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Hart am Wind
05.01.2011

Die Unilever Firmenzentrale liegt in exponierter Lage direkt an der Elbe. Auf 25.000 Quadratmetern bietet der neue Unternehmenssitz Arbeitsplätze für rund tausend Mitarbeiter. Neben dem ganzheitlichen Licht- und Energiekonzept fällt bereits von weitem der polygonal gefaltete Vorhang aus 6.200 Quadratmetern ETFE-Folie ins Auge, der das Gebäude umhüllt. Die Radolfzeller Ingenieure von formTL nutzten für diese Windschutzfassade eine einlagige ETFE-Folienbespannung auf biegesteifem Rahmen, formgebende lastabtragende Edelstahlseile und eine transparente ETFE-Folie der Marke Texlon von Vector Foiltec. Der Vorhang schützt die dahinter liegenden Sonnenschutzlamellen damit diese auch an sonnigen und zugleich windreichen Tagen eingesetzt werden können.

Ethylen-Tetrafluorethylen (ETFE) ist eine extrem beständige Kunststofffolie mit geringem Gewicht und hoher Lichtdurchlässigkeit. Sie altert nur sehr langsam, die Nutzungsdauer beträgt etwa 25 Jahre. Durch die niedrige Oberflächenspannung der Gesamtkonstruktion haben Verunreinigungen kaum eine Möglichkeit, sich auf der Folie festzusetzen und werden vom Regen abgewaschen. Bei Wind schwingt die Folie leicht, was dem Gebäude jene Härte nimmt, die Glasfassaden kennzeichnet.

Die transparente Hülle prägt den offenen und leichten Charakter des Gebäudes. Als Reminiszenz an den Standort erinnert die Fassade außerdem an die Segeltücher alter Schoner.

Bereits erschienener Beitrag zu diesem Thema: Das Licht der Zukunft

www.behnisch.de
www.vector-foiltec.com

www.form-tl.de

Details der Fassadenkonstruktion der Unilever Firmenzentrale in der Hamburger Hafencity Alle Fotos © formTL