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von 1623 Forward End
Tomás Alonso: Möbel aus Laminat
9. Januar 2013
Designer Tomás Alonso, Foto © Jasper Fry

Was hat Sie dazu inspiriert, sich näher mit dem Thema „Fußboden“ zu beschäftigen? Welche Aspekte haben Sie speziell unter die Lupe genommen und was war das Ergebnis?

Tomás Alonso: Stefan Diez hatte mich gefragt, ob ich an diesem Projekt mitarbeiten wollte. Also habe ich mich näher mit dem Thema zu befasst. Ehrlich gesagt, hatte ich mir vorher nie Gedanken über Laminatboden gemacht. Das ist es auch, was ich an meinem Beruf so schätze: Jedes Projekt öffnet eine Tür in eine unbekannte Welt und bietet Gelegenheit, neue Materialien, Prozesse, Techniken, aber auch neue Menschen kennen zu lernen.

Bei der Auseinandersetzung mit Laminatboden und der Firma Classen hat mich der Gegensatz von natürlichen und künstlichen Materialien am meisten fasziniert. Es ist ja so: Laminat besteht grundsätzlich aus Holz. Dieses wird jedoch zu einer Paste vermahlen und dann zu Paneelen gepresst, die wiederum wie Echtholz aussehen sollen. Warum dieser Aufwand? Trotzdem waren wir sehr beeindruckt von der Gesamtqualität sowie dem sehr wirklichkeitsnahen Erscheinungsbild der Laminatpaneele. Sie wirkten so täuschend echt, dass wir auf den Gedanken kamen, Möbel daraus zu machen. Das haben wir dann auch getan.

Was war die größte Herausforderung bei der Umsetzung des Projekts?

Alonso: Als Großhersteller produziert Classen jede Woche viele Millionen Quadratmeter Laminat. Aus diesem Grund war es fast unmöglich, eine Veränderung in der Art und Weise der Produktion herbeiführen zu wollen. Sobald wir jedoch den richtigen Zugang gefunden und uns entschieden hatten, das Optimale aus der aktuellen Produktpalette herauszuholen, kamen die Dinge ins Rollen. Trotzdem bleibt es abzuwarten, ob unser low-tech Drucker für Fußbodenbeläge funktioniert!

Bevorzugen Sie einen bestimmten Bodenbelag? Als Privatperson aber auch als Designer?

Alonso: Ich persönlich mag Massivholzböden am liebsten. Sie sind einfach lebendig und strahlen eine natürliche Wärme aus, sie verändern sich mit der Zeit und Nutzung, sie altern mit uns und werden über die Jahre nur noch schöner und interessanter. Als Gestalter bin ich jedoch auch immer von einer gewissen Neugier getrieben mit verschiedenen Materialien zu arbeiten, ohne besondere Vorliebe für einen bestimmten Typ Bodenbelag. Ich bin der Meinung, dass jeder Fußboden einen optimalen Verwendungszweck hat; das hängt jedoch stark von den jeweiligen Gegebenheiten ab, sei es die Umgebung vor Ort, die Nutzung des Raums oder etwas anderes.

www.domotex.de

Ein Hochsitz bildet die Inspirationsquelle für Tomás Alonsos „Flooring Deluxe“ Projekt mit dem Hersteller Classen, Foto © Tomás Alonso
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News & Stories › 2013 › Januar
Tomás Alonso: Möbel aus Laminat
9. Januar 2013
„…Ehrlich gesagt, hatte ich mir vorher nie Gedanken über Laminatboden gemacht…“
Was hat Sie dazu inspiriert, sich näher mit dem Thema „Fußboden“ zu beschäftigen? Welche Aspekte haben Sie speziell unter die Lupe genommen und was war das Ergebnis?

Tomás Alonso: Stefan Diez hatte mich gefragt, ob ich an diesem Projekt mitarbeiten wollte. Also habe ich mich näher mit dem Thema zu befasst. Ehrlich gesagt, hatte ich mir vorher nie Gedanken über Laminatboden gemacht. Das ist es auch, was ich an meinem Beruf so schätze: Jedes Projekt öffnet eine Tür in eine unbekannte Welt und bietet Gelegenheit, neue Materialien, Prozesse, Techniken, aber auch neue Menschen kennen zu lernen.

Bei der Auseinandersetzung mit Laminatboden und der Firma Classen hat mich der Gegensatz von natürlichen und künstlichen Materialien am meisten fasziniert. Es ist ja so: Laminat besteht grundsätzlich aus Holz. Dieses wird jedoch zu einer Paste vermahlen und dann zu Paneelen gepresst, die wiederum wie Echtholz aussehen sollen. Warum dieser Aufwand? Trotzdem waren wir sehr beeindruckt von der Gesamtqualität sowie dem sehr wirklichkeitsnahen Erscheinungsbild der Laminatpaneele. Sie wirkten so täuschend echt, dass wir auf den Gedanken kamen, Möbel daraus zu machen. Das haben wir dann auch getan.

Was war die größte Herausforderung bei der Umsetzung des Projekts?

Alonso: Als Großhersteller produziert Classen jede Woche viele Millionen Quadratmeter Laminat. Aus diesem Grund war es fast unmöglich, eine Veränderung in der Art und Weise der Produktion herbeiführen zu wollen. Sobald wir jedoch den richtigen Zugang gefunden und uns entschieden hatten, das Optimale aus der aktuellen Produktpalette herauszuholen, kamen die Dinge ins Rollen. Trotzdem bleibt es abzuwarten, ob unser low-tech Drucker für Fußbodenbeläge funktioniert!

Bevorzugen Sie einen bestimmten Bodenbelag? Als Privatperson aber auch als Designer?

Alonso: Ich persönlich mag Massivholzböden am liebsten. Sie sind einfach lebendig und strahlen eine natürliche Wärme aus, sie verändern sich mit der Zeit und Nutzung, sie altern mit uns und werden über die Jahre nur noch schöner und interessanter. Als Gestalter bin ich jedoch auch immer von einer gewissen Neugier getrieben mit verschiedenen Materialien zu arbeiten, ohne besondere Vorliebe für einen bestimmten Typ Bodenbelag. Ich bin der Meinung, dass jeder Fußboden einen optimalen Verwendungszweck hat; das hängt jedoch stark von den jeweiligen Gegebenheiten ab, sei es die Umgebung vor Ort, die Nutzung des Raums oder etwas anderes.

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