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Wettstreit der Innovationen
im Gespräch: Jochen Köckler
19. November 2013
Die Innovations@Domotex im Blick: Jochen Köckler, Vorstand der Deutschen Messe AG (im Bild rechts), im Gespräch mit Designer und Juryvorsitzenden Stefan Diez. Foto © Domotex/ Robert Volhard, Stylepark
Robert Volhard: Worin sehen Sie die Kernaufgabe einer Messe?

Jochen Köckler: Ganz kurz gefasst: Messen sind Plattformen, um Menschen einander begegnen zu lassen.

Mit „Innovations@Domotex“, dem Konzept, das Sie gemeinsam mit uns von Stylepark entwickelt haben, findet die „Begegnung“ potenzieller Besucher mit den Produkten der Aussteller schon vor der Messe in Form eines Guides statt. Was war der Grund, ein solches Format für die Domotex zu entwickeln?

Köckler: Spricht man nach einer Messe mit Besuchern und fragt sie, weshalb ihnen die Messe gefallen hat, so antworten sie nicht selten: Weil ich viele Innovationen gesehen habe. Hat ein Besucher nur wenig Neues erlebt, kommt er vielleicht nicht wieder. Daher haben wir uns klar entschieden, mit „Innovations@Domotex“ bereits im Vorgriff auf die Messe zu zeigen, warum es sich lohnt und spannend ist, auf die Domotex zu gehen – also die „Reasons to visit“ zu liefern. Das Entscheidende aber bleibt das haptische Erlebnis, das Anfassen, ergänzt vom Sehen und vom Diskutieren mit Kollegen. All das findet dann während der Messe statt. Wir machen also ganz klassisches Neuheiten-Marketing, mit dem wir Besuchern schon im Vorfeld der Messe eine Orientierung anbieten.

Steckt noch mehr in „Innovations@Domotex?“

Köckler: „Innovations@Domotex“ besteht aus verschiedenen Bausteinen, die gezielt aufeinander abgestimmt sind. Im Zentrum steht die Auswahl der relevanten Produkte durch eine Jury, deren Vorsitz Stefan Diez übernommen hat. Die auf diese Weise ausgewählten Produkte werden in dem schon angesprochenen Guide zusammengefasst. Wir legen ihn Fachmagazinen bei, nutzen ihn für Direkt-Mailings und legen ihn zur besseren Orientierung auf der Messe aus. Um nicht nur medial, sondern auch auf der Messe selbst einen Ort zu haben, an dem man sich schnell und unkompliziert informieren und orientieren kann, werden wir in den Hallen 6, 9 und 17 sogenannte „Innovations@Domotex Areas“ schaffen. Auf diesen Sonderflächen kann sich jeder Besucher über die ausgewählten Produkte informieren und seinen Weg durch die Halle planen.
Das ist aber längst nicht alles. Hinzu kommen Talks und Führungen, die sich an den Themen orientieren, die mit „Innovations@Domotex“ angesprochen werden. Alles in allem haben wir mit „Innovations@Domotex“ ein einzigartiges Kommunikations-Programm aufgesetzt, das 2014 Premiere feiert.

Wie war die Bereitschaft der Aussteller, an dem neuen Konzept mitzuwirken?

Köckler: 100 Aussteller haben knapp 200 Produkte eingereicht, aus denen die Jury 70 Produkte ausgewählt hat. Das werten wir durchweg als Erfolg. Der Zuspruch hat für die Premiere unsere Erwartungen jedenfalls übertroffen. Wir sind sehr zufrieden.

Der Designer Stefan Diez hat bei der Pressekonferenz gesagt, die von der Jury getroffene Auswahl stelle so etwas wie die Essenz der Domotex dar. Diese Produkte müsse man gesehen haben, sonst hätte sich der Besuch im Januar nicht gelohnt. Wie reagieren diejenigen Aussteller, die keine Produkte eingereicht haben oder nicht ausgewählt wurden?

Köckler: All jenen, die nichts eingereicht haben, sagen wir: Macht doch beim nächsten Mal mit und reicht ebenfalls ein innovatives Produkt ein. Wer mitgemacht hat, aber ausjuriert wurde, den können wir nur auf die Jury verweisen, die entschieden hat und hoffen, dass er das Ganze sportlich nimmt. Als Veranstalter können und wollen wir auf eine Jury, in der namhafte Fachjournalisten, Innenarchitekten, Designer und Branchenexperten vertreten sind, selbstverständlich keinen Einfluss nehmen. Sollte sich jemand trotz allem ungerecht behandelt fühlen, so können wir ihn nur ermutigen, die Innovationskraft der eigenen Produkte im kommenden Jahr noch besser herauszustellen. Nach dem Motto: Was an meinem Produkt ist neu, was daran ist besonders, und worin unterscheidet es sich im Vergleich zu anderen Produkten auf dem Markt.

Verstehe ich Sie richtig: Sie sehen in dem Auswahlverfahren auch eine Chance, Ihren Ausstellern durch „Innovations@Domotex“ Mut zu machen, neue Sachen auszuprobieren, Kompetenzen hervorzuheben und die eigenen Produkte offensiver und präziser zu kommunizieren?

Köckler: Sehen Sie, wir sind Veranstalter der wichtigsten Bodenbelagsmesse der Welt. Um diese Position auszubauen und gleichzeitig auch der damit verbundenen Verantwortung gerecht zu werden, wollen auch wir innovativ sein. Dabei ist unser Ziel, den Unternehmen mit unseren Instrumenten die besten Voraussetzungen für eine Messeteilnahme bieten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit „Innovations@Domotex“ ein neues Format kreiert haben, das maßgeschneidert zur Branche passt.
News & Stories › 2013 › November
Wettstreit der Innovationen
19. November 2013
Die Domotex erneuert sich auch 2014. Aus Anlass der Pressekonferenz, auf der das Konzept vorgestellt wurde, hat Robert Volhard mit Jochen Köckler, dem Vorstand der Deutschen Messe AG, über Messen und über das neue Kommunikations-Programm „Innovations@Domotex“ gesprochen, das von der Messe gemeinsam mit Stylepark entwickelt wurde.
Robert Volhard: Worin sehen Sie die Kernaufgabe einer Messe?

