transparent_layer
db-images/cms/banner/img/l1_v369374_958_728_90-1.jpg
Blättern: First Back
von 2139 Forward End
Besseres Licht und Gebäude,
die lernen
von Thomas Geuder | 18. Februar 2014
Das wird es in diesem Jahr auch wieder geben: Die Guided Tours von world-architects. Foto © Messe Frankfurt
Beeindruckend, wie rasant sich das Terrain der Gebäudetechnologie und der Beleuchtung seit der letzten Light + Building 2012 entwickelt hat! Das Licht ist durch immer leistungsfähigere Systeme zum Bestandteil einer Gebäudetechnologie geworden, die auf „Smart Grids“ baut. Dennoch warten gerade bei dem Thema der intelligenten Gebäudeausstattung viele Fragen auf Antworten. Und so blicken Architekten, Innenarchitekten, Designer, Ingenieure und Handwerker voller Neugier auf die kommende Light + Building in Frankfurt/Main, die in diesem Jahr vom 30. März bis 4. April ihre Tore dem Fachpublikum öffnen wird. Auf den Besucher warten dort auf 240.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche über 2.300 Aussteller aus 50 Ländern mit zahlreichen Innovationen in den vier offiziellen Produktbereichen: Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie Software für das Bauwesen.

In Zukunft wird der intelligenten Vernetzung verschiedener Energiequellen, -speicher und -verbraucher eine zentrale Rolle in einer sicheren Versorgung von Gebäuden zukommen. Die angekündigten Ideen und Entwicklungen, die auf der Messe vorgestellt werden, zeigen einmal mehr, in welcher Phase des technologischen wie gesellschaftlichen Umbruchs und Umdenkens wir uns befinden, in der sich der Stellenwert von Energie, woher sie kommt und wie sie organisiert wird, deutlich verändert.

LEDs sind ein wichtiges Thema

„Explore Technology for Life – die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird“, so lautet in diesem Jahr das Leitthema, mit dem die Frankfurter Messe geschickt auf zukünftige Herausforderungen der Energieeffizienz aufmerksam machen will. Das beginnt schon im Kleinen: Die LED beansprucht wenig Platz, erzeugt im Vergleich zur Glühlampe nur wenig Wärme und besitzt eine Lebensdauer, die ein Austauschen des Leuchtmittels im Prinzip überflüssig macht. Leuchten können so mit fest installierten LEDs und darauf abgestimmten Steuerungen entwickelt werden. Durch (freilich noch etwas teure) OLEDs wird die Lichtquelle sogar vom Punkt zur Fläche und stellt so unser Verständnis einer Leuchte auf den Kopf. Es wird also spannend sein, welche gestalterischen Möglichkeiten die Designer diesmal ausschöpfen werden.

War auf der letzten Light + Building noch die LED und deren Lichtqualität eines der bestimmenden Themen, ist die kleine Diode heute fester Bestandteil der gesamten Lichtbranche. Lösungen für den häuslichen Gebrauch, die die herkömmliche Glühbirne ersetzen, waren 2012 allerdings noch rar und dafür recht teuer. Schon damals zeichnete sich jedoch ab, dass auf diesen Markt neue Anbieter etwa aus Fernost mit eigenen Produkten drängen und die Vormachtstellung der bisherigen Platzhirsche weiter ins Wanken bringen. Umso gespannter sind die Fachleute, wer seitdem am Ball geblieben ist und welche Neuigkeiten es aus Fernost geben wird.

Das noch vernetztere Haus

In den Hallen 8 bis 11 auf dem Messegelände fanden sich in den Anfangsjahren der Light + Building – die im Jahr 2000 aus der Hannover Messe heraus entstanden ist – eher eingefleischte Technik-Freaks zusammen. Doch das Thema der digitalen Vernetzung des Hauses hat stark an Präsenz gewonnen! Ganz hoch im Kurs stehen Lösungen, die eine Steuerung der gesamten Haustechnik per Mobilgerät wie Smart-Phone oder Tablet von überall aus ermöglichen. Spannend sind auch die Entwicklungen im Bereich „Smart-Metering“, das erlaubt den individuellen Energieverbrauch zu messen – und damit auch zu kontrollieren.

