transparent_layer
db-images/cms/banner/img/l1_v369373_958_728_90-1.jpg
Blättern: First Back
von 2143 Forward End
Die kleinen Schalter im Kopf
von Nancy Jehmlich | 10. Dezember 2008
Sophie von Schönburg-Glauchau, Pepe García

Jordi ist montags mit kochen dran. Meistens springt er auch für jemanden ein, der gerade fehlt. Wenn er Pech hat, ist er dreimal hintereinander dran. Bei dem spanischen Designbüro CuldeSac wird jeden Tag gekocht. Mittwochs werden enge Freunde zum Essen eingeladen. Heute ist zufällig Mittwoch und wir dürfen dabei sein. In dem benachbarten Raum, der das jetzige Studio in Zukunft um mehr als das Doppelte vergrößern wird, ist eine weiße Tafel, wie ein Laufsteg, aufgebaut. Darauf wird die neue Olivenölflasche für „El mil del Poaig" präsentiert. Eine kubische Flasche aus matten, zartem Porzellan. Die Form des Ausgießers rettet jeden Tropfen des kostbaren Guts der ältesten Olivenölmanufaktur Europas zurück in die Flasche. Behutsam wird sie in eine stabile Holzkiste verpackt. Das ganze Arrangement auf der Tafel und in dem Raum mit den Gästen, die sich darum gruppieren, ehrt das Öl, das leichte, gesunde, mediterrane Essen und den Entwurf.
Danach sprachen wir mit Pepe García, einer der Gründer von CuldeSac, und Sophie von Schönburg-Glauchau.

Was bedeutet CuldeSac und warum nennt ihr euch so?
Pepe García: Der erste Ort, den wir für unser Büro mieten wollten, war in einer Sackgasse. Letztendlich nahmen wir ihn nicht, aber er inspirierte uns für unseren Namen. Nachdem wir in London studiert haben, gewöhnten wir uns an den Begriff und wir mochten, dass die Bedeutung und das Wort in vielen Sprachen gleich sind.

Was meint ihr, wie sieht die Zukunft des zeitgenössischen Designs aus? Führt das zeitgenössische Design in eine „Sackgasse"?
García: Nicht wirklich. Ich denke, dass Design blüht gerade.
Ich glaube, dass in einem großen Ausmaß Architektur die Quelle unserer Inspiration ist. Architekten führen in technologischen Fragen die Designwelt an. Wir sehen Architektur als ein Produkt. Meiner Meinung nach schwinden die Grenzen zwischen Architektur und Design.

Seht ihr ähnliche Tendenzen in Kunst und Design?
García: Könnte sein. Es ist nur die Frage, welche Aussage du mit der Arbeit treffen willst. Kunst hat nichts mit dem Menschen zu tun. Die Kunst von irgendjemand ist nur ein Ausdruck seines Selbst. Du musst sie nicht benutzen. Kunst und Design ist in meinen Augen etwas völlig unterschiedliches. Aber es gibt Designer, die dazwischen liegen, die von einer Seite zur anderen springen, so dass du nicht wirklich weißt, ob er ein Designer oder Künstler ist. Es gibt diese Leute, die Divas, die mit Design zu tun haben und mit den Medien und all diesen Dingen. Aber es liegt an dir, welche Art von Designer du sein möchtest. Wenn Kunst auf Design trifft, entsteht nur eine Luftblase, es ist keine längerfristige Option. Doch nun haben Designer bemerkt, dass man in einer Auktion oder in einer Gallerie mehr Geld verdienen kann als in einem Laden. Am Ende dreht sich alles ums Geld.

