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Überall ist Wunderland
Kunst-Biennale Teil 1
von Thomas Wagner | 6. Juni 2013
Die Kunstwelt ist weit entfernt von einer Depression. Während Teile der Jugend in Europa nicht weiß, ob sie noch eine Zukunft hat, gehen die Geschäfte mit der zeitgenössischen Kunst besser denn je. Der Export zeitgenössischer Kunstprodukte nach China, Russland, Lateinamerika und in die arabischen Ölstaaten sorgt dafür, dass die Kunstmarktmaschine auf vollen Touren läuft. Man sollte also nicht überrascht sein, wenn der gefräßige Betrieb auf der 55. Kunst-Biennale von Venedig Vollgas gibt. Die Biennale ist also auch diesmal zu groß, zu verwirrend, zu reich, zu arm, zu schlau, zu dumm und zu plakativ, als dass man sich einen Reim auf all das machen könnte, was einem hier unter der Bezeichnung Kunst begegnet oder wann der nächste Regenschauer eintrifft. Beständig hat man das Gefühl, etwas verpasst, diesen oder jenen Pavillon, diese oder jene Ausstellung in irgendeiner Gasse oder einem Palazzo übersehen, das ultimative Kunstwerk, nach dem man solange auf der Suche ist, nicht bemerkt zu haben. Auch darf man sich ärgern über die Massen, die sich mittlerweile sogar vor den Beschriftungstafeln stauen, über Filme, von denen man nicht einmal weiß, wie lange sie dauern, über aufgedonnerte Meinungen zum Stand der Dinge und jede Menge aus dem Fundus der Kunstgeschichte entwendete Ideen. Die Biennale ist kein Kraftwerk. Eher ein Energiefresser.

Der Event als All-inclusiv-Paket

Auch das ist ein Bild der Kunst der Gegenwart. Während die Besucher draußen im Regen brav ein, zwei Stunden Schlange stehen, werden Sammler, Kuratoren, Trustees und Museumsdirektoren an ihnen vorbei in die Pavillons und Ausstellungen geschleust. Es ist eben der Status, der zählt. Früh morgens reichen zehn Minuten Vorsprung den bevorzugten Gruppen, um etwa im Arsenale, wo ein Teil der zentralen Ausstellung „Il Palazzo Enciclopedico“ ausgebreitet ist, im Schnelldurchlauf ein Besichtigungsprogramm zu absolvieren, für das ein Museumsbesucher mit normaler Aufnahmekapazität wenigstens einen Tag veranschlagen würde. Beim venezianischen Preview-Tourismus zählt allein, dabei gewesen zu sein. Seit die Gegenwartskunst boomt, Bildproduktion und Markt heiß laufen und der Betrieb bei Mega-Events wie der Venedig-Biennale schon an den Vorbesichtigungstagen von immer mehr Besuchern überrannt wird, zeigt sich immer deutlicher, dass in der Kunstwelt längst wieder feudalistische Strukturen vorherrschen. Das Event triumphiert als All-inclusive-Paket und überstrahlt alles andere, wodurch die Kunst von vorne herein zum journalistischen Kommentar gerät, der einer heillos unübersichtlichen Welt an jeder Ecke eine weitere bebilderte Meinung hinzufügt. Wenn nichts geschieht, wird es bald soweit sein, dass Pre-Previews stattfinden, bevor überhaupt etwas zu sehen ist.

Wenige Ausnahmen bestätigen auch 2013 die Regel. Doch zeigten sich selten so viele Kunstliebhaber, Kritiker und Kenner darüber entsetzt, mit welcher Selbstverständlichkeit das Event die Kunst verschlingt. Seit die Gegenwartskunst im Hauptstrom der Kulturindustrie dahintreibt, sprechen einige plötzlich wieder vom Ende der Kunst – ohne ernsthaft daran zu glauben, es könnte sich tatsächlich etwas ändern.

Sind wir nicht alle Esel, die im Paradies tanzen?

Nur auf den ersten Blick bestätigt Mathias Poledna, den Jasper Sharp, der Kommissar des Österreichischen Pavillons, für die diesjährige Biennale ausgewählt hat, die Tendenz zur harmlosen Unterhaltung. Wer nur kurz den Kopf durch die Tür steckt, der sieht – wer wollte es ihm bei den drängelnden Massen auch verdenken –, einen netten kleinen Zeichentrickfilm in Disney-Manier und glaubt sogleich, Poledna, der seit 2000 in Los Angeles lebt, probe den Schulterschluss mit Hollywood. Doch Vorsicht. So harmlos sein 35-mm-Farbfilm von etwa drei Minuten Länge auch daherkommen mag, er hat es gleich auf mehrfache Weise in sich.

