von „Schulte Elektrotechnik“, darüber gesprochen, wie Strom und Daten überall zugänglich gemacht und wie die flexible Arbeitswelt effizienter gestaltet werden kann.
Adeline Seidel: Auch in neu gestalteten, auf flexibles Arbeiten ausgerichteten Büros ist es keineswegs selbstverständlich, überall einen Zugang zu elektrischem Strom und zu Datenleitungen zu finden. Woher kommt diese Diskrepanz zwischen flexiblen Arbeitsplätzen und starrer Infrastruktur?

Steffen Waldminghaus: Die Gründe für diese Diskrepanz sind sicherlich sehr vielfältig und das lässt sich nicht pauschal beantworten. Wir erleben es aber in unserem Alltag häufig, dass Architekten und Planer sich viele Gedanken über unterschiedliche Arbeitszonen machen und darüber nachdenken, welches Design der Tisch haben soll und wie gut die Ergonomie des Bürostuhls ist. Wie aber diese Arbeitsumgebung letztlich mit Strom und Daten versorgt wird, das wird leider nicht bedacht. Vielleicht liegt es an der „Unsichtbarkeit“ dieser „Arbeitsgrundlage“, vielleicht ist aber auch schlicht unklar, wer die Infrastruktur beim Planungsprozess bedenken sollte: der Architekt, der Büroausstatter, der Elektroplaner oder die EDV-Abteilung.


Die Individualisierbarkeit des Arbeitsplatzes ist ein wichtiger Aspekt, der in der Planung immer größere Relevanz erhält. Wie reagieren Sie auf diese Anforderung?

Steffen Waldminghaus: Im Moment stellen wir hier zwei Entwicklungsrichtungen fest: Zum einen forcieren insbesondere Großunternehmen die Einrichtung von Standardarbeitsplätzen, die möglichst alle gleich ausgestattet sind, damit es tatsächlich vollkommen egal ist, wer an welchem Tisch arbeitet. Die Bedingungen sind überall dieselben. Das Unternehmen legt die Infrastruktur fest, die jeder Mitarbeiter benötigt. Die Kosten pro Arbeitsplatz, die bei EDV und Facility Management entstehen, sollen durch die Standardisierung reduziert werden.


Das beschreibt die eine Seite der Medaille. Wie aber steht es um die andere Entwicklungsrichtung, jene hin zu mehr Individualität?

Steffen Waldminghaus: Diese Entwicklung steht der Tendenz zur Standardisierung diametral gegenüber. In diesem Fall gehen die Unternehmen auf die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter an die Arbeitsumgebung ein und schaffen beispielsweise informelle Besprechungsorte, Teamarbeitsplätze und Ruhebereiche. Derart vielfältige Arbeitsorte brauchen dementsprechend auch vielfältige Lösungen, was Elektrifizierung und Dateninfrastruktur angeht. Hier sind wir natürlich mit unseren modular aufgebauten Produkten sehr stark, denn die Ausstattung kann individuell angepasst werden.


Die Büros von „Google“ heben sich durch ihre unterschiedliche Gestaltung und durch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten von der üblichen Büroorganisation ab. Wie würden Sie diese „Bürowelten“ elektrifizieren?

Steffen Waldminghaus: Ich finde es äußerst spannend, wenn Architekten Arbeitswelten gestalten, die nicht nach Arbeit aussehen. Und trotzdem ist die Versorgung mit Strom und Daten sicher auch bei Google wichtig. Damit diese Infrastruktur unsichtbar, aber möglichst flexibel ist, würden wir von Evoline vorschlagen, die Strom- und Datenkabel in einem Hohlboden mit „Evoline Consolidation Points“ zu verlegen – und die Kabel nicht in einem festen Raster anzubringen. Denn mit den „Evoline Consolidation Points“ habe ich bei einem Umbau die Möglichkeit, sehr genau und sehr frei gestalten zu können, ohne dass ein Raster mögliche Lösungen ausschließt. Der Grund dafür ist: Dieses System lässt sich einfach und schnell versetzen, der Umbau ist also unkompliziert. Das ist wichtig. Aus unseren Erfahrungen wissen wir - und die Untersuchungen des Fraunhofer Instituts bestätigen das übrigens auch: Büroraume werden selten länger als drei Jahre so genutzt, wie sie ursprünglich geplant wurden. Nach drei Jahren wird in der Regel irgendetwas in einem Büroraum verändert.


Aber nach drei Jahren verändert man doch nicht gleich ganze Räume?