Ihr seid ein internationales Team mit siebzehn Leuten. Wie habt ihr euch gefunden?
García: CuldeSac ist jetzt sechs Jahre alt. Wir begannen mit gerade mal drei Leuten. Einer ist nicht mehr dabei. Nach vier Jahren gründeten wir CuldeSac-Communications für Grafik, Werbung, Brandings und so weiter. Die Communications-Leute trafen wir in Valencia, wir haben hier zusammen studiert. Ein Jahr später trafen wir Sophie und Garen, die wir von verschiedenen Unternehmen kannten.
Sophie von Schönburg-Glauchau: Wir haben ein Projekt zusammen gemacht. Sie waren die Designer und ich war auf der anderen Seite tätig.
García: Als Klient war sie ziemlich hart.
von Schönburg-Glauchau: Das ist wohl der Grund warum ihr mich auf eurer Seite haben wolltet.
García: Ja, es geht um Energie. Wir haben eine Vision davon, wo wir hin wollen und wir haben festgestellt, dass man da nicht allein hingehen kann. Deswegen gründeten wir eine Gruppe. Es ist eigenartig, manchmal schaust du nicht gezielt nach neuen Leuten, sie kommen einfach. Manchmal läuft es, manchmal nicht.
von Schönburg-Glauchau: Ich denke, CuldeSac ist für viele Leute die Gelegenheit zu bekommen um auszuprobieren. Und CuldeSac ist sehr speziell. Es ist eine Art geschlossener Gruppe. Zurzeit sind wir am internationalsten besetzt. Hier arbeiten Leute aus Kolumbien, aus Tschechien, aus den USA, aus Deutschland und natürlich aus Spanien. Es ist schön, weil viele verschiedene Denkansätze einfließen.
García: CuldeSac ist ein Ort, an dem Leute kommen und gehen. Wir pflegen eine ziemlich persönliche Beziehung zu den Leuten, es ist wie eine Familie.

CuldeSac betreut drei Bereiche: Kreativraum, Kommunikation und Experience. Sophie, Du betreibst den Bereich "Experience". Kannst Du erklären, was das bedeutet und wie ein Projekt entwickelt wird?
Von Schönburg-Glauchau: Im Laufe der Geschichte von CuldeSac gab es eine wachsende Nachfrage seitens der Klienten nach einfallsreichen Installationen, Launches und Ausstellung, die mehr als nur das Produkt präsentieren. Sie suchten vielmehr eigentlich einen Weg, Erlebnisse durch konzeptuelle Events zu kommunizieren.
Ein gutes Beispiel ist unser Projekt für die spanische Farbenfirma Valentine. Es geht darum, dass Produkt aus den Kontext zu nehmen.
Farbe ist traditionell ein Industrieprodukt, aber wir zeigten es in einem eleganten Rahmen. Wir wollten eine Gesprächssituation schaffen: „A dinner I'd like to go to..." Zehn historische Figuren werden durch den Klang ihrer Stimmen lebendig, die auf geheimnisvolle Weise aus den Tiefen der Farbtöpfe kommen. Die Konversation entwickelt sich auf unvorhersehbare Weise und schafft eine Atmosphäre, die einem wahren Gespräch am Tisch gleicht. Das Ziel dieses Szenarios war die neuen saisonalen Farbtrends von Valentine vorzustellen und eine starke visuelle Wirkung zu erreichen.
García: Der entscheidende Unterschied ist, dass jetzt die Valentine Farben mit Gefühlen verbunden werden, die völlig unterschiedlich zu denen sind bevor man die Ausstellung besucht hat. Es geht nur darum, woran sich die Leute erinnern und worüber die Leute reden werden, wenn sie ein Gebäude oder was auch immer verlassen. Darum versuchen wir immer die kleinen Schalter im Kopf umzulegen, eine Verbindung zum Kopf herzustellen, damit sie sich wirklich an das Erlebte erinnern.
Von Schönburg-Glauchau: Wenn du auf der Firmenseite arbeitest, musst du aus so vielen Produkten, die wirklich gut sind, einige auswählen und sie mit dem Verbraucher auf einer sehr persönlichen Ebene verbinden. Deswegen kam ich zu CuldeSac, sie wollen etwas anderes. Wenn du eine gewöhnliche Präsentation haben willst, die jeder machen kann, dann sind wir nicht die Richtigen.

Für Lladró habt ihr „Re-cyclos" gemacht...
Von Schönburg-Glauchau: Re-cyclos ist ein Projekt, das Lladró mit CuldeSac eingeführt hat. CuldeSac waren die, die die komplette Identität von Re-cyclos entwickelten, die darauf basiert überlagerte Produkte zu benutzen und ihnen eine neue Bedeutung zu geben. In unserem Fall waren es Weihnachtsglocken. Lladró kam zu CuldeSac und fragte: „Was könnt ihr damit anfangen?" „Alles was ihr wollt", war unsere Antwort. So kamen wir zusammen. Ich war richtig erstaunt, denn es war das erste Mal, dass Lladró seine Türen in Richtung Design öffnete. Sie haben wirklich hart daran gearbeitet sich selbst zu positionieren.
Re-cyclos berührt den Geist der Menschen, weil es kein modernes Produkt ist, aber ein klassisches neu interpretiert. Das erste Mal präsentierten wir es in einer theatralischen Kulisse, es war wie bei einem klassischen Produkt. Das Projekt wurde dann jährlich mit verschiedenen Designern und unterschiedlichen Produkten fortgesetzt.
Danach ging das Projekt weiter, mit jährlich wechselnden Designern, die verschiedene Produkte entwickeln.
García: Wir arbeiteten ein ganzes Jahr mit Lladró, es war gorßartig, sie nahmen uns überall mit. Es war so schön mit diesem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Wir verwirklichten ein Projekt, das niemand zuvor gemacht hatte.