Produziert wurde „Imitation of Life“ in der historischen, arbeitsintensiven Technik eines handgefertigten Zeichentrickfilms, womit er in Textur und Stil an die Hochzeit der amerikanischen Trickfilmindustrie der 1930er und 1940er Jahre erinnert, die sich während und nach der großen Depression von einem simplen Unterhaltungsmedium zu einem Medium mit einer reichen und differenzierten Bildsprache entwickelt hat. Mehr als 5.000 handgezeichnete Skizzen, Layouts, Zeichnungen, aquarellierte Hintergründe und Tuschezeichnungen auf Folie sind für Polednas Kurzfilm in Zusammenarbeit mit den Animationsabteilungen von Filmstudios in Los Angeles, insbesondere Disney, entstanden. Nicht weniger aufwendig wurde der Soundtrack produziert. Er verbindet eine eigens komponierte Originalmusik mit einem neuen Arrangement eines populären Songs der 1930er-Jahre von Arthur Freed und Herb Nacio Brown und wurde mit großem Orchester im Stil der Zeit auf einer historischen „Scoring Stage“ der Warner Brothers Studios in Los Angeles eingespielt. So sieht „Imitation of Life“ aus, als handle es sich tatsächlich um einen Disney-Film.

Depression braucht Unterhaltung

Nicht nur das Stichwort „Depression“ geistert einem beim Zuschauen durch den Hinterkopf, auch das Verhältnis von europäischer Avantgarde-Kunst und amerikanischer Massenkultur, die Emigration europäischer Künstler in den 1930er-Jahren und die Ambivalenzen, mit denen wir solch harmlos schöne Unterhaltung genießen, mischt sich in den Spaß am Zuschauen. Wenn man nachliest, dass Walt Disney seinen ersten abendfüllenden Animationsfilm „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ 1938 bei den Filmfestspielen von Venedig vorgestellt hat und nur einem Sonderpreis erhielt, während Leni Riefenstahls „Olympia“ den ersten Platz belegte, so wird der Zeithorizont deutlich, den Polednas Film unter anderem ausleuchtet. Auch war der Österreichische Pavillon im Sommer 1938 geschlossen worden und österreichische Künstler wurden für die folgenden Biennalen als Ostmark-Teilnehmer im Deutschen Pavillon gezeigt.

I’ve got a feelin’ you’re foolin’

Im Zentrum des Films stehen eine neu entwickelte Cartoon-Figur und eine einfache, aber hintersinnige Geschichte. Ein kleiner Esel in Seemannsuniform wird von einem Vogel aufgeweckt und gefragt, was er denn hier, in diesem paradiesischen Wald so mache. Der Esel aber hat keine Ahnung, wie er dorthin gekommen sein könnte und beginnt tanzend zu singen: „I’ve got a feelin’ you’re foolin’ / I’ve got a feelin’ you’re havin’ fun / I’ll get a go by when you are done / Foolin’ with me / I’ve got a feelin’ you’re foolin’ / I’ve got a notion it’s make believe / I think you’re laughin’ right up your sleeve / Foolin’ with me, / Life is worth living while you are giving / Moments of paradise“.

Der Esel ist eine liebenswürdige Figur, die es ein Paradies verschlagen hat, das nichts als Hokus Pokus ist. Er bekommt ebenso wenig eine Antwort auf die Frage, wie er in diese Welt gekommen ist und ob sich jemand nur einen Spaß mit ihm erlaubt wie wir, die wir alle Esel der Unterhaltungsindustrie sind und uns daran erfreuen, wie gut in deren schönen Wäldern getanzt und gesungen wird. Am Ende steppt der nette kleine Esel ohne eine Antwort aus dem Bild. Poledna bietet perfekte Unterhaltung – und doch hat diese plötzlich einen Riss bekommen. Was der Esel nicht weiß: Überall ist Wunderland, nirgendwo ist Leben. So unterhaltsam das erscheinen mag, es ist bitterernst.

