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Das Licht der Zukunft
von Daniel von Bernstorff | 18. November 2009
Es ist ein Zeichen mit Symbolkraft: Kurz nach der ersten Etappe bei der Abschaffung der Glühlampe am 1. September wurde in Hamburg mit der Unilever-Konzernzentrale von Behnisch Architekten das erste große Bürogebäude eröffnet, das komplett auf die Lichtquelle LED setzt. Zusammen mit der Stuttgarter Nimbus Group, einem führenden Hersteller für Allgemeinbeleuchtung im Bereich LED, und dem Hamburger Büro „Licht 01 - Lighting Design" entwickelten die Architekten ein nachhaltiges Beleuchtungskonzept, das auf den Einsatz konventioneller Leuchtmittel komplett verzichtet. Für Nimbus-Geschäftsführer Dietrich Brennenstuhl ist die Sache klar: „Wir sind davon überzeugt, dass es mittelfristig gesehen zu LED keine Alternative gibt". Die Entwickler und Architekten gehen davon aus, dass sich die bis zu dreißig Prozent höheren Anschaffungskosten von LED im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln zügig durch geringere Betriebs- und Wartungskosten amortisieren lassen. Dieses Argument überzeugte schließlich auch den Bauherrn, die Unilever-Gruppe, statt wie ursprünglich geplant nur die Arbeitsplätze mit LED zu beleuchten, einen Großauftrag für 3000 Serien- und Sonderleuchten für die gesamte Allgemeinbeleuchtung des Gebäudes zu erteilen. So sind neben 1.400 Arbeitsplatzleuchten für die Unilever-Mitarbeiter verschiedene Pendelleuchten, in die Decke integrierte Module und vier von Licht 01 zusammen mit Behnisch Architekten entwickelte riesige LED-Lichtringe für das Atrium verbaut wurden.

In Zeiten, in denen die ausgewogene Energiebilanz eines Gebäudes eine immer größere Rolle spielt, scheint sich LED als Leuchtmittel der Zukunft tatsächlich durchsetzen zu können. Inzwischen scheint es auch gelungen, die atmosphärische Qualität des LED-Lichts zu verbessern. Die Arbeitsplatz-Stehleuchten sollen den Stromverbrauch an den Arbeitsplätzen um bis zu siebzig Prozent reduzieren. Dieses gilt allerdings nur für den sogenannten „Efficiency Modus", dem direkten Licht. Bei der Zuschaltung von indirektem Licht erhöht sich der Verbrauch entsprechend, so dass mittelfristig erst die Erfahrungswerte bei der Nutzung über die genaue Energiebilanz Aufschluss geben werden.

Unstrittig scheint aber, dass sich bei verantwortungsvollem Einsatz der Stromverbrauch bei LED gegenüber konventionellen Leuchtmitteln deutlich reduzieren lässt. Der Siegeszug der LED wird sich also weiter fortsetzen.


www.nimbus-group.com
www.behnisch.com
www.licht01.de
Unilever-Konzernzentrale in Hamburg von Behnisch Architekten; Foto: Unilever
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