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Programmfreie Architektur
15.11.2010

Der Architekt Gus Wüstemann hat für die Renovierung seiner Wohnung im gotischen Stadtviertel Barcelonas ein eigenes Raumkonzept entwickelt. Der Bau wurde teilweise entkernt und in mehreren unterschiedlichen Oberflächenschichten neu aufgebaut. Viele Wand- und Deckenflächen sind im Rohzustand belassen und mittels einer transparenten Lackschicht versiegelt worden. Inspiriert von einer Straßenkreuzung in der Stadt baute der Architekt den Grundriss seiner Wohnung um die Form eines Kreuzes auf. Die Boden-, Wand- und Deckenflächen sind in diesem Bereich komplett weiß gestrichen. Sein Raumkonzept sollte möglichst „programmfrei" sein. Somit sind alle raumdefinierenden Elemente auf das Wesentliche reduziert. Im Kreuz - „Crush Alba" heißt im Schweizerischen Romantsch „weißes Kreuz" - befindet sich der Bad- und Küchenbereich. Sämtliche Armaturen der Küche sind hinter weißen Schrankfronten versteckt. Das Badezimmer lässt sich wegklappen und dient alternativ als Loungebereich. Über den langen Korridor entlang der Küchenzeile führt der Weg in den weitläufigen Wohnbereich, der zweiten Hälfte des Appartements.

www.guswustemann.com

Kochnische, teils geöffnet
Auch die Kochflächen lassen sich einfach wegklappen
Eiche furnierte, mobile Trennwände von Gurdo, www.gurdo.com
Die Wände im Wohnbereich sind größtenteils entkernt und lediglich mit einer Lackschicht versiegelt
Grundriss-Skizze des "Crusch Alba Loft" von Gus Wüstemann in Barcelona | Alle Fotos © Bruno Helbling
Weiße Holzschiebetüren aus MDF von Gurdo, www.gurdo.com
Der Küchen-Korridor im geschlossenen Zustand. Weißer Polyurethan Boden von Lotum, www.lotum.es
Ablagen aus Corian von DuPont
Blick durch den Korridor in den Wohnraum. Indirekte, dimmbare Lichtleisten von Vector Construcciones s.a., www.construccionesvector.com
Hinter den furnierten Wandanschlüssen liegen die Heizkörper und Lichtquellen versteckt

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