top
Spiegelnde Räume
05.03.2010

Im Unterschied zu Tischen, Sitzmöbeln oder Schränken stellt der Gestaltungsprozess für eine Wand oder ein Wandsystem eine spezielle Herausforderung dar. Es gibt viele technische Grundanforderungen, wie Statische oder Konstruktive. Die Wand ist ein komplexes Produkt, muss unterschiedlichen Zwecken gerecht werden und flexibel sein, um Bautoleranzen des Gebäudes auszugleichen. Im Gegensatz zu Möbeln hat die Wand keinen Körper, ist weniger autonom und viel abstrakter. Im Falle einer Glastrennwand ist die Wand zudem noch transparent und sollte so unauffällig wie möglich sein. Und dennoch geht es im Gestaltungsprozess natürlich auch darum dem Produkt eine eigene Identität zu verleihen.

Bei der Gestaltung der „RF Flurwand" der Firma Bene wurden diese Aspekte besonders berücksichtigt. „Wie kann ich Transparenz - also etwas nicht Vorhandenes - ein unverkennbares Design geben? Wie dem Produkt Identität geben? Und wie lässt sich jener technoide Charakter vermeiden, der die erforderliche konstruktive Struktur vieler bisheriger Wandprodukte prägt?" fragte sich der verantwortliche Designer Johannes Scherr im Hause Bene. So entwarf er ein System, das aus durchgängigen, nahtlos aneinander gereihten Glasscheiben besteht. Tragende Funktion haben nur die horizontal verlaufenden Decken- und Bodenprofile, schmale Aluminium-Lisenen, die auch formal sehr wichtig sind. Denn „aufgrund dieser rasternden Elemente kann das Konzept der Horizontalität und das Konzept der größtmöglichen gestalterischen Durchgängigkeit betont werden", so Scherr weiter.

Auf diese Weise lassen sich Räume visuell strecken oder es entstehen optische Illusionen wie vielfache Raumspiegelungen.

www.bene.com

Alle Fotos © Bene, RF Flurwand