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iWalk ins Grüne
von Nina Reetzke | 23. Mai 2011

Bis vor Kurzem war es so: Wer in die Google-Suche „App Alpen" eingab, der stieß auf Angebote für Ferienwohnungen, etwa das „App.-Gästehaus Bendler – Kirchdorf in Tirol". Seit es das iPhone gibt, haben sich die Treffer deutlich geändert: „App" heißt nicht mehr nur „Appartment", sondern eben auch „Application". Die Alpen stehen zwar immer noch für sich selbst, sind nun aber auch Teil des iKosmos geworden. Und so stößt man auf Treffer wie „Alpen App des ADAC-Outdoor.de". Tatsächlich wissen viele Wanderer und Biker das iPhone inzwischen zu schätzen, übernehmen einige Apps doch Funktionen, für die bisher eine aufwendige (und schwer zu schleppende) Outdoor-Ausstattung notwendig war.

Also zeigen sich Ausflüge und Touren – geladene Akkus und Internetverbindung vorausgesetzt – zunehmend von einer bisher ungeahnt virtuellen Seite. Wenn Sie nach einem schönen Wanderweg suchen, könnten Sie zum Beispiel mithilfe der App „Scout – Bike Navigation and Hiking" fündig werden. Vor Beginn der Abfahrt vergewissern Sie sich dann mit „Weather Pro", dass das Wetter gut bleibt. Ein Kompass gehört standardmäßig zum iPhone; im App Store gibt es zusätzlich Messgeräte wie Alti- und Tachometer; und mit „Peaks" lassen sich vor Ort zudem die Namen von Berggipfeln feststellen. Wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind, bietet Ihnen der „Bike Computer" eine Art kleines Cockpit. Zu Mittag bereiten Sie ein Rezept aus „101 Camping & Outdoor Recipes" zu; falls Sie Ihre körperliche Performance verfolgen möchten, nutzen Sie „Runtastic". Vielleicht pflückt Ihre Tochter auch gerade einen Blumenstrauß für Zuhause, dann sagen Sie ihr mit „Alpenblumen" die Namen der Pflanzen. Am Abend knipsen Sie dann „Flashlight" an, für Fahrräder gibt es „Brake Lights", und Ihren ganzen Ausflug dokumentieren Sie mit der „3D Camera" und dem Logbuch „Every Trail".

So manch einer mag sich fragen, was es mit einem Ausflug in die Natur zu tun hat, wenn man die ganze Zeit mit seinem iPhone – und den Kinderkrankheiten der Apps – beschäftig ist? „Das Wandern ist des Müllers Lust ..." von Franz Schubert, „Der Wanderer über dem Nebelmeer" von Casper David Friedrich oder „Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff prägen bis heute unser Bild vom Wanderer. Hier scheint die Beziehung zwischen Mensch und Natur noch ungetrübt – Technik und Medien haben sich noch nicht dazwischen gedrängt. Aber mal ehrlich: Wieviel haben die Romantiker von der Natur wirklich mitbekommen? Sie waren doch offensichtlich ziemlich beschäftigt mit Dichten, Singen und Malen – und der Schau ins eigene Seelenleben. „Der Wanderer schreitet nicht mehr aus, er wendet sich nach innen.", schreibt Peter Härtling in „Der Wanderer" über Dichter und Komponisten wie Eduard Mörike, Franz Schubert und Friedrich Hölderlin. Da es also ohnehin schon „Kopfwanderer", „Seelenwanderer" und viele andere Arten der Wanderschaft gibt, ist gegen die „virtuelle Wanderung" sicher nichts einzuwenden. Wir können also getrost mit unserem iPhone durch die Landschaft laufen.