Haben eure Entwürfe eine Botschaft?
Von Schönburg-Glauchau: In gewisser Hinsicht ist es "Experience".
García: Ich denke, es ist, dass wir hinter jedem Projekt ein sehr strenges Konzept stehen haben. Wir sind wirklich äußerst kritisch mit unseren Konzepten. Bei CuldeSac zu sein kann sehr nett sein, aber oft hat man auch Kopfschmerzen.

Lebt ihr eure Träume?
Von Schönburg-Glauchau: Auf jeden Fall. Ich denke, wir arbeiten hier sehr intensiv. Gleichzeitg haben wir auch die Chance an so vielen kreativen und verschiedenen Projekten zu arbeiten. Wir sind nicht spezialisiert auf irgendwas, wir machen alles Mögliche. Gerade haben wir ein Projekt für ein Keramikunternehmen in Dubai abgeschlossen, für den neuen Justizcampus in Madrid machen wir die komplette Corporate Identity, für den nächsten Mailänder Salone bereiten wir eine Serie von neuen Produkten vor. Wir arbeiten gerade an vielen Projekten zugleich.
García: Ich fühle die gleiche Energie als wir mit CuldeSac begannen. Es ist das gleiche, starke Gefühl. Bei allem, was du tust, kannst du eine Leidenschaft spüren und nach sechs Jahren sind wir immer noch Feuer und Flamme.

www.culdesac.es

Re-cyclos für Lladró
Re-cyclos für Lladró
Installation für Valentine
Installation für Valentine
Olivenölflasche El mil del Poaig
Olivenölflasche El mil del Poaig
Launch der Olivenölflasche El mil del Poaig
Launch der Olivenölflasche El mil del Poaig
News & Stories › 2008 › Dezember
Die kleinen Schalter im Kopf
von Nancy Jehmlich | 10. Dezember 2008
Sie stecken alles andere als in einer kreativen Sackgasse. CuldeSac, ein siebzehnköpfiges Designbüro aus Valencia, arbeitet an verschiedenen interdisziplinären Projekten, einzelnen Produkten und der Ausarbeitung kompletter Gestaltungskonzepte zugleich. Und dafür wird es zukünftig auch noch mehr Platz geben. Wir besuchten CuldeSac in ihrem alten und neuen Studio.
Jordi ist montags mit kochen dran. Meistens springt er auch für jemanden ein, der gerade fehlt. Wenn er Pech hat, ist er dreimal hintereinander dran. Bei dem spanischen Designbüro CuldeSac wird jeden Tag gekocht. Mittwochs werden enge Freunde zum Essen eingeladen. Heute ist zufällig Mittwoch und wir dürfen dabei sein. In dem benachbarten Raum, der das jetzige Studio in Zukunft um mehr als das Doppelte vergrößern wird, ist eine weiße Tafel, wie ein Laufsteg, aufgebaut. Darauf wird die neue Olivenölflasche für „El mil del Poaig" präsentiert. Eine kubische Flasche aus matten, zartem Porzellan. Die Form des Ausgießers rettet jeden Tropfen des kostbaren Guts der ältesten Olivenölmanufaktur Europas zurück in die Flasche. Behutsam wird sie in eine stabile Holzkiste verpackt. Das ganze Arrangement auf der Tafel und in dem Raum mit den Gästen, die sich darum gruppieren, ehrt das Öl, das leichte, gesunde, mediterrane Essen und den Entwurf.
Danach sprachen wir mit Pepe García, einer der Gründer von CuldeSac, und Sophie von Schönburg-Glauchau.

Was bedeutet CuldeSac und warum nennt ihr euch so?
Pepe García: Der erste Ort, den wir für unser Büro mieten wollten, war in einer Sackgasse. Letztendlich nahmen wir ihn nicht, aber er inspirierte uns für unseren Namen. Nachdem wir in London studiert haben, gewöhnten wir uns an den Begriff und wir mochten, dass die Bedeutung und das Wort in vielen Sprachen gleich sind.

