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Ins Häuschen damit
„Cabin“ von Michele De Lucchi für Alessi
4. April 2016
Fotos © Alessi
Wer nicht weiß, wohin mit Briefen, Stiften, Fotos oder Knöpfen, hier finden die Dinge ein würdiges Zuhause.
Seit über zehn Jahren sägt und bastelt Michele De Lucchi – gern mit der Motorsäge – grobe oder feine, schiefe oder gerade, schlanke oder dicke, offene oder verschlossene kleine Häuschen, die eigentlich Skulpturen sind. Dabei geht es ihm weniger ums Bauen als ums Denken. Alle diese „maßstabslosen Architekturen“ haben, sagt er selbst, „vier Fassaden und ein Giebeldach, an dem der Regen ablaufen kann. Es gibt keine Türen oder Fenster. In ihnen zu wohnen wäre unmöglich. Und doch sind sie schön, gerade weil sie nicht zum Bauen gedacht, sondern Reflexionen über das Wohnen sind.“

Der Wunsch, Holz von Hand zu formen, kam dem Architekten ursprünglich beim Spitzen eines Bleistifts mit dem Taschenmesser. „Ich habe mich“, so De Lucchi, „von der ruhigen Leichtigkeit des Bleistifts zur lärmenden Grobheit der Motorsäge begeben, ohne jedoch meine Bemühung aufzugeben, das Holz, so wie Papier, sanft zu behandeln. Die Ergebnisse sind manchmal zufällig, aber sie entstehen nie durch automatisierte Bewegungsabläufe.“

Nun hat De Lucchi aus dem Geist dieser kleinen Häuschen eine Schatulle gestaltet. Wie schon bei seinem Tablett „Quattro muri e due case“ (das tatsächlich im Kleinen aus vier Mauern und zwei Häuser einen umfriedeten Bezirk schafft), besteht auch „Cabin“ aus Bambusholz, einem Material, das mit der Zeit immer mehr an Charakter gewinnt, im Gebrauch immer schöner wird. In diesem kleinen, soliden Häuschen findet alles Platz, was nicht einfach irgendwo herumliegen, sondern bewusst aufbewahrt werden soll, wonach wir nicht lange suchen wollen oder was uns besonders am Herzen liegt: Briefe, Postkarten und Stifte, aber auch Knöpfe, Kochrezepte oder Schmuck, Notizbücher oder Anstecknadeln, Fotos oder Bastelmaterialien. „Cabin“ misst 32,7 mal 24,7 mal 12,5 Zentimeter, erweist sich also als geräumig, ohne sperrig zu wirken. Es stimmt also, wenn De Lucchi sagt: „Häuser bewahren vieles, was sehr wertvoll ist; sie beschützen unsere Lieben, unsere Geschichten und unsere Geheimnisse. Sie sind die Behältnisse unseres Lebens, wie diese kleine Kiste von Alessi.“ (tw)

www.alessi.it
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Ins Häuschen damit
4. April 2016
„Cabin“ von Michele De Lucchi für Alessi

Wer nicht weiß, wohin mit Briefen, Stiften, Fotos oder Knöpfen, hier finden die Dinge ein würdiges Zuhause.
Seit über zehn Jahren sägt und bastelt Michele De Lucchi – gern mit der Motorsäge – grobe oder feine, schiefe oder gerade, schlanke oder dicke, offene oder verschlossene kleine Häuschen, die eigentlich Skulpturen sind. Dabei geht es ihm weniger ums Bauen als ums Denken. Alle diese „maßstabslosen Architekturen“ haben, sagt er selbst, „vier Fassaden und ein Giebeldach, an dem der Regen ablaufen kann. Es gibt keine Türen oder Fenster. In ihnen zu wohnen wäre unmöglich. Und doch sind sie schön, gerade weil sie nicht zum Bauen gedacht, sondern Reflexionen über das Wohnen sind.“

Der Wunsch, Holz von Hand zu formen, kam dem Architekten ursprünglich beim Spitzen eines Bleistifts mit dem Taschenmesser. „Ich habe mich“, so De Lucchi, „von der ruhigen Leichtigkeit des Bleistifts zur lärmenden Grobheit der Motorsäge begeben, ohne jedoch meine Bemühung aufzugeben, das Holz, so wie Papier, sanft zu behandeln. Die Ergebnisse sind manchmal zufällig, aber sie entstehen nie durch automatisierte Bewegungsabläufe.“

Nun hat De Lucchi aus dem Geist dieser kleinen Häuschen eine Schatulle gestaltet. Wie schon bei seinem Tablett „Quattro muri e due case“ (das tatsächlich im Kleinen aus vier Mauern und zwei Häuser einen umfriedeten Bezirk schafft), besteht auch „Cabin“ aus Bambusholz, einem Material, das mit der Zeit immer mehr an Charakter gewinnt, im Gebrauch immer schöner wird. In diesem kleinen, soliden Häuschen findet alles Platz, was nicht einfach irgendwo herumliegen, sondern bewusst aufbewahrt werden soll, wonach wir nicht lange suchen wollen oder was uns besonders am Herzen liegt: Briefe, Postkarten und Stifte, aber auch Knöpfe, Kochrezepte oder Schmuck, Notizbücher oder Anstecknadeln, Fotos oder Bastelmaterialien. „Cabin“ misst 32,7 mal 24,7 mal 12,5 Zentimeter, erweist sich also als geräumig, ohne sperrig zu wirken. Es stimmt also, wenn De Lucchi sagt: „Häuser bewahren vieles, was sehr wertvoll ist; sie beschützen unsere Lieben, unsere Geschichten und unsere Geheimnisse. Sie sind die Behältnisse unseres Lebens, wie diese kleine Kiste von Alessi.“ (tw)

www.alessi.it