transparent_layer
db-images/cms/banner/img/l1_v369373_958_728_90-1.jpg
Blättern: First Back
von 2143 Forward End
Der Designhimmel über Kortrijk - Eröffnung der Galerie 113 von Arne Quinze
von Claudia Beckmann | 5. November 2007
Gallerie 113

Wenn man etwas überhaupt entwerfen kann, dann entwirft er es auch: Arne Quinze nimmt sich allem an, ob Möbel, Turnschuh, Kunstobjekt oder Luxushotel. Am liebsten würde er eines Tages sogar seine eigene Stadt entwerfen - ganz in seinem Stil. Und der ist wahrlich prägnant.
Alles, was er macht, hat grelle Farben, besteht aus ungewöhnlichen Materialien und weist mit Vorliebe verzogene Formen auf. Am liebsten kommt in seinen Entwürfen sogar all das zusammen. Mit "Mutagenesis" zeigte Quinze bei der Abitare il Tempo in Verona dieses Jahr eine Inszenierung mit ausgesprochen kraftvollen und visionären Skulpturen: "Ein futuristisches Vorgeschmack zukünftiger Formen. Eine Erkundung mehscnlicher Verhaltensweise und Interaktion. Experimente. und Wohn- und Überlebensvisionen. Bewegung, in der Zeit festgehalten". Dynamik und Form sind zwei entscheidende Begriffe in Quinzes Schaffen. Die selbstbewusste, eruptive Dynamik, die ihm zu Eigen ist, überträgt er auf seine Entwürfe. Die Bretter seiner Holzkonstruktionen sind nie streng gestapelt, sondern wild zusammengenagelt, ein wenig wie eine schnelle Skizze.
Seine Sprayer-Vergangenheit schwingt in den Entwürfen bis heute mit. Arne Quinzes Objekte sind eher coole Gesten als systematisch durchkonstruierte Entwürfe, die sich aus einem fundierten Ansatz erklären. Ihm geht es immer auch um den Spaß bei der Sache, um das Happening selbst. Ob die Projekte bleibenden Wert haben, ist zweitrangig. Beispielhaft dafür ist seine gigantische Sperrholzskulptur für das Burning Man Festival in der Wüste von Nevada, die am Ende abgefackelt wurde.Sein Team vergleicht Quinze mit einer Rock-Band, und er ist der Lead-Singer. Sein wildes Image pflegt er. Was sich das einstige Streetkid bis heute erhalten hat, ist seine Unabhängigkeit: Arne Quinze macht was er will. Der Selfmade-Designer mit Tatoos und Sonnenbrille ist stolz darauf, die Straße und keine Professoren als Lehrmeister gehabt zu haben. Wenn Arne Quinze nicht irgendwo in der Welt unterwegs ist und Hotelfoyers, Clubs, Luxusyachten oder Showrooms einrichtet, lebt er immer noch in der kleinen Stadt Kortrijk im belgischen Flandern. Und dort ist er jetzt umgezogen, zusammen mit mehr als sechzig Mitarbeitern aus aller Welt und verschiedenen Disziplinen. Von einem Kellerraum im Industriegebiet, der bisherigen Ideenschmiede der 1999 gegründeten Company Quinze & Milan, die Firma in ein neues, 10.000 Quadratmeter großes Hauptquartier. Einen Steinwurf vom Xpo-Komplex entfernt, wo alle zwei Jahre die Interieur Design Biennale stattfindet, beherbergt das Industriegebäude mitten in Kortrijk nun Showroom, Ateliers und Produktionsstätten. Alles zusammen sei eine kreative Plattform, so der Jungmeister: "Die Crème de la Crème der Designwelt wird uns jede zwei Jahre besuchen", erklärt Quinze. Kortrijk als zukünftige Designhauptstadt?Im Showroom sind seine eigenen Arbeiten, aber auch Entwürfe von anderen Designern zu sehen. Gegen Voranmeldung kann die Galerie 113 ab sofort von montags bis freitags in der Zeit zwischen 10:00 und 17:00 Uhr besichtigt werden.Gallery 113
Walle 113a
8500 Kortrijk
BelgiumFür nähere Informationen: +32(0)56 24 05 90
info@quinzeandmilan.tv

News & Stories › 2007 › November
Der Designhimmel über Kortrijk - Eröffnung der Galerie 113 von Arne Quinze
von Claudia Beckmann | 5. November 2007
Wenn man etwas überhaupt entwerfen kann, dann entwirft er es auch: Arne Quinze nimmt sich allem an, ob Möbel, Turnschuh, Kunstobjekt oder Luxushotel. Am liebsten würde er eines Tages sogar seine eigene Stadt entwerfen - ganz in seinem Stil. Und der ist wahrlich prägnant.