Ich geb dir meinen Pavillon, du gibst mir deinen

Während der Pavillon-Tausch zwischen Deutschland und Frankreich ebenso politisch korrekt verpufft wie die von der deutschen Kommissarin Susanne Gaensheimer in den Räumen des französischen Gehäuses gezeigten Arbeiten der nicht deutschen Künstler Ai Weiwei, Romuald Kamakar, Santu Mofukeng und Dayanta Singh, zeigt der von der französische Kuratorin Christine Macel ausgewählte albanisch-französische Künstler Anri Sala, der in Berlin lebt, im deutschen Pavillon sein ebenso komplexes wie pathetisches Filmprojekt „Ravel Ravel Unravel“.

Die linkshändige Kunst

Anri Salas Arbeit hat bei der Vorbesichtigung für besonders lange Schlangen gesorgt. Wer gedacht hatte, er könne diese umgehen, wenn er sich gleich morgens, wenn die Giardini geöffnet werden, den kleinen Hügel hinauf und in den Pavillon begebe, der fand sich sogleich in einem Wettrennen wieder und wurde von zahlreichen Sprintern überholt. Der Titel seiner Ausstellung wird aus zwei Arbeiten gebildet, die aus jeweils zwei Filmen bestehen: „Ravel Ravel“ und „Unravel“. Beide basieren auf dem „Konzert für die linke Hand für Klavier und Orchester“, das Maurice Ravel 1929 für den Pianisten Paul Wittgenstein komponierte, der im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren hatte. In „Ravel Ravel“ hört man zwei unterschiedliche Interpretationen des Stücks von zwei Pianisten, während die Kamera ihre linken Hände beim Spiel verfolgt, gelegentlich aber auch die nicht gebrauchte rechte ins Bild rückt. Beide spielen dasselbe Konzert. Doch weil sich ihre Tempi unterscheiden, eilt der eine mal voraus, ergeben sich Echos, Überscheidungen und Phasen des Gleichklangs. In „Unravel“ versucht eine DJane sodann die beiden Versionen wieder zu synchronisieren.

Das Ganze ist nicht nur technisch aufwendig gemacht und perfekt inszeniert, es entbehrt mit seinen Abspielungen auf vielfache akustische und optische Differenzen und Korrespondenzen, auf unsere zwei Gehirnhälften und nicht zuletzt auf die Hand des Künstlers, auch nicht eines gewissen Pathos. Der Pianist Paul Wittgenstein übrigens, der das Konzert in Auftrag gegeben hatte, hat es nach seinen Vorstellungen umgestaltet. Als Ravel nach Wien zur Aufführung des Konzert kam, traute er seinen Ohren nicht. Es kam zum Streit, einem der berühmtesten der Musikgeschichte, bei dem Ravels Ausspruch fiel: Interpreten sind Sklaven.

Raubvogel greift sich Range Rover

Deutlicher zur Sache geht es im Britischen Pavillon. Dort hat Jeremy Deller einige Spitzen gegen den Betrieb plakatiert. Auf der zentralen Wand des Pavillons krallt sich ein Greifvogel einen Range Rover und trägt ihn davon wie ein Kaninchen. Im Nebenraum wird Deller noch deutlicher. Hier sieht man einen großen bärtigen Mann, der eine Luxusyacht packt und ins Meer schleudert.

Die im Begleitheft nachzulesenden Geschichten dazu lesen sich so: Die Kornweihe (Circus cyaneus) ist einer der seltensten Greifvögel im Vereinigten Königreich. Im Jahr 2007 haben ein Naturschützer und zwei weitere Personen beobachtet, wie ein Kornweihen-Paar über dem Sandingham Estate abgeschossen wurde. Die einzigen Personen, die an diesem Tag dort jagten, waren Prinz Harry und sein Freund William van Cutsem. Die Polizei ermittelte, die toten Vögel wurden aber nie gefunden und das Verfahren eingestellt. Das Gemälde zeigt eine Kornweihe, die an einem vorbeifahrenden Range Rover Rache nimmt.

Rache mit William Morris

Auch die zweite Geschichte ist schnell erzählt: Im Juni 2011 hatte Roman Abramowitschs Yacht „Luna“ direkt vor den Giardini festgemacht. Sie versperrte vielen den Blick und ein Sicherheitszaun schränkte überdies die Benutzung der Promenade für Einwohner, Touristen und Biennale-Besucher ein. Das machte William Morris, den viktorianischen Künstler und Sozialisten dermaßen wütend, dass er, obwohl er längst gestorben war, als Riese zurückkehrte und die Yacht in die Lagune schmiss.