Steffen Waldminghaus: Allein, wenn man aus einer Vierer-Arbeitsgruppe eine Sechser-Arbeitsgruppe macht, wenn man Einzelarbeitsplätze zu Gruppenarbeitsplätzen zusammenfasst oder Tische, die bislang einander gegenüber standen, in Reihen anordnet, so bedeutet das, dass die bisherige Struktur der Strom- und Datenversorgung nicht mehr „richtig“ platziert ist. Man muss also die gesamte Infrastruktur vom ursprünglichen Punkt aus neu verlegen. Mit einer dezentralen Elektrifizierung in einem Hohlboden – wie sie die „Evoline Consolidation Points“ bietet – erspart man sich eine aufwendige und zeitintensive Reorganisation.


In vielen Büros ist es aber weder möglich, einen Hohlboden einzubauen, noch will man die Investition in eine neue Büroausstattung tragen. Welche additiven Lösungen bieten sich hier an?

Steffen Waldminghaus: Bei Bestandsbauten ist eine gewisse Infrastruktur vorgegeben. Oft lohnt eine komplette Erneuerung und Veränderung nicht. Die Flexibilität am Arbeitsplatz kann man aber bereits durch eine optimale – und relativ einfache – Elektrifizierung des Arbeitsplatzes verbessern. Denn unsere Produkte sind individuell einsetzbare „Plug-and-Play“-Lösungen, die relativ schnell montiert und auch wieder entfernt werden können. Das gilt sowohl für die Elektrifizierung eines einzelnen Arbeitsplatzes, als auch für die Kabelführung im gesamten Büro.


Die Produkte von Evoline gehören zu „Schulte Elektrotechnik“, einem Unternehmen, das sich, so das Wirtschaftsmagazin „Brand eins“, der Sicherheit von elektrischen Geräten verschrieben hat. Wo kommt das Thema Sicherheit bei Evoline ins Spiel?

Steffen Waldminghaus: Die Qualität unserer durchdachten Produkte sorgt auf ganz unterschiedlichen Ebenen dafür, dass Stromwiderstände verringert werden. Dafür setzen wir beispielsweise versilberte Kontakte ein. Das ist nur ein indirekter Wert, aber er steht sinnbildlich für die Qualität all unserer Produkte. Große Feuer können durch unsere Produkte nicht verursacht werden, denn für unsere Steckdosen verwenden wir ausschließlich schwer entflammbaren, selbst verlöschenden Kunststoffen. Unsere Kabel und Kunststoffe sind zudem weitestgehend halogenfrei. Was das Sicherungssystem angeht, so verfolgen wir hier die Philosophie der „dezentralen Absicherung“. Das heißt, wir schützen und schalten am Verursacherort, so dass keine Kaskade von sich fortpflanzenden Fehlern entstehen kann und möglicherweise eine ganze Etage lahmgelegt wird.


Die Kompetenz eines Herstellers ermisst sich heutzutage nicht mehr allein daran, dass er solide Produkte anbietet. Immer häufiger werden aus Produzenten kompetente Dienstleister, die den Architekten bei der Planung unterstützen. Wann holt man Evoline bei einer Bauaufgabe „ins Boot“?

Steffen Waldminghaus: Wir unterstützen Architekten und Elektroplaner bei einer Bauaufgabe dabei, Konzepte zur Elektrifizierung zu entwickeln, wir begleiten den Planungsprozess und bringen dabei unser Wissen über Flexibilität in der Elektroausstattung, über dezentrale Sicherheitseinrichtungen und modulare System ein. Je früher wir mit an den Tisch geholt werden, desto besser. Die Planung als solche übernehmen wir aber nicht: Sie bleibt in der Hand des Architekten oder des Fachplaners.


Wir alle wissen: Heute wird nicht mehr ausschließlich im Büro gearbeitet. Bahnhöfe, Züge, Flughäfen, Cafés, ja sogar öffentliche Räume sind mittlerweile Teil unserer Arbeitskultur. Wie reagiert Evoline auf diese neuen „Bausteine“ eines Büros?

Steffen Waldminghaus: Steckdosen an Sitzgelegenheiten in Bahnhöfen und Flughäfen sind nicht immer vorhanden. Noch seltener sind gleich mehrere Anschlüsse für mehrere Nutzer. Deswegen verreist einer meiner Kollegen auch immer mit einem Evoline Plug mit Mehrfachsteckdose – zur Freude der anderen Mitreisenden. Aber das nur am Rande. Diese Orte brauchen eine gewisse Standardisierung, auf die Produkte aufbauen können. Ich denke, dass Evoline aufgrund seiner flexiblen und modularen Produkte zunehmend auch solche Orte ausstatten wird. Denn mit den modularen Systemen, die wir anbieten, können wir auf die jeweiligen Bedürfnisse Vorort eingehen – allerdings nur, wenn die Betreiber dazu bereit sind.