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Man sieht Kunst, nicht Technik
09.10.2015

Mit dem Neubau und der Aufstockung des Vorarlberg Museums in Bregenz haben Cukrowicz Nachbaur Architekten eine besondere Blockrandbebauung geschaffen, deren Fassade mit unregelmäßig gesetzten Fenstern und kleinen Betonblüten in starkem Kontrast zur klassizistischen Außenhaut des Altbaus steht. Außen wie innen legten die Architekten viel Wert auf die Details: So wählten sie für die schweren Museumstüren das komplett verdeckt liegende Türbandsystem der Marke „Tectus“ von Simonswerk.

Das Kunst- und Kulturgeschichtliche Landesmuseum liegt in unmittelbarer Nähe zum Bodensee und wurde 1905 nach den Entwürfen von Georg Baumeister errichtet. In Anbetracht der stetig wachsenden Sammlung beauftragte das Museum 2009 die ortsansässigen Cukrowicz Nachbaur Architekten mit der Erweiterung des Baus. Das Team entwarf einen fünfgeschossigen, polygonalen Neubau mit markanter, geknickter Südwestfassade; den denkmalgeschützten Bestandsbau, der um zwei Geschosse aufgestockt wurde, integrierten sie. Seit 2013 ist das neue Haus geöffnet und bietet mit einer Ausstellungsfläche von insgesamt 2.400 Quadratmetern nun genügend Platz für alle Exponate.
Die strenge schneeweiße Beton-Fassade wird bei näherem Hinsehen durch eine besondere Gestaltung „aufgebrochen“: Der Südtiroler Künstler Manfred Alois Mayr hat darauf kleine Blüten aus Beton gesetzt. Beim Betreten des Gebäudes finden sich Besucher in einem offenen Atrium mit Foyer und angrenzender Cafeteria wieder; im ersten Geschoss befinden sich Verwaltungsräume und die darüber liegenden drei Geschosse bieten Platz für die Ausstellung. Die Architekten setzten auf eine offene Raumgestaltung mit weitläufigen, ineinanderfließenden Zonen. Plane, monochrome Flächen, breite Flure und eine dezente Deckenbeleuchtung lenken die Aufmerksamkeit des Besuchers auf die Exponate. Die Farbgestaltung aus weißen und braunen Flächen wurde konsequent und bis ins kleinste Detail durchgehalten: So versahen die Architekten die großen Innen- und Außentüren, die mit Messingplatten verkleidet wurden, mit dem Türbandsystem „Tectus TE 640“ von Simonswerk mit poliert vermessingter Oberfläche.

Das Türbandsystem kann den Anforderungen schwerer Funktionstüren mit bis zu 300 Kilogramm Belastung mühelos standhalten – gerade im Museum, wo diese durch hohe Frequentierung viel beansprucht werden. Zudem lassen sich die Bänder bis zu einem Winkel von 180 Grad öffnen – ein wichtiger Aspekt, denn die Türen dürfen in geöffnetem Zustand nicht mitten im Raum stehen und so die Sicht auf die Exponate stören. Die Stärke von „Tectus“ bleibt dabei im Verborgenen: Sowohl die Technik als auch die Fräsung liegt vollständig verdeckt hinter dem geschlossenen Bandkörper, sodass nichts den Blick beim Museumsbesuch stört.

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Mehr Platz für die Kunst: Die Architekten stockten den Bestandbau des Vorarlberg Museums auf und erweiterten ihn mit einem fünfgeschossigen Neubau. Schönes Detail der neuen Südwestfassade: Ein „Blütenmeer“ aus Ornamenten auf den weißen Betonpaneelen. Foto © Hertha Hurnaus

Die Architekten setzen auf eine offene Raumgestaltung mit weitläufigen, ineinanderfließenden Zonen, damit sich der Besucher im Innern schnell zurechtfinden kann. Foto © Hertha Hurnaus

Gebäude mit besonderen Anforderungen: Die Museumstüren sind besonders schwer, müssen häufigen Belastungen standhalten und benötigen ein Türbandsystem mit einem Öffnungswinkel von 180 Grad. Foto © Hertha Hurnaus

Das komplett verdeckt liegende Türbandsystem der Marke „Tectus“ von Simonswerk hält nicht nur Belastungen bis zu 300 Kilogramm aus, sondern fügt sich mit polierter Oberfläche aus Messing „nahtlos“ in die monochrome Gestaltung von Türen und Wänden ein. Foto © Hertha Hurnaus

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