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Das Hohe Haus und das Lange Haus
31.10.2010

Das Landtagsgebäude in Vaduz vom deutschen Architekten Hansjörg Göritz, mit welchem das liechtensteinische Parlament erstmals in seiner Geschichte über eigene Sitzungsräumlichkeiten verfügt, bildet den Kern des Regierungsviertels.

Hansjörg Göritz interpretierte den ursprünglichen Bebauungsplan neu und schuf zwei Gebäude, die durch ihre außergewöhnlich einfachen, fast sakralen Formen Vaduz in städtebaulicher Hinsicht aufwerten. Die einheitliche Materialität und Konsequenz in der ausschließlichen Verwendung ockergelber Sichtziegel unterstreichen den baulichen Zusammenhang. 680.000 eigens angefertigte Ziegel bedecken von der Tiefgarage bis in die Sitzungssäle Wände und Decken des Gebäudes. Das warme Licht, das von den Ziegelflächen ausgeht, schafft eine besondere Atmosphäre im Inneren und Äußeren der Gebäude. Der verwendete kelesto-Klinker vom Schweizer Familienunternehmen Keller ist ein grobkeramisches Naturprodukt, welches in einem natürlichen Brennprozess hergestellt wird.

In das steile Dach des Hohen Hauses wurde ein Lamellenoberlicht integriert. Durch das über die gesamte Firstlänge große Dachfenster von der Schweizer Firma Stebler Glashaus erhält der darunter liegende Plenarsaal natürliches Licht und eine ideale Belüftung. Das Dachfenster nimmt außerdem die Dachziegelstruktur auf.

www.hansjoerggoeritz.com
www.stebler.ch
www.keller-ziegeleien.ch

Landtagsgebäude in Vaduz, Liechtenstein | all photos © image courtesy of Hansjörg Göritz