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Ein Eisberg aus Marmor, Glas und Metall
19.07.2010

Das neue Opernhaus von Oslo ist längst zu einem international bekannten Symbol einer neuen Architekturdialektik der Bauwerksgattung geworden. Das Besondere an dem Bau ist die Zurückhaltung: Kein prunkvolles Haus, das sich mit schrillen und überladenen Gesten darstellt. Statt eines Hauses handelt es sich vielmehr um eine urbane, mobil wirkende Landschaft, die ähnlich einem Eisberg auf dem Fjord vor den Toren der norwegischen Hauptstadt angelegt hat. Der „Eisberg" ist bis auf das Dach hinauf begeh- und erfahrbar.

Die Architekten des norwegischen Büros Snøhetta gliederten das äußere Erscheinungsbild des Opernhauses in drei maßgebende, materiell scharf kontrastierende Ebenen: Der gleißend helle Marmor erstreckt sich in unregelmäßigen Strukturen über die gesamte Fläche des Baukörpers, der von den saphirblauen Glasfronten scheinbar willkürlich und scharfkantig durchtrennt wird. Auf dem Dach des „Berges" befindet sich die elektrische Schaltzentrale des Opernhauses. Umhüllt ist der kubische Aufbau von perforierten und unregelmäßig geprägten Metallblechen, die im Licht der einfallenden Sonne farblich changieren.

www.snoarc.no
www.yourglass.com
www.rmig.com
www.campolonghi.it

Neue Oper, Oslo, Norwegen | Foto © Jan Passoth; Bildmontage © Dimitrios Tsatsas, Stylepark
Neue Oper, Oslo, Norwegen | Foto © Jan Passoth; Bildmontage © Dimitrios Tsatsas, Stylepark