Deller erzählt und illustriert noch weitere solcher Geschichten und verknüpft sie in einem Videofilm, in dem neben den Vögeln und dem Range Rover auch eine von ihm gestaltete Version von Stonehenge als Hüpfburg vorkommt. Er sei, wie er selbst sagt, kein Künstler, der sich Installationen ausdenke, die wie eine große Metapher das Weltgeschehen kommentieren. Er mag es direkter, journalistischer. Dass die „Luna“ tatsächlich da war und wie ein Menetekel vor Anker lag, haben wir selbst gesehen (siehe News & Stories vom 8. Juni 2011). Dass Deller sie nun in eine kleine Parabel über die Wut eines toten Sozialreformers einbettet, dessen wunderbare Muster – samt Druckstöcken – er nebenher auch zeigt, lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er unsere selbstgefällige Gegenwart als Angriff auf die Geschichte begreift. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ hat er auf die Frage, ob er denke, Sammler wie Abramowitsch würden sein Wandbild anschauen, klargestellt: „Es ist eine Gelegenheit, sie wissen zu lassen, dass nicht jeder sie für großartig hält. Sie sollten auch die kleinen Gutscheine wieder erkennen, die ich im Nebenraum aufgehängt habe. Sie wurden zur Zeit der Anfänge des Marktkapitalismus ausgegeben, um die staatlichen Firmen in den Privatbesitz der Russen zu bringen. Die hatten aber überhaupt keine Erfahrung mit dem Kapitalismus und es war für bestimmte Leute ein Leichtes, das Land zu übernehmen, die Industrie, die Macht. Menschen wurden wegen dieser Papiere erpresst, sie verschwanden, wurden ermordet. Die bunten Schnipsel sind belastet von Geschichte, sie stammen aus Kriegsgebieten.“

Russischer Goldregen

Einige mögen Dellers Vorgehen plakativ nennen, es hat aber den Vorteil, dass Ross und Reiter genannt und zudem auf amüsante Weise daran erinnert wird, dass nicht alle glauben, was Großsammler und Prinzen uns und der Kunstwelt so erzählen. Im Russischen Pavillon hingegen hat sich Vadim Zakharov zu einer jener Großformen verstiegen, die Deller bewusst zu meiden sucht. Das Untergeschoss des Pavillons dürfen nur Frauen betreten, auf die Goldmünzen der Währung „Danae“ herabregnen, auf deren Rückseite die Worte „Trust, Unity, Freedom und Love“ eingeprägt sind. Danae, das war, wir erinnern uns, in der griechischen Mythologie der Name der Tochter des Königs Akrisios von Argos und der Eurydike, der sich Zeus in Gestalt eines Goldregens genähert hatte. Der Sohn, den sie ihm gebar, war Perseus, der sie später mit Hilfe des Gorgonenhauptes errettete. Die Kritik wird auch nicht differenzierter und das Werk nicht besser, wenn man im Obergeschoss vor dem Goldregen niederkniet und zum Gott der Kunst oder der ausgleichenden Gerechtigkeit betet.

Wer es lieber raunend mag, der wird im Belgischen Pavillon fündig, wo Berlinde de Bruyckere einen dürren, hier und da bandagierten Baumriesen ins Dunkel gelegt hat – angeblich, wie es in der Pressemittelung heißt, eine Synthese der Themen ihres bisherigen Werks wie „Leben und Tod; Eros und Thanatos; Kraft und Verletzlichkeit; Unterdrückung und Bewahrung; Begehren und Leiden; Verwüstung und Vereinigung“.

Willkommen in der Kamikaze Loggia

Wem all das alles – zu Recht oder zu Unrecht – zu kunstvoll, zu bombastisch, zu trivial oder schlicht zu aufgeblasen erscheint, der sollte in den Dänischen Pavillon oder in die „Kamikaze Loggia“ gehen, wie der neu errichtete Pavillon Georgiens am Ende des Arsenale-Geländes sich nennt. Wie eine illegale Wohnraumerweiterung hängt das Holzhaus samt Freitreppe über der Ausfahrt aus dem Hafen der ehemaligen Kriegsflotte. Drinnen wird nicht nur der urbane Prozess in Tiflis zwischen „Façadism“ und „Singapoisation“ beleuchtet, die Künstler der Bouillon Group, Thea Djordjadze, Nikoloz Lutidze, Gela Patashuri und Gio Sumbadze nehmen noch viele andere georgische Idiosynkrasien aufs Korn, bis selbst absurde und tragische Veränderungen einen zum Lachen bringen. Nur so, denkt man, ist Kritik heute noch möglich, wo Absurdistan überall zu finden ist, nicht nur in einem Land, das von seinen Bewohnern als eine Italien beschrieben wird, das marxistisch geworden sei.

