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Der richtige Ton
20. Juni 2016
Den Wettbewerb für eine Erweiterung des Keramikmuseums auf der dänischen Insel Fünen gewann das Architekturbüro Kjaer og Richter mit einem einleuchtenden Konzept. Den größten Teil der gewünschten Ausstellungsfläche legten sie unterirdisch an, einzig im Park ergänzten sie einen Pavillon für Sonderausstellungen. So konnte das Grimmerhus erweitert werden, ohne das Anwesen mit seinem historischen Garten aus dem Jahr 1857 zu verbauen. Ähnlich wie rund um das Louisiana Museum in Humlebæk entstand auch auf Fünen ein Skulpturenpark mit direktem Blick auf das Meer. Aber hier sind die Kunstwerke hauptsächlich aus Ton geschaffen, denn das Museum präsentiert ausschließlich Porzellan, Keramik und Fayencen. Da ist es nur konsequent, dass für die Fassade des Pavillons handgestrichene Ziegel von Petersen verwendet wurden. Das verleiht dem Neubau eine skulpturale Qualität, harmoniert aber gleichzeitig mit der Umgebung.

Der Pavillon, in seiner Grundkomposition eher kompakt und kantig, wartet aber noch mit einer Überraschung auf. Die Ziegel zeigen eine Farbpalette von rostrot bis kastanienbraun und wurden auf Stahlrahmen montiert, die je nach Bedarf und Sonnenstand ausgerichtet werden können. So lassen sich insgesamt 108 gebäudehohe Ziegel-Lamellen motorisch ausrichten, um durch die dahinter liegenden Glasflächen mal mehr und mal weniger Licht ins Innere zu lassen. Nur die spektakuläre, zweigeschossige Glasfront, mit der sich der Pavillon zum Meer öffnet, verfügt nicht über eine solche verstellbare Ziegelhaut.

Petersen produzierte die Ziegel für die Fassade in verschiedenen Farbtönen und Formaten nach den Plänen der Architekten. Die abwechslungsreiche und lebhafte Oberfläche führt den Besuchern schon vor dem Betreten des Pavillons die Schönheit und die Möglichkeiten des Materials vor Augen. Im Inneren des Museums reicht die Bandbreite der Exponate von experimenteller Keramik der 1980er-Jahre bis zu feinstem Porzellan von Royal Kopenhagen aus früheren Jahrhunderten. Mit dem Erweiterungsbau und seinen beweglichen Ziegelfassaden ist aus Skulpturengarten, Altbau, Ausstellung, Park und Meeresblick ein stimmiges Ganzes entstanden. (rw)

www.petersen-gruppen.dk
Der Neubau für das Dänische Keramikmuseum auf Fünen zeigt sich als schlichter Kubus. Durch die große Glasfassade blickt der Besucher direkt aufs Meer. Foto © Anders Sune Berg
Der Großteil der neuen Ausstellungsfläche liegt unter dem Rasen des historischen Gartens rund um das alte Grimmerhus verborgen. Foto © Anders Sune Berg
Der Clou: Die Ziegel von Petersen sind auf verstellbaren Stahlrahmen montiert.
Foto © Anders Sune Berg
Der Wechsel von offenen und geschlossenen Flächen belebt die Fassade und das Material: handgestrichene Ziegel von Petersen. Foto © Anders Sune Berg
Lebendiges Fassadenbild: Nach den Plänen der Architekten hat Petersen die Ziegel in unterschiedlichen Farbtönen und Formaten hergestellt. Foto © Anders Sune Berg
Hinter den beweglichen Ziegel-Lamellen liegt eine Glasfassade. Durch die Drehung der Lamellen wird mehr oder weniger Tageslicht in die Innenräume gelassen.
Plan © Kjaer og Richter
Nur die Fassade zum Meer bleibt immer offen. Foto © Anders Sune Berg
Systeme
Petersen Tegl: Hansemuseum Lübeck @ Stylepark
Petersen Tegl
Hansemuseum Lübeck
 
Petersen Tegl: K57 Royal Playhouse @ Stylepark
Petersen Tegl
K57 Royal Playhouse
Petersen Tegl: Petersen Cover, C48 @ Stylepark
Petersen Tegl
Petersen Cover, C48
Petersen Tegl: CLAY Keramikmuseum Dänemark @ Stylepark
Petersen Tegl
CLAY Keramikmuseum Dänemark
Petersen Tegl: Seven Pancras Square London @ Stylepark
Petersen Tegl
Seven Pancras Square London
Petersen Tegl: Kirche in Lörrach @ Stylepark
Petersen Tegl
Kirche in Lörrach
Petersen Tegl: Burberry London @ Stylepark
Petersen Tegl
Burberry London
Architektur › 2016 › Juni
Der richtige Ton
20. Juni 2016
Den Wettbewerb für eine Erweiterung des Keramikmuseums auf der dänischen Insel Fünen gewann das Architekturbüro Kjaer og Richter mit einem einleuchtenden Konzept. Den größten Teil der gewünschten Ausstellungsfläche legten sie unterirdisch an, einzig im Park ergänzten sie einen Pavillon für Sonderausstellungen. So konnte das Grimmerhus erweitert werden, ohne das Anwesen mit seinem historischen Garten aus dem Jahr 1857 zu verbauen. Ähnlich wie rund um das Louisiana Museum in Humlebæk entstand auch auf Fünen ein Skulpturenpark mit direktem Blick auf das Meer. Aber hier sind die Kunstwerke hauptsächlich aus Ton geschaffen, denn das Museum präsentiert ausschließlich Porzellan, Keramik und Fayencen. Da ist es nur konsequent, dass für die Fassade des Pavillons handgestrichene Ziegel von Petersen verwendet wurden. Das verleiht dem Neubau eine skulpturale Qualität, harmoniert aber gleichzeitig mit der Umgebung.

Der Pavillon, in seiner Grundkomposition eher kompakt und kantig, wartet aber noch mit einer Überraschung auf. Die Ziegel zeigen eine Farbpalette von rostrot bis kastanienbraun und wurden auf Stahlrahmen montiert, die je nach Bedarf und Sonnenstand ausgerichtet werden können. So lassen sich insgesamt 108 gebäudehohe Ziegel-Lamellen motorisch ausrichten, um durch die dahinter liegenden Glasflächen mal mehr und mal weniger Licht ins Innere zu lassen. Nur die spektakuläre, zweigeschossige Glasfront, mit der sich der Pavillon zum Meer öffnet, verfügt nicht über eine solche verstellbare Ziegelhaut.

Petersen produzierte die Ziegel für die Fassade in verschiedenen Farbtönen und Formaten nach den Plänen der Architekten. Die abwechslungsreiche und lebhafte Oberfläche führt den Besuchern schon vor dem Betreten des Pavillons die Schönheit und die Möglichkeiten des Materials vor Augen. Im Inneren des Museums reicht die Bandbreite der Exponate von experimenteller Keramik der 1980er-Jahre bis zu feinstem Porzellan von Royal Kopenhagen aus früheren Jahrhunderten. Mit dem Erweiterungsbau und seinen beweglichen Ziegelfassaden ist aus Skulpturengarten, Altbau, Ausstellung, Park und Meeresblick ein stimmiges Ganzes entstanden. (rw)

www.petersen-gruppen.dk