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Starbrick im Lapidarium
17.05.2014
Die Agenturräume des Kunstsammlers Boros im Berliner Lapidarium: Eine Mischung aus Renaissance-Palast und ehemaligem Maschinenraum mit moderner Kunst und Designermöbeln. Foto © Andreas Gehrke

Das Backsteingebäude am Kreuzberger Landwehrkanal ist ein würdevoller Industriebau mit einem hohen Schornstein. Doch erst, wenn man den Bau betritt, kann man erahnen, für welche Zwecke er einst genutzt wurde: Stillgelegte Dampfmaschinen erzählen die Geschichte des Gebäudes, das einmal ein Pumpwerk für die Berliner Wasserversorgung war. Im 19. Jahrhundert war es durchaus üblich, selbst simple Maschinenhäuser in eine historisierende Architektursprache zu kleiden – hier im Stil der Hochrenaissance. Später diente das Pumpwerk als Lapidarium, ein Depot für die Skulpturen der ehemaligen Siegesallee im Tiergarten. Und heute?

Heute ist hier die Kommunikationsagentur und der Verlag von Christian Boros eingezogen. Und so bilden moderne Büromöbel und Einbauten aus Sichtbeton mit den prachtvoll gestalteten Wänden, den schweren Maschinen und den heroischen Skulpturen einen ungewöhnlichen Kontrast.
Der Kunstsammler Boros nutzt seit einiger Zeit einen Bunker in Berlin-Mitte für wechselnde Ausstellungen seiner stetig wachsenden Sammlung zeitgenössischer Kunst. Unter anderem waren dort große Installationen des Künstlers Olafur Eliasson zu sehen, in dessen Arbeiten immer wieder Licht und Reflektion eine zentrale Rolle spielen. Auch in der ehemaligen Pumpstation werden die Lichtexperimente des dänischen Künstlers eindrucksvoll eingesetzt.

Die Leuchten der Starbrick Edition, die er in Zusammenarbeit mit Zumtobel entwickelte, erhellen hier den Konferenzraum. Einzelne Module bilden zusammen einen großen Cluster, der den Raum mit dimmbaren LED-Leuchten indirekt erhellen aber auch zielgerichtet ausleuchten kann. Dabei ist für Eliasson die Frage müßig, ob es sich bei der unlimitierten Edition der Starbrick-Leuchten um Kunst oder angewandtes Design handelt. „Mit Starbrick wollte ich ein Kunstwerk schaffen, das den elitären Status der Kunst abschüttelt und über das Prinzip der Vervielfältigung deutlich zugänglicher ist“, erklärt Eliasson. So ist Starbrick für ihn „ein Werk, das nie endet und immer weiter und aufs Neue geformt werden kann.“ – wie auch das Gebäude des ehemaligen Pumpwerks selbst, das immer wieder in eine neue Nutzung überführt wurde.

Die Agenturräume des Kunstsammlers Boros im Berliner Lapidarium: Eine Mischung aus Renaissance-Palast und ehemaligem Maschinenraum mit moderner Kunst und Designermöbeln. Foto © Andreas Gehrke
Die LED-Leuchten „Starbrick“, die Olafur Eliasson zusammen mit Zumtobel entwickelte, können als Module zu größeren Einheiten kombiniert werden. Foto © Jens Ellensohn
Die Arbeitsräume wurden als „Haus im Haus“ in der riesigen Halle errichtet - aus Respekt vor dem Denkmal. <br/>Foto © Andreas Gehrke
Die imposante Statue der Borussia erinnert noch an die Nutzung als Depot für Skulpturen. Foto © Andreas Gehrke
Skulpturale Betonelemente und Bronzerahmen: Der Meeting-Raum der Agentur Boros. Foto: © Andreas Gehrke
Ob als Kunstinstallation oder Designerleuchte: Eliasson vertreibt Starbrick als unlimitierte Edition. Foto: © Jens Ellensohn

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