transparent_layer
db-images/cms/banner/img/l1_v369374_958_728_90-1.jpg
Blättern: First Back
von 2139 Forward End
Giulio Cappellini, Art Director von Cappellini, Foto © Hannes Magerstaedt
5
Fragen an
Giulio Cappellini

7. Dezember 2012
Robert Volhard: Wie schaffen Sie es, immer wieder neue Talente zu entdecken?

Giulio Cappellini Ich reise viel, treffe mich mit Leuten, sitze in Jurys, bin Gastprofessor an verschiedenen Schulen für Gestaltung. Wenn ich eine Skizze oder den Prototyp eines Objekts sehe und das Gefühl habe, dass ich ohne dieses Produkt nicht leben kann, dass ich es schon morgen bei mir zuhause haben will, dann weiß ich, dass der Designer Talent hat.

Warum sind im Moment so wenige Italiener dabei?

Cappellini In Italien hatten wir die erste Designer-Generation mit Sottsass, Castiligoni, Magistretti, und dann die zweite Generation mit Lissoni, De Lucchi, Citterio und so weiter. Jetzt fallen mir gerade bei den ganz jungen Designern wieder einige interessante neue Talente auf, die nächstes Jahr dabei sein werden. In den vergangenen Jahren haben zu viele der Jungen allein Wert auf einen guten Master-Abschluss gelegt. Jetzt erleben wir eine neue Freiheit – und über die nächsten Jahre werden wir einige interessante Designer sehen.

Was zeichnet für Sie ein Talent aus?

Cappellini Die Leidenschaft für das Produkt ist ganz wichtig. Die Entwicklung eines neuen Produkts geht über einen langen Zeitraum. Ohne Leidenschaft wird es keinen Erfolg geben.

Welche Themen interessieren Sie besonders?

Cappellini Design ist mein Leben. Ich interessiere mich auch für zeitgenössische Kunst. Es gibt ziemlich viele Gemeinsamkeiten zwischen Design und Kunst. Mein Interesse gilt allem Zeitgenössischen, von der Musik bis hin zur Kunst. Es ist wichtig, dass wir im Hier und Jetzt leben, dass wir wissen, was in der Welt um uns herum passiert. Und dass wir uns davon inspirieren lassen.

Früher war Cappellini „laut“, heute sind fast alle Marken „laut“. Wie sieht die neue Strategie von Cappellini aus?

Cappellini Ich möchte nicht nur einzelne Produkte entwerfen sondern, wie beispielsweise mit den Gebrüdern Bouroullec, in einem langfristigen Projekt an der Gestaltung einer ganzen Landschaft arbeiten, zum Beispiel einer Wohnlandschaft oder einer Bürolandschaft. Natürlich gibt es innerhalb einer solchen Landschaft auch einzelne Objekte, zum Beispiel ein Tisch oder ein Stuhl. Der Fokus liegt jedoch auf einer globaleren Ebene. Natürlich können wir viele wunderschöne Produkte entwerfen, meines Erachtens ist es jedoch wichtiger, dass wir uns mehr auf ganzheitliche Konzepte konzentrieren.

www. cappellini.it
Produkte
Cappellini: Knotted Chair @ Stylepark
Cappellini
Knotted Chair
Marcel Wanders
Cappellini: Flexi Sideboard @ Stylepark
Cappellini
Flexi Sideboard
Giulio Cappellini
Cappellini: Serie 3080 @ Stylepark
Cappellini
Serie 3080
Paola Navone
Cappellini: Peacock @ Stylepark
Cappellini
Peacock
Dror Benshetrit
Cappellini: Bottle @ Stylepark
Cappellini
Bottle
Edward Barber
Jay Osgerby
Cappellini: Drop @ Stylepark
Cappellini
Drop
Nendo
Cappellini: Bac Stuhl @ Stylepark
Cappellini
Bac Stuhl
Jasper Morrison
Cappellini: Garment @ Stylepark
Cappellini
Garment
Benjamin Hubert
Cappellini: Gambetta Sessel @ Stylepark
Cappellini
Gambetta Sessel
Jasper Morrison
Cappellini: Butterfly  Kommode @ Stylepark
Cappellini
Butterfly Kommode
Erwan Bouroullec
Ronan Bouroullec
News & Stories › 2012 › Dezember
5 Fragen an Giulio Cappellini
7. Dezember 2012
Robert Volhard hat mit Giulio Cappellini, dem Art Director von Cappellini, über seine Liebe zum Zeitgenössischen gesprochen, und darüber, wie es ihm immer wieder gelingt, Talente zu entdecken.
Robert Volhard: Wie schaffen Sie es, immer wieder neue Talente zu entdecken?

Giulio Cappellini Ich reise viel, treffe mich mit Leuten, sitze in Jurys, bin Gastprofessor an verschiedenen Schulen für Gestaltung. Wenn ich eine Skizze oder den Prototyp eines Objekts sehe und das Gefühl habe, dass ich ohne dieses Produkt nicht leben kann, dass ich es schon morgen bei mir zuhause haben will, dann weiß ich, dass der Designer Talent hat.

Warum sind im Moment so wenige Italiener dabei?

Cappellini In Italien hatten wir die erste Designer-Generation mit Sottsass, Castiligoni, Magistretti, und dann die zweite Generation mit Lissoni, De Lucchi, Citterio und so weiter. Jetzt fallen mir gerade bei den ganz jungen Designern wieder einige interessante neue Talente auf, die nächstes Jahr dabei sein werden. In den vergangenen Jahren haben zu viele der Jungen allein Wert auf einen guten Master-Abschluss gelegt. Jetzt erleben wir eine neue Freiheit – und über die nächsten Jahre werden wir einige interessante Designer sehen.

Was zeichnet für Sie ein Talent aus?

Cappellini Die Leidenschaft für das Produkt ist ganz wichtig. Die Entwicklung eines neuen Produkts geht über einen langen Zeitraum. Ohne Leidenschaft wird es keinen Erfolg geben.

Welche Themen interessieren Sie besonders?

Cappellini Design ist mein Leben. Ich interessiere mich auch für zeitgenössische Kunst. Es gibt ziemlich viele Gemeinsamkeiten zwischen Design und Kunst. Mein Interesse gilt allem Zeitgenössischen, von der Musik bis hin zur Kunst. Es ist wichtig, dass wir im Hier und Jetzt leben, dass wir wissen, was in der Welt um uns herum passiert. Und dass wir uns davon inspirieren lassen.

Früher war Cappellini „laut“, heute sind fast alle Marken „laut“. Wie sieht die neue Strategie von Cappellini aus?

Cappellini Ich möchte nicht nur einzelne Produkte entwerfen sondern, wie beispielsweise mit den Gebrüdern Bouroullec, in einem langfristigen Projekt an der Gestaltung einer ganzen Landschaft arbeiten, zum Beispiel einer Wohnlandschaft oder einer Bürolandschaft. Natürlich gibt es innerhalb einer solchen Landschaft auch einzelne Objekte, zum Beispiel ein Tisch oder ein Stuhl. Der Fokus liegt jedoch auf einer globaleren Ebene. Natürlich können wir viele wunderschöne Produkte entwerfen, meines Erachtens ist es jedoch wichtiger, dass wir uns mehr auf ganzheitliche Konzepte konzentrieren.

www. cappellini.it