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Lichtarchitektur
23.03.2010
Grafik CAM, Chelsea Art Museum, New York © Mader Stublic Wiermann

Der Stadtraum wird immer mehr zum Träger von Botschaften, welche oft genug kommerzieller Art sind. Der Einsatz von Licht bis hin zum bewegten Lichtbild spielt dabei eine große Rolle. Die zugefügten Schichten manipulieren die Rezeption zunehmend, sie ersetzen Realität durch Bilder von Realität und verändern so, als Konsequenz, unmerklich die Stadt beziehungsweise ihre Wahrnehmung. Der urbane dreidimensionale Raum wird „unsichtbar", er ist von zweidimensionalen Bildern überlagert, die künstlich und manipulierbar sind.

Die Arbeiten des Berliner Büros Mader Stublic Wiermann reflektieren diese Vorgänge und verschieben die Wahrnehmung der Stadt. Das Gebäude wird von einer Schicht dünner, vertikaler LED-Stäbe umgeben. Dabei bleiben die Schichten transparent, sie verdecken die Stadt nicht, sondern ergänzen sie. Die Bespielung sieht abstrakte Strukturen und Raster vor, die jene alte Fassade erweitern, teilweise überlagern und sie dann wieder zu Tage treten lassen. Bei den Lichtinstallationen, die abstrakte, bewegte Muster zeigen, wird die Architektur kommentiert, verändert, sogar verfremdet oder in Frage gestellt.

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Grafik CAM, Chelsea Art Museum, New York © Mader Stublic Wiermann
CAM, Chelsea Art Museum, New York
Uniqa Tower, Wien | Projekt: "twist and turns"