Eine der noch nicht hinreichend beantworteten Fragen ist die Speicherung von Strom, der von Gebäuden beispielsweise über Solarzellen gewonnen wird. Bisher geschieht das über Akkumulatoren. Vielversprechende Ansätze wie etwa „Power to Gas“, bei dem Strom in Wasserstoff oder Methan umgewandelt wird, funktionieren in der Forschung mittlerweile recht gut und können in naher Zukunft ein wichtiger Baustein in der Energieversorgung sein. Denn Wasserstoff und Methan lassen sich bestens für Kraftfahrzeuge oder zum Kochen verwenden.

Antworten auf die Speicher-Frage sucht auch die Sonderschau „Smart Powered Building – Ihr Gebäude im Smart Grid“ des Zentralverbandes für Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEH) im Freibereich zwischen den Hallen 8 bis 11. Hier werden auf dem Markt erhältliche Produkte und Komponenten aus der Photovoltaik, der Windkraft und der Kraft-Wärme-Kopplung gezeigt. Auch das sehenswerte „E-Haus“ des ZVEH in Halle 8.0 greift dieses Thema anschaulich auf.

Bei allem Drängen nach Energieeffizienz und optimalem Energiemanagement rückt aber auch der Endverbraucher auf der Light + Building wieder in den Mittelpunkt. Das beginnt bei Lichtkonzepten, die vor allem auf das indiviuelle Bedürfnis reagieren, aber auch die intuitive Steuerung aller Gebäudetechnik betreffen.


Mit der Anmutung einer italienischen „Piazza“ präsentierte sich iGuzzini 2012. Foto © samba-photography
Das Funktionsprinzip von OLEDs existiert schon lange - für die Serienherstellung sind sie aber noch zu teuer. Foto © Der Raumjournalist / Thomas Geuder
Beleuchtete Wände mit Wandleuchten von Viabizzuno. Foto © samba-photography
„Resonate“: Eine interaktive Licht- und Klanginstallation, entstanden in einer Kooperation von Studenten mehrerer Kunsthochschulen. Foto © samba-photography
Fassadengestaltung per Mobiltelefon und Projektor: Ein Projekt der Luminale von 2012 . Foto © samba-photography
Produkte
iGuzzini: Ufo @ Stylepark
iGuzzini
Ufo
Renzo Piano
Philips Lumiblade: Lumiblade Mirrorwall @ Stylepark
Philips Lumiblade
Lumiblade Mirrorwall
Philips Lumiblade: Lumiblade @ Stylepark
Philips Lumiblade
Lumiblade
iGuzzini: Yin @ Stylepark
iGuzzini
Yin
Luigi Massoni
Philips Lumiblade: Lumiblade Markerlight @ Stylepark
Philips Lumiblade
Lumiblade Markerlight
Philips Lumiblade: Lumiblade Reflections @ Stylepark
Philips Lumiblade
Lumiblade Reflections
News & Stories › 2014 › Februar
Besseres Licht und Gebäude,
die lernen
von Thomas Geuder | 18. Februar 2014
Erwartungsvoll richten Architekten, Designer und Fachplaner ihren Blick auf die diesjährige Light + Building, die vom 30. März bis zum 4. April in Frankfurt/Main stattfindet. Dieses Jahr stehen die Themen LED, das vernetzte Haus sowie die Wirkung des Lichts auf den Menschen im Fokus. Das spannende Rahmenprogramm der Luminale bietet dabei mit zahlreichen Projekten die Möglichkeit für einen Streifzug durch die Mainmetropole.
Beeindruckend, wie rasant sich das Terrain der Gebäudetechnologie und der Beleuchtung seit der letzten Light + Building 2012 entwickelt hat! Das Licht ist durch immer leistungsfähigere Systeme zum Bestandteil einer Gebäudetechnologie geworden, die auf „Smart Grids“ baut. Dennoch warten gerade bei dem Thema der intelligenten Gebäudeausstattung viele Fragen auf Antworten. Und so blicken Architekten, Innenarchitekten, Designer, Ingenieure und Handwerker voller Neugier auf die kommende Light + Building in Frankfurt/Main, die in diesem Jahr vom 30. März bis 4. April ihre Tore dem Fachpublikum öffnen wird. Auf den Besucher warten dort auf 240.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche über 2.300 Aussteller aus 50 Ländern mit zahlreichen Innovationen in den vier offiziellen Produktbereichen: Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie Software für das Bauwesen.

