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Warm oder kalt, welches Licht darf es sein?

Die begehrtesten Büroarbeitsplätze liegen am Fenster – trotz möglicher Sonnenblendung. Denn am Fenster ist es am hellsten, die visuelle Lichtwirkung also am stärksten und ein freier Blick nach Draußen kann für die Stimmung förderlich sein. Außerdem sorgt die Dynamik des Tageslichts für Abwechslung; man spricht dann von der emotionalen Lichtwirkung. Die Stabilisierung der inneren Uhr, unser „Timing-System“, funktioniert optimal in Verbindung mit natürlichen Lichteinflüssen und der hohen Lichtdosis am Fenster: die biologische Lichtwirkung.

Die Lichtplanung an Arbeitsplätzen setzt traditionell bei den normativen Grundlagen an, die sich eher auf visuelle und teilweise emotionale Aspekte beziehen. Mit der Norm DIN SPEC 67600 (04/2013) kamen wertvolle neue Planungsempfehlungen für die biologisch wirksame Beleuchtung hinzu. Der Faktor Zeit spielt hier erstmals eine ganz entscheidende Rolle. Denn Tageslicht ist für die innere Uhr des Menschen der wichtigste Zeitgeber und hat unsere Aktivitäts- und Regenerationsphasen bestimmt - vor allem bevor es Kunstlicht in breiter Masse gab. Das Auge ist nicht nur zentrales Organ für den Sehsinn. Vielmehr hat das Auge mit den circadianen Fotorezeptoren auf der Netzhaut auch eine Schnittstellenfunktion für die zeitliche Orientierung. Die Informationen werden an das Gehirn weitergeleitet, genauer an den suprachiasmatischen Nucleus (SCN), der als zentraler Schrittmacher des Timing Systems gilt. Über nachgelagerte körperliche Prozesse wie beispielsweise die hormonelle Steuerung hat dieses System die primäre Zeitgeberfunktion. Kunstlicht kann ergänzend zum Tageslicht Einfluss nehmen auf die Aktivierung und einen guten Schlaf - somit auch auf Wohlbefinden und Gesundheit.

"Light in Time" – Die Analyse von Natur und Mensch im Zeitablauf

Die zeitlich abhängigen Einflüsse auf das Kunstlicht basieren auf natürlichen geographischen und meteorologischen Gegebenheiten: Veränderungen der Tageslichteinstrahlungen durch den Jahresverlauf und überlagerte wetterbedingte Schwankungen. Bei der Planung von „Light in time“-Lichtlösungen wird vor allem der Mensch berücksichtigt. Unterschiedliche Chronotypen, andere Terminkalender, Arbeits- und Freizeitorte stellen individuelle Anforderungen an biologisch wirksame Lichtlösungen. Licht kann seinen Beitrag leisten, um eine Ordnung in diese vielfältigen zeitlichen Einflussparameter zu bringen.


Globale Nutzerstudie zur wahrgenommenen Lichtqualität im Büro. Grafik ©  Zumtobel Research, Fraunhofer IAO

Die Wegbereiter: Neue Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse

Die DIN SPEC 67600:2013-04, die von Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen erarbeitet wurde, gibt erstmals konkrete Planungsempfehlungen zur biologisch wirksamen Beleuchtung. So werden innovative technische Möglichkeiten und aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung zusammengeführt. Die circadianen Fotorezeptoren auf der Netzhaut werden optimal über den bläulichen Spektralanteil in hoher Intensität angesprochen. Sie müssen jedoch im passenden Zeitrahmen aktiviert werden. Für den Übergang zu regenerativen Phasen steht dann wieder reduziertes, rötliches Licht auf dem Programm. Dieser notwendige Wechsel der Spektralverteilungen in Verbindung mit den Beleuchtungsstärken wird durch die LED-Technologie mit Zumtobel "tunableWhite" optimal unterstützt. Dennoch sollte die biologische Lichtwirkung nicht auf das Thema Lichtfarbe reduziert werden. Zu vielfältig sind die Einflüsse unterschiedlicher Planungsansätze auf das circadiane System.

Was es bei der Umsetzung von "Light in Time"-Lichtlösungen zu beachten gilt:

  1. Das Kunstlicht sollte so weit wie möglich dem natürlichen Tagesverlauf folgen und nur ergänzend eingesetzt werden.
  2. Die persönliche Einflussnahme auf die Lichtbedingungen ist die Basis für eine hohe Akzeptanz der Nutzer. Vor allem durch den Einfluss der LIGHT IN TIME Lösungen auf Körperfunktionen müssen individuelle Bedienmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. So werden die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt und Manipulation vermieden.
  3. Der ganzheitliche Ansatz zur Lichtwirkung ist essenziell: Vor allem emotionale und biologische Aspekte werden ausgewogen in den Planungsansatz einbezogen.

Beispiel: Eine stark bläuliche Lichtfarbe wirkt einerseits zur richtigen Zeit in der richtigen Menge biologisch unterstützend. Andererseits empfinden viele Menschen einen hohen Blauanteil je nach individueller Präferenz, Wettersituation oder Seh- bzw. Raumgestaltungsaufgabe als unattraktiv oder sogar störend (siehe Abbildung).

Und nicht zu vergessen: Optimierte "Light in Time"-Konzepte zur Stabilisierung des Timing Systems beginnen und enden nicht an der Rezeption des Bürogebäudes. Sie setzen sich im privaten Lebensraum und bei der Freizeitgestaltung fort. Der Sport bei Tageslicht wirkt beispielsweise stabilisierend und förderlich für den Schlaf, ein starker abendlicher Bildschirmkonsum ist dagegen kontraproduktiv. "Light in Time" basiert auf der Planung von Licht und Dunkelheit über 24 Stunden – alles zu seiner Zeit.

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