Das Haus der Dänen ist eine einzige Baustelle, zugemauert und aufgerissen, aber auch eine Umsteigestation, ein Ort der Verwirrung und der Dislokation. Denn auch wenn es in den Filmen, die Jesper Just im Innern zeigt, so aussieht, als befände man sich in Paris, es handelt sich um nur um dessen Replik in einem Vorort von Hangzhou. Ein Mann läuft durch diese Kulissenstadt, eine Treppe samt Palisade endet in Brachland. Nichts stimmt, alles ist echt und falsch zugleich. Überall ist Wunderland. Wir aber wissen längst nicht mehr, wo wir sind.

Lesen Sie weiter in Teil 2 über den „Palazzo Enziclopedico“, die zentrale Ausstellung der 55. Biennale di Venezia.
Das falsche Paris erreicht man nur durch den Hintereingang: Der Dänische Pavillon, in dem Jasper Just mehrere Videofilme zeigt, gibt sich zugemauert.
Das große Ganze ist nicht mehr zu haben: Sarah Sze lässt den Pavillon der Vereinigten Staaten von lauter kleinen Dingen überwuchern.
Arrangement einer unübersichtlichen Gegenwart der Dinge: Eine der Installationen von Sarah Sze im amerikanischen Pavillon
Gut sortierte Abraumhalde von der Insel Sacca San Mattia: Lara Almarcegui erforscht im spanischen Pavillon, wie sich in urbanen Randbereichen verschiedene Ordnungen durchdringen.
Man glaubt, man sei in Paris, dabei wandert man durch eine chinesische Kopie: Eines der Videos von Jasper Just im Pavillon Dänemarks.
Eine etwas andere Tapete fürs Kinderzimmer: Vladimir Peric 3D Wallpaper im Pavillon Serbiens.
Positionen im All: Elisabetta Benassi hat einen Raum im italienischen Pavillon mit Backsteinen ausgelegt auf dem die Positionen von Satelliten im All eingeprägt sind.
Das Lokale und das Ephemere: Arbeiten von Simryn Gil im Pavillon Australiens.
Eine andere Art der Transfiguration: He Yunchang bittet um Wasser aus der Lagune.
Gallerist gesucht: Nicht nur offiziell im Rahmen der der Biennale, auch in den Gassen Venedigs ist so mancher Künstler bemüht, dem Erfolg auf die Spur zu kommen.
Welcher Pavillon hat die längste Schlange? Venezianische Schirmparade im europäischen Dreieck Frankreich, Großbritannien, Deutschland. Alle Fotos © Thomas Wagner, Stylepark
I’ve got a feelin’ you’re foolin’: Mathias Poledna lässt im Österreichischen Pavillon die Ära früher Zeichentrickfilme wiederaufleben.
Der linkshändige Pianist: Als französischen Beitrag zeigt Anri Sala im deutschen Pavillon seine Arbeit „Ravel Ravel Unravel“.
Die Rache der Kornweihe: Jeremy Dellers bissige Kritik der bestehenden Verhältnisse gibt sich bewusst journalistisch und greift konkrete Ereignisse auf.
Die Rache des William Morris: Bei der letzten Biennale war die Yacht von Roman Abramowitsch zu einem Menetekel der Macht des Kunstmarkts geworden. Nun lässt Jeremy Deller den Künstler und Sozialreformer zurückschlagen.
Mythos und Kapitalismus: Vadim Zakharov lässt im Russischen Pavillon die Geschichte von Danaë wiederaufleben.
Urgeschichtliches Raunen: Berlinde de Bruyckeres „Kreupelhout – Cripplewood“ im Pavillons Belgiens.
Überraschende Blicke aufs Urbane: Aus der Kamikaze Loggia des georgischen Pavillons hat man einen guten Überblick über die ehemalige Weft der Marine.
Provisorien halten oft am längsten und entfalten ihren ganz eigenen Charme: Der neue Pavillon Georgiens am Ende des Arsenale-Geländes.
Bezug zur Architektur-Biennale: Im Pavillon Japans widmet sich Koki Tanaka den Folgen des Erdbebens von 2011 für die Menschen und deren Beziehungen untereinander.
Hinter Fenstern, die mit gefakten Tageszeitungen verhüllt sind: Im Pavillon der Niederlande sind Arbeiten von Marc Manders aus den letzten 23 Jahren zu besichtigen.