In Zukunft wird der intelligenten Vernetzung verschiedener Energiequellen, -speicher und -verbraucher eine zentrale Rolle in einer sicheren Versorgung von Gebäuden zukommen. Die angekündigten Ideen und Entwicklungen, die auf der Messe vorgestellt werden, zeigen einmal mehr, in welcher Phase des technologischen wie gesellschaftlichen Umbruchs und Umdenkens wir uns befinden, in der sich der Stellenwert von Energie, woher sie kommt und wie sie organisiert wird, deutlich verändert.

LEDs sind ein wichtiges Thema

„Explore Technology for Life – die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird“, so lautet in diesem Jahr das Leitthema, mit dem die Frankfurter Messe geschickt auf zukünftige Herausforderungen der Energieeffizienz aufmerksam machen will. Das beginnt schon im Kleinen: Die LED beansprucht wenig Platz, erzeugt im Vergleich zur Glühlampe nur wenig Wärme und besitzt eine Lebensdauer, die ein Austauschen des Leuchtmittels im Prinzip überflüssig macht. Leuchten können so mit fest installierten LEDs und darauf abgestimmten Steuerungen entwickelt werden. Durch (freilich noch etwas teure) OLEDs wird die Lichtquelle sogar vom Punkt zur Fläche und stellt so unser Verständnis einer Leuchte auf den Kopf. Es wird also spannend sein, welche gestalterischen Möglichkeiten die Designer diesmal ausschöpfen werden.

War auf der letzten Light + Building noch die LED und deren Lichtqualität eines der bestimmenden Themen, ist die kleine Diode heute fester Bestandteil der gesamten Lichtbranche. Lösungen für den häuslichen Gebrauch, die die herkömmliche Glühbirne ersetzen, waren 2012 allerdings noch rar und dafür recht teuer. Schon damals zeichnete sich jedoch ab, dass auf diesen Markt neue Anbieter etwa aus Fernost mit eigenen Produkten drängen und die Vormachtstellung der bisherigen Platzhirsche weiter ins Wanken bringen. Umso gespannter sind die Fachleute, wer seitdem am Ball geblieben ist und welche Neuigkeiten es aus Fernost geben wird.

Das noch vernetztere Haus

In den Hallen 8 bis 11 auf dem Messegelände fanden sich in den Anfangsjahren der Light + Building – die im Jahr 2000 aus der Hannover Messe heraus entstanden ist – eher eingefleischte Technik-Freaks zusammen. Doch das Thema der digitalen Vernetzung des Hauses hat stark an Präsenz gewonnen! Ganz hoch im Kurs stehen Lösungen, die eine Steuerung der gesamten Haustechnik per Mobilgerät wie Smart-Phone oder Tablet von überall aus ermöglichen. Spannend sind auch die Entwicklungen im Bereich „Smart-Metering“, das erlaubt den individuellen Energieverbrauch zu messen – und damit auch zu kontrollieren.

Eine der noch nicht hinreichend beantworteten Fragen ist die Speicherung von Strom, der von Gebäuden beispielsweise über Solarzellen gewonnen wird. Bisher geschieht das über Akkumulatoren. Vielversprechende Ansätze wie etwa „Power to Gas“, bei dem Strom in Wasserstoff oder Methan umgewandelt wird, funktionieren in der Forschung mittlerweile recht gut und können in naher Zukunft ein wichtiger Baustein in der Energieversorgung sein. Denn Wasserstoff und Methan lassen sich bestens für Kraftfahrzeuge oder zum Kochen verwenden.

Antworten auf die Speicher-Frage sucht auch die Sonderschau „Smart Powered Building – Ihr Gebäude im Smart Grid“ des Zentralverbandes für Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEH) im Freibereich zwischen den Hallen 8 bis 11. Hier werden auf dem Markt erhältliche Produkte und Komponenten aus der Photovoltaik, der Windkraft und der Kraft-Wärme-Kopplung gezeigt. Auch das sehenswerte „E-Haus“ des ZVEH in Halle 8.0 greift dieses Thema anschaulich auf.

Bei allem Drängen nach Energieeffizienz und optimalem Energiemanagement rückt aber auch der Endverbraucher auf der Light + Building wieder in den Mittelpunkt. Das beginnt bei Lichtkonzepten, die vor allem auf das indiviuelle Bedürfnis reagieren, aber auch die intuitive Steuerung aller Gebäudetechnik betreffen.