Bleibt nur noch die Frage nach dem passenden Zubehör. Mit einem „Aquapac Mini Electronics" etwa ist das iPhone wasserdicht verpackt und bleibt trotzdem bedienbar; mit der „NC-17 iPhone Bike Halterung" lässt es sich am Fahrradlenker befestigen, nicht zu vergessen die Wahoo Fitnesssensoren für Sportler. Und es gibt eine App, die das Schreiben beim Laufen vereinfacht! Bei „Type and Walk" erscheint auf dem Display unten die Tastatur, während oben ein Kamerabild zeigt, wohin man gerade läuft. Damit wären jetzt vielerlei Arten an Wander-Apps genannt. Bleibt nur noch „Toodledo", eine App, die Sie daran erinnert, nebst iPhone auch die Tasche mit der Sonnenbrille, der Frisbeescheibe und dem Proviant mitzunehmen.


Zugspitze Karwendel – ADAC Wanderführer
von Alpstein Tourismus, Euro 9,99, weiter zum App-Store

Scout – Bike Navigation and Hiking with Topographic Maps

von Magic Maps, USD 2,99, weiter zum App-Store

Every Trail

von Global Motion Media, kostenlos, weiter zum App-Store

Weather Pro

von Meteo Group Deutschland, Euro 2,99, weiter zum App-Store

3 GPS – Altimeter, Speedometer & Compass

von Smadget, USD 0,99, weiter zum App-Store

Peaks

von Augmented Outdoors, USD 2,99, weiter zum App-Store

The Bike Computer

von Global Motion Media, kostenlos, weiter zum App-Store

Bike Doctor

von Ron Forrester, USD 4,99, weiter zum App-Store

101 Camping & Outdoor Recipes

von App Warrior, USD 0,99, weiter zum App-Store

Walktastic GPS Nordic Walking Tracker for Fitness

von Runtastic, USD 5,99, weiter zum App-Store

Alpenblumen

von Heubach Media (nur in deutsch), kostenlos, weiter zum App-Store

Flashlight

von 7th Gear, kostenlos, weiter zum App-Store

Brake Lights

von Izaxon, GBP 0,59, weiter zum App-Store

3D Camera

von Juicy Bits, USD 1,99, weiter zum App-Store

Type and Walk

von Presselite, USD 0,99, weiter zum App-Store

Toodledo

von Toodledo, USD 2,99, weiter zum App-Store

Icons von Wander-Apps | Grafikdesign © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
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News & Stories › 2011 › Mai
iWalk ins Grüne
von Nina Reetzke | 23. Mai 2011
Natur und Computer scheinen nicht viel gemeinsam zu haben. Wer das glaubt, der sollte einfach in den App-Store schauen. Inzwischen gibt es dort so allerlei für Wanderer und Biker.
Bis vor Kurzem war es so: Wer in die Google-Suche „App Alpen" eingab, der stieß auf Angebote für Ferienwohnungen, etwa das „App.-Gästehaus Bendler – Kirchdorf in Tirol". Seit es das iPhone gibt, haben sich die Treffer deutlich geändert: „App" heißt nicht mehr nur „Appartment", sondern eben auch „Application". Die Alpen stehen zwar immer noch für sich selbst, sind nun aber auch Teil des iKosmos geworden. Und so stößt man auf Treffer wie „Alpen App des ADAC-Outdoor.de". Tatsächlich wissen viele Wanderer und Biker das iPhone inzwischen zu schätzen, übernehmen einige Apps doch Funktionen, für die bisher eine aufwendige (und schwer zu schleppende) Outdoor-Ausstattung notwendig war.

Also zeigen sich Ausflüge und Touren – geladene Akkus und Internetverbindung vorausgesetzt – zunehmend von einer bisher ungeahnt virtuellen Seite. Wenn Sie nach einem schönen Wanderweg suchen, könnten Sie zum Beispiel mithilfe der App „Scout – Bike Navigation and Hiking" fündig werden. Vor Beginn der Abfahrt vergewissern Sie sich dann mit „Weather Pro", dass das Wetter gut bleibt. Ein Kompass gehört standardmäßig zum iPhone; im App Store gibt es zusätzlich Messgeräte wie Alti- und Tachometer; und mit „Peaks" lassen sich vor Ort zudem die Namen von Berggipfeln feststellen. Wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind, bietet Ihnen der „Bike Computer" eine Art kleines Cockpit. Zu Mittag bereiten Sie ein Rezept aus „101 Camping & Outdoor Recipes" zu; falls Sie Ihre körperliche Performance verfolgen möchten, nutzen Sie „Runtastic". Vielleicht pflückt Ihre Tochter auch gerade einen Blumenstrauß für Zuhause, dann sagen Sie ihr mit „Alpenblumen" die Namen der Pflanzen. Am Abend knipsen Sie dann „Flashlight" an, für Fahrräder gibt es „Brake Lights", und Ihren ganzen Ausflug dokumentieren Sie mit der „3D Camera" und dem Logbuch „Every Trail".

