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Rückzug und Dialog
09.04.2011

Im neu errichteten ThyssenKrupp-Quartier in Essen hat das Kölner Büro JSWD Architekten einen Rückzugsort, den „Raum der Stille", eingerichtet. Der Raum ist als Anlaufpunkt, sowohl für die Gäste, als auch für die Mitarbeiter des Campus gedacht. Die Wände und Böden sind homogen aus einem Material gestaltet. Dabei handelt es sich um einen leicht marmorierenden, glatten Putz in einem weißen Farbton. Im Kontrast dazu steht die Innenwandverkleidung eines zentral im Raum schwebenden Kubus. Diese Flächen, die erst wahrnehmbar sind, wenn man unter den Kubus tritt, flimmern in einer Oberfläche aus fingerförmig gespleißten, circa dreißig Zentimeter langen Titanschindeln. Um die Wirkung der Verkleidung zu verstärken, werden die Titanoberflächen durch eine LED-Beleuchtung in Szene gesetzt. Zudem sorgt eine ebenfalls mit LEDs beleuchtete Lichtdecke im Kubus dafür, dass der Raum endlos scheint.

Der „Raum der Stille" ist offen und flexibel möbliert. Der Boden und die vereinzelt im Raum verteilten Hocker sollen als Sitzflächen dienen. Schon allein die sakrale Atmosphäre vermittelt ein ruhiges und leises Verhalten. Dennoch soll der Raum auch ein Ort der Zusammenkunft sein und den Dialog untereinander fördern.

JSWD ARCHITEKTEN | Chaix & Morel et Associés

Das neue ThyssenKrupp-Quartier in der Aussenansicht: Ein Gemeinschaftsentwurf der JSWD ARCHITEKTEN | Chaix & Morel et Associés | Alle Fotos © Firma Ardex
Das neue ThyssenKrupp-Quartier in der Aussenansicht: Ein Gemeinschaftsentwurf der JSWD ARCHITEKTEN | Chaix & Morel et Associés | Alle Fotos © Firma Ardex
Hier die feinen Titanspindeln, die wie ein Geflecht die Innwände des Kubus verkleiden
und da die Wände und Böden mit der Oberfläche eines weißen, leicht marmorienden, glatten Mineral-Putzes der Firma Ardex