Wenn man etwas überhaupt entwerfen kann, dann entwirft er es auch: Arne Quinze nimmt sich allem an, ob Möbel, Turnschuh, Kunstobjekt oder Luxushotel. Am liebsten würde er eines Tages sogar seine eigene Stadt entwerfen - ganz in seinem Stil. Und der ist wahrlich prägnant.
Alles, was er macht, hat grelle Farben, besteht aus ungewöhnlichen Materialien und weist mit Vorliebe verzogene Formen auf. Am liebsten kommt in seinen Entwürfen sogar all das zusammen. Mit "Mutagenesis" zeigte Quinze bei der Abitare il Tempo in Verona dieses Jahr eine Inszenierung mit ausgesprochen kraftvollen und visionären Skulpturen: "Ein futuristisches Vorgeschmack zukünftiger Formen. Eine Erkundung mehscnlicher Verhaltensweise und Interaktion. Experimente. und Wohn- und Überlebensvisionen. Bewegung, in der Zeit festgehalten". Dynamik und Form sind zwei entscheidende Begriffe in Quinzes Schaffen. Die selbstbewusste, eruptive Dynamik, die ihm zu Eigen ist, überträgt er auf seine Entwürfe. Die Bretter seiner Holzkonstruktionen sind nie streng gestapelt, sondern wild zusammengenagelt, ein wenig wie eine schnelle Skizze.
Seine Sprayer-Vergangenheit schwingt in den Entwürfen bis heute mit. Arne Quinzes Objekte sind eher coole Gesten als systematisch durchkonstruierte Entwürfe, die sich aus einem fundierten Ansatz erklären. Ihm geht es immer auch um den Spaß bei der Sache, um das Happening selbst. Ob die Projekte bleibenden Wert haben, ist zweitrangig. Beispielhaft dafür ist seine gigantische Sperrholzskulptur für das Burning Man Festival in der Wüste von Nevada, die am Ende abgefackelt wurde.Sein Team vergleicht Quinze mit einer Rock-Band, und er ist der Lead-Singer. Sein wildes Image pflegt er. Was sich das einstige Streetkid bis heute erhalten hat, ist seine Unabhängigkeit: Arne Quinze macht was er will. Der Selfmade-Designer mit Tatoos und Sonnenbrille ist stolz darauf, die Straße und keine Professoren als Lehrmeister gehabt zu haben. Wenn Arne Quinze nicht irgendwo in der Welt unterwegs ist und Hotelfoyers, Clubs, Luxusyachten oder Showrooms einrichtet, lebt er immer noch in der kleinen Stadt Kortrijk im belgischen Flandern. Und dort ist er jetzt umgezogen, zusammen mit mehr als sechzig Mitarbeitern aus aller Welt und verschiedenen Disziplinen. Von einem Kellerraum im Industriegebiet, der bisherigen Ideenschmiede der 1999 gegründeten Company Quinze & Milan, die Firma in ein neues, 10.000 Quadratmeter großes Hauptquartier. Einen Steinwurf vom Xpo-Komplex entfernt, wo alle zwei Jahre die Interieur Design Biennale stattfindet, beherbergt das Industriegebäude mitten in Kortrijk nun Showroom, Ateliers und Produktionsstätten. Alles zusammen sei eine kreative Plattform, so der Jungmeister: "Die Crème de la Crème der Designwelt wird uns jede zwei Jahre besuchen", erklärt Quinze. Kortrijk als zukünftige Designhauptstadt?Im Showroom sind seine eigenen Arbeiten, aber auch Entwürfe von anderen Designern zu sehen. Gegen Voranmeldung kann die Galerie 113 ab sofort von montags bis freitags in der Zeit zwischen 10:00 und 17:00 Uhr besichtigt werden.Gallery 113
Walle 113a
8500 Kortrijk
BelgiumFür nähere Informationen: +32(0)56 24 05 90
info@quinzeandmilan.tv