So manch einer mag sich fragen, was es mit einem Ausflug in die Natur zu tun hat, wenn man die ganze Zeit mit seinem iPhone – und den Kinderkrankheiten der Apps – beschäftig ist? „Das Wandern ist des Müllers Lust ..." von Franz Schubert, „Der Wanderer über dem Nebelmeer" von Casper David Friedrich oder „Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff prägen bis heute unser Bild vom Wanderer. Hier scheint die Beziehung zwischen Mensch und Natur noch ungetrübt – Technik und Medien haben sich noch nicht dazwischen gedrängt. Aber mal ehrlich: Wieviel haben die Romantiker von der Natur wirklich mitbekommen? Sie waren doch offensichtlich ziemlich beschäftigt mit Dichten, Singen und Malen – und der Schau ins eigene Seelenleben. „Der Wanderer schreitet nicht mehr aus, er wendet sich nach innen.", schreibt Peter Härtling in „Der Wanderer" über Dichter und Komponisten wie Eduard Mörike, Franz Schubert und Friedrich Hölderlin. Da es also ohnehin schon „Kopfwanderer", „Seelenwanderer" und viele andere Arten der Wanderschaft gibt, ist gegen die „virtuelle Wanderung" sicher nichts einzuwenden. Wir können also getrost mit unserem iPhone durch die Landschaft laufen.

Bleibt nur noch die Frage nach dem passenden Zubehör. Mit einem „Aquapac Mini Electronics" etwa ist das iPhone wasserdicht verpackt und bleibt trotzdem bedienbar; mit der „NC-17 iPhone Bike Halterung" lässt es sich am Fahrradlenker befestigen, nicht zu vergessen die Wahoo Fitnesssensoren für Sportler. Und es gibt eine App, die das Schreiben beim Laufen vereinfacht! Bei „Type and Walk" erscheint auf dem Display unten die Tastatur, während oben ein Kamerabild zeigt, wohin man gerade läuft. Damit wären jetzt vielerlei Arten an Wander-Apps genannt. Bleibt nur noch „Toodledo", eine App, die Sie daran erinnert, nebst iPhone auch die Tasche mit der Sonnenbrille, der Frisbeescheibe und dem Proviant mitzunehmen.


Zugspitze Karwendel – ADAC Wanderführer
von Alpstein Tourismus, Euro 9,99, weiter zum App-Store

Scout – Bike Navigation and Hiking with Topographic Maps

von Magic Maps, USD 2,99, weiter zum App-Store

Every Trail

von Global Motion Media, kostenlos, weiter zum App-Store

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von Meteo Group Deutschland, Euro 2,99, weiter zum App-Store

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Bike Doctor

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101 Camping & Outdoor Recipes

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Walktastic GPS Nordic Walking Tracker for Fitness

von Runtastic, USD 5,99, weiter zum App-Store

Alpenblumen

von Heubach Media (nur in deutsch), kostenlos, weiter zum App-Store

Flashlight

von 7th Gear, kostenlos, weiter zum App-Store

Brake Lights

von Izaxon, GBP 0,59, weiter zum App-Store

3D Camera

von Juicy Bits, USD 1,99, weiter zum App-Store

Type and Walk

von Presselite, USD 0,99, weiter zum App-Store

Toodledo

von Toodledo, USD 2,99, weiter zum App-Store