Was meint ihr, wie sieht die Zukunft des zeitgenössischen Designs aus? Führt das zeitgenössische Design in eine „Sackgasse"?
García: Nicht wirklich. Ich denke, dass Design blüht gerade.
Ich glaube, dass in einem großen Ausmaß Architektur die Quelle unserer Inspiration ist. Architekten führen in technologischen Fragen die Designwelt an. Wir sehen Architektur als ein Produkt. Meiner Meinung nach schwinden die Grenzen zwischen Architektur und Design.

Seht ihr ähnliche Tendenzen in Kunst und Design?
García: Könnte sein. Es ist nur die Frage, welche Aussage du mit der Arbeit treffen willst. Kunst hat nichts mit dem Menschen zu tun. Die Kunst von irgendjemand ist nur ein Ausdruck seines Selbst. Du musst sie nicht benutzen. Kunst und Design ist in meinen Augen etwas völlig unterschiedliches. Aber es gibt Designer, die dazwischen liegen, die von einer Seite zur anderen springen, so dass du nicht wirklich weißt, ob er ein Designer oder Künstler ist. Es gibt diese Leute, die Divas, die mit Design zu tun haben und mit den Medien und all diesen Dingen. Aber es liegt an dir, welche Art von Designer du sein möchtest. Wenn Kunst auf Design trifft, entsteht nur eine Luftblase, es ist keine längerfristige Option. Doch nun haben Designer bemerkt, dass man in einer Auktion oder in einer Gallerie mehr Geld verdienen kann als in einem Laden. Am Ende dreht sich alles ums Geld.

Ihr seid ein internationales Team mit siebzehn Leuten. Wie habt ihr euch gefunden?
García: CuldeSac ist jetzt sechs Jahre alt. Wir begannen mit gerade mal drei Leuten. Einer ist nicht mehr dabei. Nach vier Jahren gründeten wir CuldeSac-Communications für Grafik, Werbung, Brandings und so weiter. Die Communications-Leute trafen wir in Valencia, wir haben hier zusammen studiert. Ein Jahr später trafen wir Sophie und Garen, die wir von verschiedenen Unternehmen kannten.
Sophie von Schönburg-Glauchau: Wir haben ein Projekt zusammen gemacht. Sie waren die Designer und ich war auf der anderen Seite tätig.
García: Als Klient war sie ziemlich hart.
von Schönburg-Glauchau: Das ist wohl der Grund warum ihr mich auf eurer Seite haben wolltet.
García: Ja, es geht um Energie. Wir haben eine Vision davon, wo wir hin wollen und wir haben festgestellt, dass man da nicht allein hingehen kann. Deswegen gründeten wir eine Gruppe. Es ist eigenartig, manchmal schaust du nicht gezielt nach neuen Leuten, sie kommen einfach. Manchmal läuft es, manchmal nicht.
von Schönburg-Glauchau: Ich denke, CuldeSac ist für viele Leute die Gelegenheit zu bekommen um auszuprobieren. Und CuldeSac ist sehr speziell. Es ist eine Art geschlossener Gruppe. Zurzeit sind wir am internationalsten besetzt. Hier arbeiten Leute aus Kolumbien, aus Tschechien, aus den USA, aus Deutschland und natürlich aus Spanien. Es ist schön, weil viele verschiedene Denkansätze einfließen.
García: CuldeSac ist ein Ort, an dem Leute kommen und gehen. Wir pflegen eine ziemlich persönliche Beziehung zu den Leuten, es ist wie eine Familie.

