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Spezial | das BÜro nach dem BÜro
initiiert von Evoline
Ein Haus vernetzter Wissensarbeit
04.10.2013

Eine Arbeitsorganisation, die vermehrt auf Netzwerke statt Hierarchien baut, stellt vollkommen andere Anforderungen an Architektur, technische Infrastruktur und die räumliche Verknüpfung von Arbeitsbereichen. Wilhelm Bauer vom „Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation“ (IAO) begründet das mit veränderten Arbeitsbedingungen: „Wir haben eine zunehmend vernetze Wertschöpfung und Unternehmen erbringen ihre Leistung vermehrt in Kooperationen. Das bedeutet für die Arbeit, dass sie schneller und flexibler werden muss und dass sie eben vermehrt dezentral stattfindet.“ Die Erkenntnisse des IAO hat das niederländische Architekturbüro „UN Studio“ beim Neubau des „Zentrums für virtuelles Engineering“ – kurz ZVE – berücksichtigt und ein lebendiges Arbeitslabor geschaffen.

Anspruchsvolle Köpfe brauchen eine anspruchsvolle Architektur

Auf einer Fläche von 3.200 Quadratmeter stellen sich interdisziplinäre Teams unterschiedlichen Forschungsfragen. Wissen zu generieren und zu vernetzen ist ebenso Teil der Arbeitsprozesse wie projektbezogene, flexible Teamstrukturen. Und hierbei unterstürzt die bemerkenswerte Architektur die „Wissensarbeiter“. Das Haus, das „Köpfe“ vernetzt, setzt auf Strukturen, die zufällige Begegnungen zwischen den Mitarbeitern fördern. So bieten beispielsweise die fließenden, offenen Verbindungsflächen zwischen Labor- und Arbeitsbereichen vielfältige Aufenthaltsqualitäten und abwechslungsreiche Blickbeziehungen. Diese Räume des „Dazwischen“ sind im Arbeitsalltag ebenso wichtig wie ein optimal ausgestatteter Arbeitsplatz – denn gute Ideen entstehen oftmals unterwegs oder bei informellen Gesprächen mit Kollegen und Kaffee.

Intelligent vernetzt

Flexible Projektgruppen, wechselnde Arbeitsplätze und ein hohes Datenaufkommen stellen eine besondere Herausforderung an die Ausstattung der Räume des ZVE dar. Um bei einem derart dynamischen Arbeitsumfeld eine maximale Flexibilität zu ermöglichen, entschied sich die Fraunhofer Gesellschaft für die dezentrale Elektroplanung von Evoline. Das modulare Evoline-System ermöglicht kurzfristige Umbauten ohne großen Aufwand. Alle vier Etagen des Gebäudes sind in ihren Zwischenböden mit zwei festmonierten Ringleitungen ausgestattet: eine für Strom und eine für Daten. An diese Ringleitung werden die sogenannten „Consolidation Points“ angeschlossen. Von diesen „Consolidation Points“ aus findet sodann die Elektrifizierung sowie die Vernetzung der jeweiligen Arbeitsplätze statt.

Ein Arbeitsort für den permanenten Wandel

Die Maßnahme hat diverse Vorteile: Die „Consolidation Points“ sind einzeln abgesichert, jederzeit verschiebbar und sie minimieren obendrein das Risiko, dass ein einzelnes defektes Gerät den Strom- und Datenfluss in einer ganzen Arbeitsgruppe zum erliegen bringt. Mit diesem System der dezentralen Elektroplanung gewährleistet Evoline maximale Flexibilität, da die non-territorialen Bürobereiche von den Mitarbeitern und Projektgruppen individuell an ihre Bedürfnisse angepasst werden können. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter nicht mehr als einen persönlichen „Materialcaddy“ und ein Telefon brauchen. Wo man sich zum Arbeiten niederlässt und in welcher Konstellation man arbeiten möchte, das entscheidet der Mitarbeiter selbst je nach Projekt und seinen dazu nötigen Erfordernissen.


Orte für Ideen: Die großzügigen Verbindungsflächen mit ihren vielfältigen Raumqualitäten laden zum Arbeiten und zu informellen Gesprächen ein. Foto © Thorsten Arendt
Mehr Begegnungen zwischen den Mitarbeitern: Die einzelnen Arbeitsbereiche werden durch eine großzügige Treppenhelix im lichtdurchflutetem Atrium miteinander verbunden. Foto © Thorsten Arendt
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Kabelanzahl möglich – auch wenn die Kabel unter Last stehen.Foto © Thorsten Arendt
elt erschlossen werden. Zeichnung © Evoline | Foto © Thorsten Arendt
wie Schutz-Modulen und unterschiedlichen Netzanschlüssen zur Verfügung. Foto © Thorsten Arendt
Nie wieder Anschlussprobleme: Die Konferenzräume des ZVE sind mit Evoline Docking-Stationen ausgestattet. Foto © Thorsten Arendt
Der markante Bau des ZVE wurde vom Architekturbüro UN Studio entworfen und 2012 fertiggestellt. Foto © Thorsten Arendt
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