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Bernardino Luini
Designed by Piero Lissoni
29. März 2014
Neben all dem zeitgenössischen Design auf und um dem Salone, lohnt es sich „Bernardino e i suoi figli“ im Palazzo Reale zu besuchen und so einen Künstler zu entdecken, der zur Zeit der Renaissance in vielen Kirchen in Mailand und der Lombardei seine Spuren hinterlassen hat. „Venus“, Bernardino Luini, circa 1530. Courtesy National Gallery of Art, Washington D.C. Foto © Tiago TH/flickr creative commons
Designer und Architekten, so lässt sich leicht behaupten, lieben die Renaissance – keinesfalls nur Bauwerke, sondern auch Gemälde und Zeichnungen von Malern, vor allem solchen des Quattrocento. Denn wie sollte jemand, der sich tagtäglich mit dem Raum beschäftigt und seinen Blick auf die Dinge gern für den maßgeblichen hält, sich nicht an einer zentralperspektivischen Darstellung der Welt erfreuen?

Im Palazzo Reale, dem einen Steinwurf vom Dom gelegenen ehemaligen Königspalast und Stadtschloss Mailands, wird aus Anlass des Salone ein Künstler der Renaissance in einer Ausstellung gezeigt, deren nüchtern-kühles Ausstellungsdesign der Architekt und Designer Piero Lissoni entworfen hat. Die Werkschau unter dem Titel „Bernardino e i suoi figli“ umfasst rund 200 Gemälde, Skizzen, Skulpturen und Manuskripte des lombardischen Künstlers Bernardino Luini (1480 bis 1532) und seiner Erben.

Ganz zur ersten Garde gehört Bernardino Luini, der 1480 am Lago Maggiore geboren wurde und 1532 in Mailand gestorben ist, zwar nicht. Eine besondere Bedeutung innerhalb der Kunstgeschichte hat er aber trotzdem, weil er als Schüler Leonardo da Vincis an einigen von Leonardo signierten Gemälden mitgearbeitet und die eine oder andere Bildfindung des Meisters aufgegriffen hat. So wurde etwa sein zwischen 1527 und 1531 entstandenes und heute in den Uffizien in Florenz aufbewahrtes Gemälde „Herodias“, das deren Tochter Salome mit dem Haupt von Johannes dem Täufer zeigt, bis 1793 Leonardo zugeschrieben. Sollte Luini in Ihnen aber den Wunsch geweckt haben, nicht nur seine Werke, sondern die seines Lehrers Leonardo sehen zu wollen, dann versuchen Sie doch einfach, einen Termin für dessen berühmtes „Cenacolo“ im ehemaligen Refektorium von Santa Maria delle Grazie zu erhaschen. (tw)

Bernardino Luini e i suoi figli
Palazzo Reale
Piazza del Duomo 12, Mailand
10. April bis 13. Juli 2014
Bernardino Luinis Werke und die seiner Schüler werden im Palazzo Reale kühl und nüchtern in Szene gesetzt von Piero Lissoni. Foto © Lissoni Associati
Die Werkschau umfasst rund 200 Gemälde, Skizzen, Skulpturen und Manuskripte des lombardischen Künstlers und seiner Schüler. Foto © Lissoni Associati
„Martha und Maria Magdalena“, Bernardino Luini, 1520. Courtesy The San Diego Museum of Art. Foto © Patty Mooney/flickr creative commons
News & Stories › 2014 › März
Bernardino Luini
designed by Piero Lissoni
29. März 2014
Wer nicht nur Möbel sehen oder auf dem Dach des Doms herumspazieren möchte, der kann sich ansehen, wie Bernardino Luini gemalt hat und wie ihn Piero Lissoni ins rechte Licht rückt.
Designer und Architekten, so lässt sich leicht behaupten, lieben die Renaissance – keinesfalls nur Bauwerke, sondern auch Gemälde und Zeichnungen von Malern, vor allem solchen des Quattrocento. Denn wie sollte jemand, der sich tagtäglich mit dem Raum beschäftigt und seinen Blick auf die Dinge gern für den maßgeblichen hält, sich nicht an einer zentralperspektivischen Darstellung der Welt erfreuen?

Im Palazzo Reale, dem einen Steinwurf vom Dom gelegenen ehemaligen Königspalast und Stadtschloss Mailands, wird aus Anlass des Salone ein Künstler der Renaissance in einer Ausstellung gezeigt, deren nüchtern-kühles Ausstellungsdesign der Architekt und Designer Piero Lissoni entworfen hat. Die Werkschau unter dem Titel „Bernardino e i suoi figli“ umfasst rund 200 Gemälde, Skizzen, Skulpturen und Manuskripte des lombardischen Künstlers Bernardino Luini (1480 bis 1532) und seiner Erben.

Ganz zur ersten Garde gehört Bernardino Luini, der 1480 am Lago Maggiore geboren wurde und 1532 in Mailand gestorben ist, zwar nicht. Eine besondere Bedeutung innerhalb der Kunstgeschichte hat er aber trotzdem, weil er als Schüler Leonardo da Vincis an einigen von Leonardo signierten Gemälden mitgearbeitet und die eine oder andere Bildfindung des Meisters aufgegriffen hat. So wurde etwa sein zwischen 1527 und 1531 entstandenes und heute in den Uffizien in Florenz aufbewahrtes Gemälde „Herodias“, das deren Tochter Salome mit dem Haupt von Johannes dem Täufer zeigt, bis 1793 Leonardo zugeschrieben. Sollte Luini in Ihnen aber den Wunsch geweckt haben, nicht nur seine Werke, sondern die seines Lehrers Leonardo sehen zu wollen, dann versuchen Sie doch einfach, einen Termin für dessen berühmtes „Cenacolo“ im ehemaligen Refektorium von Santa Maria delle Grazie zu erhaschen. (tw)

Bernardino Luini e i suoi figli
Palazzo Reale
Piazza del Duomo 12, Mailand
10. April bis 13. Juli 2014