Jochen Köckler: Ganz kurz gefasst: Messen sind Plattformen, um Menschen einander begegnen zu lassen.

Mit „Innovations@Domotex“, dem Konzept, das Sie gemeinsam mit uns von Stylepark entwickelt haben, findet die „Begegnung“ potenzieller Besucher mit den Produkten der Aussteller schon vor der Messe in Form eines Guides statt. Was war der Grund, ein solches Format für die Domotex zu entwickeln?

Köckler: Spricht man nach einer Messe mit Besuchern und fragt sie, weshalb ihnen die Messe gefallen hat, so antworten sie nicht selten: Weil ich viele Innovationen gesehen habe. Hat ein Besucher nur wenig Neues erlebt, kommt er vielleicht nicht wieder. Daher haben wir uns klar entschieden, mit „Innovations@Domotex“ bereits im Vorgriff auf die Messe zu zeigen, warum es sich lohnt und spannend ist, auf die Domotex zu gehen – also die „Reasons to visit“ zu liefern. Das Entscheidende aber bleibt das haptische Erlebnis, das Anfassen, ergänzt vom Sehen und vom Diskutieren mit Kollegen. All das findet dann während der Messe statt. Wir machen also ganz klassisches Neuheiten-Marketing, mit dem wir Besuchern schon im Vorfeld der Messe eine Orientierung anbieten.

Steckt noch mehr in „Innovations@Domotex?“

Köckler: „Innovations@Domotex“ besteht aus verschiedenen Bausteinen, die gezielt aufeinander abgestimmt sind. Im Zentrum steht die Auswahl der relevanten Produkte durch eine Jury, deren Vorsitz Stefan Diez übernommen hat. Die auf diese Weise ausgewählten Produkte werden in dem schon angesprochenen Guide zusammengefasst. Wir legen ihn Fachmagazinen bei, nutzen ihn für Direkt-Mailings und legen ihn zur besseren Orientierung auf der Messe aus. Um nicht nur medial, sondern auch auf der Messe selbst einen Ort zu haben, an dem man sich schnell und unkompliziert informieren und orientieren kann, werden wir in den Hallen 6, 9 und 17 sogenannte „Innovations@Domotex Areas“ schaffen. Auf diesen Sonderflächen kann sich jeder Besucher über die ausgewählten Produkte informieren und seinen Weg durch die Halle planen.
Das ist aber längst nicht alles. Hinzu kommen Talks und Führungen, die sich an den Themen orientieren, die mit „Innovations@Domotex“ angesprochen werden. Alles in allem haben wir mit „Innovations@Domotex“ ein einzigartiges Kommunikations-Programm aufgesetzt, das 2014 Premiere feiert.

Wie war die Bereitschaft der Aussteller, an dem neuen Konzept mitzuwirken?

Köckler: 100 Aussteller haben knapp 200 Produkte eingereicht, aus denen die Jury 70 Produkte ausgewählt hat. Das werten wir durchweg als Erfolg. Der Zuspruch hat für die Premiere unsere Erwartungen jedenfalls übertroffen. Wir sind sehr zufrieden.

Der Designer Stefan Diez hat bei der Pressekonferenz gesagt, die von der Jury getroffene Auswahl stelle so etwas wie die Essenz der Domotex dar. Diese Produkte müsse man gesehen haben, sonst hätte sich der Besuch im Januar nicht gelohnt. Wie reagieren diejenigen Aussteller, die keine Produkte eingereicht haben oder nicht ausgewählt wurden?

Köckler: All jenen, die nichts eingereicht haben, sagen wir: Macht doch beim nächsten Mal mit und reicht ebenfalls ein innovatives Produkt ein. Wer mitgemacht hat, aber ausjuriert wurde, den können wir nur auf die Jury verweisen, die entschieden hat und hoffen, dass er das Ganze sportlich nimmt. Als Veranstalter können und wollen wir auf eine Jury, in der namhafte Fachjournalisten, Innenarchitekten, Designer und Branchenexperten vertreten sind, selbstverständlich keinen Einfluss nehmen. Sollte sich jemand trotz allem ungerecht behandelt fühlen, so können wir ihn nur ermutigen, die Innovationskraft der eigenen Produkte im kommenden Jahr noch besser herauszustellen. Nach dem Motto: Was an meinem Produkt ist neu, was daran ist besonders, und worin unterscheidet es sich im Vergleich zu anderen Produkten auf dem Markt.

Verstehe ich Sie richtig: Sie sehen in dem Auswahlverfahren auch eine Chance, Ihren Ausstellern durch „Innovations@Domotex“ Mut zu machen, neue Sachen auszuprobieren, Kompetenzen hervorzuheben und die eigenen Produkte offensiver und präziser zu kommunizieren?

Köckler: Sehen Sie, wir sind Veranstalter der wichtigsten Bodenbelagsmesse der Welt. Um diese Position auszubauen und gleichzeitig auch der damit verbundenen Verantwortung gerecht zu werden, wollen auch wir innovativ sein. Dabei ist unser Ziel, den Unternehmen mit unseren Instrumenten die besten Voraussetzungen für eine Messeteilnahme bieten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit „Innovations@Domotex“ ein neues Format kreiert haben, das maßgeschneidert zur Branche passt.