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Ein Museum für die „Mary Rose“
30.07.2013

1510 wurde die „Mary Rose“ in Portsmouth fertig gestellt und war mit 500 Mann Besatzung eines der größten Kriegsschiffe der englischen Flotte. Der Viermaster sollte jedoch schon 1545 in einer Seeschlacht in der Meerenge vor der Isle of Wight sinken und erst Jahrhunderte später geborgen werden. Seit 1982 präparierten Spezialisten den hölzernen Rumpf des Schiffes, der jetzt in einer gläsernen Heißluftkammer getrocknet wird und dabei gleichzeitig der Öffentlichkeit in einem neuen Museum präsentiert wird.

Für das historische Werftgelände von Portsmouth, wo die „Mary Rose“ vor über 400 Jahren gebaut wurde, entwarfen Wilkinson Eyre Architects ein Museum für das Schiff. Als Material für die Außenbereiche, die stets dem rauen Seeklima ausgesetzt sind, wählten sie ein Holz des norwegischen Herstellers Kebony, das besonders langlebig ist. Das muschelförmige Gebäude mit der Holzverkleidung erinnert an Schiffsrümpfe oder Bootsaufbauten und verweist somit auf eine moderne und abstrakte Art auf das maritime Umfeld. Die Architekten haben im Inneren geschickt einen Rundgang auf mehreren Ebenen um das Wrack angelegt, der zudem die äußere Form des Gebäudes bestimmt. Zu sehen ist die erhaltene Hälfte der „Mary Rose“, ergänzt um rekonstruierte Schiffsteile auf drei Ebenen, in denen zahlreiche Fundstücke präsentiert werden.

Als Kontrast zur Enge im Schiffrumpf bietet eine offene Galerie auf der Höhe des Decks einen Rundblick auf den Hafen von Portsmouth. Für diesen offene Galerie mit einer Schiffsreling sowie für die Außenbereiche suchten die Architekten nach einer wetterbeständigen Alternative zu Tropenholz. Behandeltes Holz von Kebony, das Material ihrer Wahl, ist nachhaltig, frei von giftigen Substanzen, wartungsfreundlich und widerstandsfähig. Das äußerst haltbare und langlebige Material ist gegen das raue Seeklima resistent und eignet sich hervorragend für das neue Wahrzeichen am Hafen. Zur Veredelung des Holzes nutzt Kebony ein bestimmtes patentiertes Verfahren namens ‚Kebonierung‘. Durch eine umweltfreundliche Behandlung mit Furfurylalkohol werden Holzarten wie beispielsweise Ahorn, Kiefer oder Buche zu wetterfesten und langlebigen Materialien für den Außenbereich. Die patentierte Furfuryalkohollösung kann aus organischen Reststoffen aus der Landwirtschaft gewonnen werden. Nach der Imprägnierung löst die Flüssigkeit eine Reaktion in den Holzfasern aus. Diese Behandlung stärkt und stabilisiert das Holz dauerhaft und schützt es so vor natürlicher Verrottung. Diese umweltschonende und nachhaltige Produktion brachten Kebony zahlreiche Auszeichnungen und Öko-Zertifizierungen.

Kebony ist eine preisgekrönte Alternative zum tropischen Hartholz und toxisch behandelten Hölzern. Deswegen fiel die Wahl auf Kebony, als die Architekten nach einem Material für den Belag des Museums Ausschau hielten. Foto: © Kebony
Kebony hat eine besondere Ästhetik und bekommt im Laufe der Zeit eine silbergraue Patina – perfekt für diese maritime Umgebung. Foto: © Kebony
Kebony wurde als Belag für das neue Mary Rose Museum verwendet, das ein wichtiges Denkmal der maritimen Geschichte Großbritanniens repräsentiert. Foto: © Kebony
Das Mary Rose Museum beherbergt über 19.000 Artefakte, die aus dem Rumpf der Mary Rose geborgen wurden. Foto: © Kebony
Das Museum befindet im Herzen des historischen Hafengeländes von Portsmouth und wurde am 31. Mai 2013 eröffnet. Foto: © Kebony
Kebony wurde auf Grund seiner nachhaltigen, ästhetischen Qualitäten und Langlebigkeit ausgewählt: Es ist in der Lage dem rauen Seeklima zu trotzen. Foto: © Kebony
ses neue, am Hafen gelegene, Wahrzeichen. Foto: © Kebony

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