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Calatravas weißer Vogel
07.12.2015

Auf schnellstem Wege von A nach B: Auf dem Bahnhof „Liège-Guillemins“, der sich im belgischen Lüttich befindet, dreht sich alles um Transport, Transparenz und optimale Mobilitätslösungen. Reisende gelangen von hier mit dem ICE in wenigen Stunden nach London, Paris oder Brüssel – und auch innerhalb des Gebäudes gilt es, möglichst schnell das richtige Gleis zu erreichen. Der Hersteller Schindler entwickelte für den Bahnhof gläserne Panoramaaufzüge, die besonders nutzerfreundlich sind und optisch hervorragend mit der markanten Architektur des Gebäudes harmonieren.

Der Bahnhof von Lüttich war nach seiner Erbauung vor über dreißig Jahren schon reichlich in die Jahre gekommen und konnte den Anforderungen an ein modernes Hochgeschwindigkeitsnetz nicht gerecht werden. Architekt Santiago Calatrava Valls aus Valencia sollte es „richten“ und schuf 2009 mit einer beeindruckenden Dachkonstruktion aus Glas, Stahl und weiß gefärbtem Beton einen zeitgemäßen Bahnhof, den die Verkehrsgesellschaft Thalys durchaus treffend als „weißen Vogel“ bezeichnet hat.
Denn federleicht und luftig wirkt das 200 Meter lange Dach aus Glas, das sich über alle neun Bahnsteige und die Haupthalle samt Galerie wölbt und von schlanken, weißen Stahlstützen getragen wird. Entsprechend hell und übersichtlich nehmen sich die weitläufigen Verkehrsflächen im Innern aus, so dass sich die Reisenden schnell orientieren können und die lichtdurchflutete Halle bis zum Abend ohne künstliche Beleuchtung auskommt. Rolltreppen von Schindler mit gläsernen Balustraden führen bequem zu den Gleisen wie auch zu verschiedenen Seitenausgängen und geben dem Besucher während der komfortablen Fahrt die Gelegenheit, die beeindruckende Konstruktion der imposanten Halle zu erkunden. Wer es dann doch eilig hat oder nicht gut zu Fuß ist, nimmt einen der sechs Panoramaaufzüge, die das Erdgeschoss mit dem Souterrain verbinden, der Einfahrtsstation für die Hochgeschwindigkeitszüge.

Mit gewölbter Kabine und geschmackvoller Edelstahlverkleidung wirken die Aufzüge wie futuristische Kapseln aus Glas die sowohl zum ästhetischen Gesamtkonzept des Bahnhofes passen, als auch – mittig angeordnet – einen wichtigen Orientierungspunkt und den Zugang zum jeweiligen Gleis markieren. Leichte Zugangsmöglichkeiten und Orientierungshilfen sind besonders für Personen mit Mobilitäts- oder Sehbehinderung wichtig: So fahren Rollstuhlfahrer problemlos durch die breiten Panoramatüren, die eine Zugänglichkeit nach EN 81-70 gewährleisten. In der Kabine erleichtern Tableaus mit hervorstehenden Tasten, Reliefbeschriftung und akustischer Rückmeldung die Bedienung des Aufzugs. Bei der Beschriftung beschränkte sich Schindler auf Französisch, aber mit leicht verständlichen Piktogrammen wissen auch Fremdsprachler, wo es lang geht: Schließlich ist der hochmoderne Vorzeigebahnhofs Dreh- und Angelpunkt für viele internationale Gäste. (sb)

>>Zur Hersteller Homepage

Auf, auf und davon mit dem weißen Vogel: Der Bahnhof Liège-Guillemins ist seit 2009 Belgiens Anbindung an das Hochgeschwindigkeitsnetz von London, Paris, Brüssel, Amsterdam, Köln und Frankfurt. Alle Fotos © Albert Zimmermann

Schwingen aus Glas, Stahl und Sichtbeton: Calatravas Bahnhof beeindruckt schon von weitem mit einzigartiger Architektur. Amorphe Formen dominieren auch die Hallen und Bahnsteige im Innern.

Die Verkehrsflächen im Innern sind besonders hell und übersichtlich gestaltet, damit sich Reisende möglichst schnell orientieren können. Tageslicht flutet die Hallen, die bis zum Abend ohne künstliche Beleuchtung auskommen.

Transparenz und Geschwindigkeit: Schlanke Stahlbögen mit einer Spannweite von knapp 160 Metern tragen den Baldachin, der federleicht wirkt. Der Bahnhof bietet ausgezeichnete Mobilitätslösungen – wie etwa die 40 Fahrtreppen von Schindler, deren Glasbalustraden Bezug auf die Fassadenkonstruktion nimmt.

Mit futuristischen Kapseln durch alle Ebenen: Die Panoramaaufzüge von Schindler verbinden die Haupthalle mit dem Souterrain. Mit geräumiger Kabine und einer Türbreite von jeweils 900 Millimetern erfüllen sie Zugänglichkeit nach EN 81-70, sodass auch Rollstuhlfahrer sie nutzen können.

Die Panoramaaufzüge befinden sich an den Gleisen, wo sie den Reisenden auch als wichtiger Orientierungspunkt innerhalb der weitläufigen Verkehrsflächen dienen. Schindlers „Rundum-Expertise“: Passend zu den Aufzügen entwickelte er auch die 10 Fahrsteige.

Die Kunst des Unsichtbaren: Wände, Decken und Böden sind aus Glas, um nicht nur die Kabinen, sondern auch den Schacht mit Licht zu fluten.

Und hat der Reisende es dann doch nicht so eilig, nimmt er besser eine von Schindlers Fahrtreppen. So kann er in aller Ruhe die Architektur der Haupthalle bewundern: Die gebogenen Stahlträger nehmen die Form einer Kathedrale auf
– und erinnern so manchen Science-Fiction-Fan an eine freundliche Version von HR Gigers Filmdesign.

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