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La macchina da corsa:
MV Agusta Tre
von Thomas Wagner | 19. August 2015
Ihr Körper wirkt so schlank und feingliedrig wie der norditalienischer Männermodels: die „MV Agusta 500 Tre“. Foto © Fondazione Museo Agusta
Sicher, auch Briten, Deutsche und Japaner und andere italienische Hersteller können schöne und erfolgreiche Rennmaschinen und faszinierende Motorräder bauen. In jenen Tagen aber, in denen die Aerodynamik noch aus einer schlichten Verkleidung bestand und das explosive Gemisch der luftgekühlten Motoren noch von Vergasern erzeugt wurde, gab es in der damaligen Klasse der „Fünfhunderter“ nur eine Königin: die „MV Agusta 500 Tre“.

An dieser Rennmachschine stimmt einfach alles. Jedes Teil ist am rechten Platz, nichts Überflüssiges stört das Auge. Ihr Körper wirkt so schlank und feingliedrig wie der norditalienischer Männermodels, sie bewegt sich so elegant und beschleunigt so rasant wie ein Gepard. Rahmen, Tank, Sitz, Heckstummel erstrahlen in feurigem Rot. Es kehrt im oberen Teil der zweifarbig Rot und Silber lackierten, schmal gehaltenen Verkleidung wieder, was die Länge der Maschine betont und die „Tre“ wirken lässt, als beschleunige sie schon im Stand. Das Oval mit der Startnummer 1 setzt einen zusätzlichen Akzent. Das Vorderrad dominiert eine mächtige Doppelduplex-Trommelbremse und neben dem ebenfalls mit einer Trommelbremse ausgestatteten Hinterrad liegen drei schwarze, etwas konische und leicht nach oben gebogene Auspufftrompeten – zwei links, eine rechts. Aus diesen erklingt die kräftige, aber sonore Stimme des Dreizylinders mit seinen vier im Kopf hängenden und über Tassenstößel betätigten Ventilen, der bei 12000 Umdrehungen 85 PS leistete, was für eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 280 Stundenkilometer reichte. Braucht es mehr?

Mit diesem Motorrad gewann Giacomo Agostini ununterbrochen von 1966 bis 1972 die Fahrerweltmeisterschaft in der Klasse bis 500 Kubikzentimeter Hubraum. Von 1967 bis 1972 gewann „MV Agusta“ auch die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, weshalb die „MV Agusta Tre“ als erfolgreichstes Rennmotorrad der Geschichte gilt. Die noch vor der 500er entwickelte „MV Agusta 350 Tre“ war nicht minder erfolgreich. Mit ihr wurde Agostini von 1968 bis 1973 ununterbrochen Fahrerweltmeister. Wenn „Ago“ damals mit seinem in den italienischen Nationalfarben und einem goldenen Ring lackiertem Helm auf der Rennstrecke auftauchte, roch es immer nach Gummi, verbranntem Benzin und Sieg.

www.mvagusta.com


MEHR auf Stylepark:

Bis heute baut keiner derart schöne Maschinen wie die Italiener: Alle Berichte aus der Reihe "Bella Macchina" finden Sie HIER
Ausnahmeerscheinung: Auch ohne Verkleidung macht eine MV Agusta eine gute Figur. Foto © Fondazione Museo Agusta
Jedes Teil ist am rechten Platz, nichts Überflüssiges stört das Auge. Foto © Fondazione Museo Agusta
Mit der „MV Agusta 500 Tre“ gewann Giacomo Agostini (rechts) achtmal den Weltmeistertitel. Foto © Fondazione Museo Agusta
Agostini entwickelte seine Rennmaschine zusammen mit MV Agusta. Foto © Fondazione Museo Agusta
News & Stories › 2015 › August
La macchina da corsa:
MV Agusta Tre
von Thomas Wagner | 19. August 2015
Rennmotorräder gibt es viele. Eines der schönsten und das erfolgreichste aller Zeiten ist die „MV Agusta Tre“.
Sicher, auch Briten, Deutsche und Japaner und andere italienische Hersteller können schöne und erfolgreiche Rennmaschinen und faszinierende Motorräder bauen. In jenen Tagen aber, in denen die Aerodynamik noch aus einer schlichten Verkleidung bestand und das explosive Gemisch der luftgekühlten Motoren noch von Vergasern erzeugt wurde, gab es in der damaligen Klasse der „Fünfhunderter“ nur eine Königin: die „MV Agusta 500 Tre“.

An dieser Rennmachschine stimmt einfach alles. Jedes Teil ist am rechten Platz, nichts Überflüssiges stört das Auge. Ihr Körper wirkt so schlank und feingliedrig wie der norditalienischer Männermodels, sie bewegt sich so elegant und beschleunigt so rasant wie ein Gepard. Rahmen, Tank, Sitz, Heckstummel erstrahlen in feurigem Rot. Es kehrt im oberen Teil der zweifarbig Rot und Silber lackierten, schmal gehaltenen Verkleidung wieder, was die Länge der Maschine betont und die „Tre“ wirken lässt, als beschleunige sie schon im Stand. Das Oval mit der Startnummer 1 setzt einen zusätzlichen Akzent. Das Vorderrad dominiert eine mächtige Doppelduplex-Trommelbremse und neben dem ebenfalls mit einer Trommelbremse ausgestatteten Hinterrad liegen drei schwarze, etwas konische und leicht nach oben gebogene Auspufftrompeten – zwei links, eine rechts. Aus diesen erklingt die kräftige, aber sonore Stimme des Dreizylinders mit seinen vier im Kopf hängenden und über Tassenstößel betätigten Ventilen, der bei 12000 Umdrehungen 85 PS leistete, was für eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 280 Stundenkilometer reichte. Braucht es mehr?

Mit diesem Motorrad gewann Giacomo Agostini ununterbrochen von 1966 bis 1972 die Fahrerweltmeisterschaft in der Klasse bis 500 Kubikzentimeter Hubraum. Von 1967 bis 1972 gewann „MV Agusta“ auch die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, weshalb die „MV Agusta Tre“ als erfolgreichstes Rennmotorrad der Geschichte gilt. Die noch vor der 500er entwickelte „MV Agusta 350 Tre“ war nicht minder erfolgreich. Mit ihr wurde Agostini von 1968 bis 1973 ununterbrochen Fahrerweltmeister. Wenn „Ago“ damals mit seinem in den italienischen Nationalfarben und einem goldenen Ring lackiertem Helm auf der Rennstrecke auftauchte, roch es immer nach Gummi, verbranntem Benzin und Sieg.

www.mvagusta.com


MEHR auf Stylepark:

Bis heute baut keiner derart schöne Maschinen wie die Italiener: Alle Berichte aus der Reihe "Bella Macchina" finden Sie HIER