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Die Verbindung von Kunst und Leben in der Stadt
07.10.2010

Im Zentrum des Entwurf eines Lofts des UNStudio im New Yorker Greenwich Village steht das Verhältnis zwischen Kunstgalerie und Wohnraum. Der Kunde, ein Kunstsammler hatte sich einen Raum mit einer behaglichen Wohnatmosphäre gewünscht, der gleichzeitig auch Platz für die vielen Bilder, Objekte und Bücher bietet, die er über die Jahre zusammengetragen hat.

Die vorgefundene Aufteilung des Lofts stellte eine Herausforderung dar, denn der Raum ist lang und breit, aber relativ niedrig. Es wurden sanft geschwungene Wände errichtet, um den Hauptraum in ausgewogen proportionierte Bereiche zu gliedern. Die mäandrierenden Wände eröffnen zum einen lange Blickachsen, zum anderen verbergen sich in den Rundungen geschütztere Ecken und Nischen. Eine fließend angelegte Ausstellungswand geht auf der einen Seite in Bücherregale und auf der anderen in eine Vitrine über.

UNStudio: Ben van Berkel mit Arjan Dingsté, Marianthi Tatari und Collette Parras
Lichtgestaltung: Renfro Design Group Inc., New York

Das ganze Loft ist mit einem maßgefertigten Douglasie-Boden von Dinesen mit 47 cm breiten Dielen ausgelegt. | Foto © Iwan Baan
Die Wände und Decken sind in einer fließenden Bewegung durch den Raum angelegt, wodurch ein hybrides Raumkonzept entsteht, das die Verschmelzung von Wohn- und Ausstellungsräumlichkeiten erlaubt.
Gerahmter Ausblick: Die früheren Fenster in der Südwand wurden durch deckenhohe Glasflächen von Sky-Frame ersetzt, die über einen ebenfalls verglasten Balkon einen großartigen Ausblick auf das Zentrum von Manhattan eröffnen. | Foto © Iwan Baan
Lichtflächen: Der Wechsel von Licht und Schatten entspricht der Gliederung des Raums in einen Ausstellungs- und Wohnbereich. Loft in Manhattan, N.Y . | Foto © Iwan Baan
Der dezente, gleichmäßig getönte Boden verleiht dem Raum eine einheitliche Anmutung und ermöglicht, dass Möbel und Kunst als fließende Elemente in sich wandelnden Konstellationen arrangiert werden können. | Foto © Iwan Baan
Um diesen homogenen und nahtlosen Raum zu schaffen, wurden glasfaserverstärkte Gipswandver- kleidungen, die teilweise dreidimensional geformt sind, verwendet.

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