CuldeSac betreut drei Bereiche: Kreativraum, Kommunikation und Experience. Sophie, Du betreibst den Bereich "Experience". Kannst Du erklären, was das bedeutet und wie ein Projekt entwickelt wird?
Von Schönburg-Glauchau: Im Laufe der Geschichte von CuldeSac gab es eine wachsende Nachfrage seitens der Klienten nach einfallsreichen Installationen, Launches und Ausstellung, die mehr als nur das Produkt präsentieren. Sie suchten vielmehr eigentlich einen Weg, Erlebnisse durch konzeptuelle Events zu kommunizieren.
Ein gutes Beispiel ist unser Projekt für die spanische Farbenfirma Valentine. Es geht darum, dass Produkt aus den Kontext zu nehmen.
Farbe ist traditionell ein Industrieprodukt, aber wir zeigten es in einem eleganten Rahmen. Wir wollten eine Gesprächssituation schaffen: „A dinner I'd like to go to..." Zehn historische Figuren werden durch den Klang ihrer Stimmen lebendig, die auf geheimnisvolle Weise aus den Tiefen der Farbtöpfe kommen. Die Konversation entwickelt sich auf unvorhersehbare Weise und schafft eine Atmosphäre, die einem wahren Gespräch am Tisch gleicht. Das Ziel dieses Szenarios war die neuen saisonalen Farbtrends von Valentine vorzustellen und eine starke visuelle Wirkung zu erreichen.
García: Der entscheidende Unterschied ist, dass jetzt die Valentine Farben mit Gefühlen verbunden werden, die völlig unterschiedlich zu denen sind bevor man die Ausstellung besucht hat. Es geht nur darum, woran sich die Leute erinnern und worüber die Leute reden werden, wenn sie ein Gebäude oder was auch immer verlassen. Darum versuchen wir immer die kleinen Schalter im Kopf umzulegen, eine Verbindung zum Kopf herzustellen, damit sie sich wirklich an das Erlebte erinnern.
Von Schönburg-Glauchau: Wenn du auf der Firmenseite arbeitest, musst du aus so vielen Produkten, die wirklich gut sind, einige auswählen und sie mit dem Verbraucher auf einer sehr persönlichen Ebene verbinden. Deswegen kam ich zu CuldeSac, sie wollen etwas anderes. Wenn du eine gewöhnliche Präsentation haben willst, die jeder machen kann, dann sind wir nicht die Richtigen.

Für Lladró habt ihr „Re-cyclos" gemacht...
Von Schönburg-Glauchau: Re-cyclos ist ein Projekt, das Lladró mit CuldeSac eingeführt hat. CuldeSac waren die, die die komplette Identität von Re-cyclos entwickelten, die darauf basiert überlagerte Produkte zu benutzen und ihnen eine neue Bedeutung zu geben. In unserem Fall waren es Weihnachtsglocken. Lladró kam zu CuldeSac und fragte: „Was könnt ihr damit anfangen?" „Alles was ihr wollt", war unsere Antwort. So kamen wir zusammen. Ich war richtig erstaunt, denn es war das erste Mal, dass Lladró seine Türen in Richtung Design öffnete. Sie haben wirklich hart daran gearbeitet sich selbst zu positionieren.
Re-cyclos berührt den Geist der Menschen, weil es kein modernes Produkt ist, aber ein klassisches neu interpretiert. Das erste Mal präsentierten wir es in einer theatralischen Kulisse, es war wie bei einem klassischen Produkt. Das Projekt wurde dann jährlich mit verschiedenen Designern und unterschiedlichen Produkten fortgesetzt.
Danach ging das Projekt weiter, mit jährlich wechselnden Designern, die verschiedene Produkte entwickeln.
García: Wir arbeiteten ein ganzes Jahr mit Lladró, es war gorßartig, sie nahmen uns überall mit. Es war so schön mit diesem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Wir verwirklichten ein Projekt, das niemand zuvor gemacht hatte.

Haben eure Entwürfe eine Botschaft?
Von Schönburg-Glauchau: In gewisser Hinsicht ist es "Experience".
García: Ich denke, es ist, dass wir hinter jedem Projekt ein sehr strenges Konzept stehen haben. Wir sind wirklich äußerst kritisch mit unseren Konzepten. Bei CuldeSac zu sein kann sehr nett sein, aber oft hat man auch Kopfschmerzen.

Lebt ihr eure Träume?
Von Schönburg-Glauchau: Auf jeden Fall. Ich denke, wir arbeiten hier sehr intensiv. Gleichzeitg haben wir auch die Chance an so vielen kreativen und verschiedenen Projekten zu arbeiten. Wir sind nicht spezialisiert auf irgendwas, wir machen alles Mögliche. Gerade haben wir ein Projekt für ein Keramikunternehmen in Dubai abgeschlossen, für den neuen Justizcampus in Madrid machen wir die komplette Corporate Identity, für den nächsten Mailänder Salone bereiten wir eine Serie von neuen Produkten vor. Wir arbeiten gerade an vielen Projekten zugleich.
García: Ich fühle die gleiche Energie als wir mit CuldeSac begannen. Es ist das gleiche, starke Gefühl. Bei allem, was du tust, kannst du eine Leidenschaft spüren und nach sechs Jahren sind wir immer noch Feuer und Flamme.

www.culdesac.es