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Bitte ausschwärmen
von Max Schwitalla | 11. August 2014
Als Motorprotein ist Kinesin für den intrazellulären Transport von Molekülen verantwortlich.
Abbildung links © Dr. Jan Schmoranzer, Abbildung rechts © Graham Johnson, Audi Urban Future Initiative
Mobilität ist keine Erfindung der Moderne. In 3,8 Milliarden Jahren Evolution hat die Natur unverwüstliche und nachhaltige Systeme entwickelt. In der Natur ist alles immerzu in Bewegung und Menschen sind auch nicht die ersten Lebewesen, die sich mit Transportproblemen herumschlagen. Jede einzelne Zelle transportiert ständig wichtige Stoffe in winzige Bläschen verpackt quer durch unseren gesamten Körper. Ohne diesen Zelltransport wäre Leben nicht einmal denkbar.
Wenn wir uns mit dem menschlichen Nervensystem beschäftigen, dann stellen wir schnell fest, dass es darauf ausgelegt ist, auch in Zeiten großer Belastung optimal zu funktionieren. Alles passiert innerhalb von Millisekunden – Staus oder Verspätungen hätten fatale Folgen! In unserem Team versuchen wir Erkenntnisse über biologische Vorgänge zu nutzen, um unsere Verkehrssysteme smarter zu machen. Wir sind davon überzeugt, dass wir dringend die altmodische Vorstellung von einem starren Verkehrssystem, in dem Autos, U-Bahnen und Fahrstühle streng voneinander getrennt funktionieren, über Bord werfen müssen. Stattdessen brauchen wir ein flexibles „Just-in-time-System“ das sich an Vorbildern der Natur orientiert – an unserem Nervensystem oder auch an dem perfekt synchronisierten Flug riesiger Staren-Schwärme.

In unserem Team sind drei ganz unterschiedliche Disziplinen versammelt: Architektur, Biomimicry und Transit Management. Wenn wir zusammen arbeiten, dann wechseln wir ständig zwischen „Biosphäre“ und „Technosphäre“. An unserer “Wall of Excitement”, einer riesigen Pinnwand an der wir alles sammeln, was uns inspiriert, hängen Bilder von Vogelschwärmen direkt neben Design-Skizzen automatisierter Fahrzeuge.

Wir nutzen gemeinsam verschiedene Brainstorming-Techniken und führen Laborversuche durch. Wir führen wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse mit städtischen Kennzahlen und Verkehrsdaten zusammen und nutzen mathematische Methoden um den Verkehrsfluss zu optimieren. Und dann entsteht manchmal etwas Magisches: Unsere ganz unterschiedlichen Disziplinen verschmelzen momentweise zu einem neuen Denken und wir glauben fest daran, dass wir gemeinsam wirklich nachhaltige Lösungen für die Städte von morgen entwickeln können
Die DNA der Mobilität: Stellt man eine städtische Struktur ohne Gebäude dar, werden Bündelung und Fluss der Mobilität innerhalb dieses städtischen Systems deutlich.
Abbildung © Studio Schwitalla / Schindler Ltd, Audi Urban Future Initiative
Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Architekt Max Schwitalla und Neurowissenschaftler Arndt Pechstein profitieren von ihren unterschiedlichen Kenntnissen.
Foto © Alexander Herold, Audi Urban Future Initiative
Drei Kompetenzen, ein Projekt: Im Team Berlin versammeln sich Experten aus Architektur, Biomimicry und Transit Management . Foto © Alexander Herold, Audi Urban Future Initiative
News & Stories › 2014 › August
Bitte ausschwärmen
von Max Schwitalla | 11. August 2014
Team Berlin: Die Stadt als Nervensystem erfordert ein anderes Schwarmverhalten.
Mobilität ist keine Erfindung der Moderne. In 3,8 Milliarden Jahren Evolution hat die Natur unverwüstliche und nachhaltige Systeme entwickelt. In der Natur ist alles immerzu in Bewegung und Menschen sind auch nicht die ersten Lebewesen, die sich mit Transportproblemen herumschlagen. Jede einzelne Zelle transportiert ständig wichtige Stoffe in winzige Bläschen verpackt quer durch unseren gesamten Körper. Ohne diesen Zelltransport wäre Leben nicht einmal denkbar.
Wenn wir uns mit dem menschlichen Nervensystem beschäftigen, dann stellen wir schnell fest, dass es darauf ausgelegt ist, auch in Zeiten großer Belastung optimal zu funktionieren. Alles passiert innerhalb von Millisekunden – Staus oder Verspätungen hätten fatale Folgen! In unserem Team versuchen wir Erkenntnisse über biologische Vorgänge zu nutzen, um unsere Verkehrssysteme smarter zu machen. Wir sind davon überzeugt, dass wir dringend die altmodische Vorstellung von einem starren Verkehrssystem, in dem Autos, U-Bahnen und Fahrstühle streng voneinander getrennt funktionieren, über Bord werfen müssen. Stattdessen brauchen wir ein flexibles „Just-in-time-System“ das sich an Vorbildern der Natur orientiert – an unserem Nervensystem oder auch an dem perfekt synchronisierten Flug riesiger Staren-Schwärme.

In unserem Team sind drei ganz unterschiedliche Disziplinen versammelt: Architektur, Biomimicry und Transit Management. Wenn wir zusammen arbeiten, dann wechseln wir ständig zwischen „Biosphäre“ und „Technosphäre“. An unserer “Wall of Excitement”, einer riesigen Pinnwand an der wir alles sammeln, was uns inspiriert, hängen Bilder von Vogelschwärmen direkt neben Design-Skizzen automatisierter Fahrzeuge.

Wir nutzen gemeinsam verschiedene Brainstorming-Techniken und führen Laborversuche durch. Wir führen wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse mit städtischen Kennzahlen und Verkehrsdaten zusammen und nutzen mathematische Methoden um den Verkehrsfluss zu optimieren. Und dann entsteht manchmal etwas Magisches: Unsere ganz unterschiedlichen Disziplinen verschmelzen momentweise zu einem neuen Denken und wir glauben fest daran, dass wir gemeinsam wirklich nachhaltige Lösungen für die Städte von morgen entwickeln können