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Auf dem Weg zum "New American Dream"
von Jörg Zimmermann | 19. Oktober 2012
"Aus dem Entwurf von Höweler + Yoon entwickeln wir ein Lastenheft für die Stadt der Zukunft", sagte Audi-Chef Rupert Stadler in Istanbul bei der Verleihung des Audi Urban Future Award, Deutschlands höchstdotiertem Architekturpreis. Für ihr "BosWash"-Konzept eines ganzheitlich gesteuerten Verkehrssystems im Großraum Boston/Washington erhält das amerikanische Architekturbüro ein Preisgeld von 100.000 Euro. Der detaillierte Blick auf soziale und ökonomische Zusammenhänge und das große Umsetzungspotential im vorgegebenen Zeitrahmen bis 2030 habe die Jury von der Arbeit von Höweler + Yoon überzeugt, erläuterte der Jury-Vorsitzende John Thackara. Der von Stylepark kuratierte Preis wurde nach 2010 bereits zum zweiten Mal vergeben.

Eric Höweler zeigte sich hocherfreut und bewegt von der Entscheidung der interdisziplinären Jury. "Es war für uns eine tolle Aufgabe, an diesem Projekt zu arbeiten." Neben den detaillierten Analysen sei ein wichtiger Gedanke gewesen, "wie können wir bei den Menschen eine neue Leidenschaft, ein Verlangen nach den notwendigen Veränderungen schaffen". Nun wird es die Aufgabe der Preisträger sein, ihr Konzept in einem "City Dossier" zu vertiefen.

Höweler + Yoon skizzieren in ihrem Konzept einen "New American Dream", der vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten ohne Besitztum biete, so die Jury in ihrer Begründung. In der Tat steht der Gedanke einer gemeinschaftlichen Nutzung von Infrastruktur im Zentrum der Überlegungen des Architektenteams. Mit "Shareway" wollen die Preisträger nicht nur den Weg zwischen Arbeitsplatz und Wohnort revolutionieren, sondern die gesamte Mobilität in der Metropol-Region Boston/Washington steuern. Eine neuartige Mobilitätsplattform soll öffentlichen und individuellen Verkehr zusammenführen. Dabei soll vorhandene Infrastruktur mit intelligenten Verkehrsströmen und Netzwerken kombiniert werden. Das ambitionierte Konzept schreibt damit Untersuchungen und Überlegungen für diesen Wirtschafts- und Lebensraum aus den 1960er Jahren fort.

Das Konzept der Preisträger und die Arbeiten der weiteren Wettbewerbsteilnehmer CRIT (Mumbai, Indien), NODE Architecture & Urbanism (Pearl River Delta, China), Superpool (Istanbul, Türkei) und Urban Think-Tank (Sao Paulo, Brasilien) werden zur Zeit in einer Ausstellung in Istanbul gezeigt.

Die Arbeiten sind noch bis zum 26. Oktober im Rahmen der Istanbul Design Biennale in der Hasköy Spinning Factory in Istanbul zu sehen.

www. audi-urban-future-initiative.com
Eric Höweler von Höweler+Yoon Architecture mit einem Modell des Gewinnerprojekts „Shareway 2030“, Foto © Audi Urban Future Initiative
Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, bei der Preisverleihung in Istanbul, Foto © Audi Urban Future Initiative
Gruppenbild der Wettbewerbsteilnehmer des Audi Urban Future Award 2012 in Istanbul, Foto © Audi Urban Future Initiative
Eric Höweler nahm den Audi Urban Future Award 2012 für Höweler+Yoon Architecture persönlich vor Ort entgegen, Foto © Audi Urban Future Initiative
News & Stories › 2012 › Oktober
Auf dem Weg zum "New American Dream"
von Jörg Zimmermann | 19. Oktober 2012
Mit einem detaillierten Konzeptvorschlag für die Metropol-Region Boston/Washington hat das amerikanische Architektenteam Höweler + Yoon den Audi Urban Future Award 2012 gewonnen. Die Preisverleihung fand am Rande der ersten Istanbul Design Biennale statt.
"Aus dem Entwurf von Höweler + Yoon entwickeln wir ein Lastenheft für die Stadt der Zukunft", sagte Audi-Chef Rupert Stadler in Istanbul bei der Verleihung des Audi Urban Future Award, Deutschlands höchstdotiertem Architekturpreis. Für ihr "BosWash"-Konzept eines ganzheitlich gesteuerten Verkehrssystems im Großraum Boston/Washington erhält das amerikanische Architekturbüro ein Preisgeld von 100.000 Euro. Der detaillierte Blick auf soziale und ökonomische Zusammenhänge und das große Umsetzungspotential im vorgegebenen Zeitrahmen bis 2030 habe die Jury von der Arbeit von Höweler + Yoon überzeugt, erläuterte der Jury-Vorsitzende John Thackara. Der von Stylepark kuratierte Preis wurde nach 2010 bereits zum zweiten Mal vergeben.

Eric Höweler zeigte sich hocherfreut und bewegt von der Entscheidung der interdisziplinären Jury. "Es war für uns eine tolle Aufgabe, an diesem Projekt zu arbeiten." Neben den detaillierten Analysen sei ein wichtiger Gedanke gewesen, "wie können wir bei den Menschen eine neue Leidenschaft, ein Verlangen nach den notwendigen Veränderungen schaffen". Nun wird es die Aufgabe der Preisträger sein, ihr Konzept in einem "City Dossier" zu vertiefen.

Höweler + Yoon skizzieren in ihrem Konzept einen "New American Dream", der vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten ohne Besitztum biete, so die Jury in ihrer Begründung. In der Tat steht der Gedanke einer gemeinschaftlichen Nutzung von Infrastruktur im Zentrum der Überlegungen des Architektenteams. Mit "Shareway" wollen die Preisträger nicht nur den Weg zwischen Arbeitsplatz und Wohnort revolutionieren, sondern die gesamte Mobilität in der Metropol-Region Boston/Washington steuern. Eine neuartige Mobilitätsplattform soll öffentlichen und individuellen Verkehr zusammenführen. Dabei soll vorhandene Infrastruktur mit intelligenten Verkehrsströmen und Netzwerken kombiniert werden. Das ambitionierte Konzept schreibt damit Untersuchungen und Überlegungen für diesen Wirtschafts- und Lebensraum aus den 1960er Jahren fort.

Das Konzept der Preisträger und die Arbeiten der weiteren Wettbewerbsteilnehmer CRIT (Mumbai, Indien), NODE Architecture & Urbanism (Pearl River Delta, China), Superpool (Istanbul, Türkei) und Urban Think-Tank (Sao Paulo, Brasilien) werden zur Zeit in einer Ausstellung in Istanbul gezeigt.

Die Arbeiten sind noch bis zum 26. Oktober im Rahmen der Istanbul Design Biennale in der Hasköy Spinning Factory in Istanbul zu sehen.

www. audi-urban-future-initiative.com