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Energie, Gebäude, Netz und Licht
von Thomas Wagner | 4. April 2012
Wie stets in Jahren, die auf eine gerade Zahl enden, reisen die Lichtmacher 2012 nach Frankfurt, wo vom 15. bis zum 20. April die Light+Building stattfindet, die weltweit größte Messe für Licht und Gebäudetechnik. Rund 2.100 Unternehmen sind es dieses Mal, die auf dem Gelände der Frankfurter Messe ausstellen, um Architekten, Innenarchitekten und Designern, aber auch Handwerkern, Handel und Industrie ihre neuesten Produkte zu präsentieren.

Wer annimmt, es gehe dabei allein um Technik und Design von Leuchten und Lichtsysteme, der irrt. Längst ist die Light+Building zu einer Plattform geworden, auf der neben den Produktgruppen dekoratives und technisches Licht auch Neuheiten aus den Bereichen Elektrotechnik sowie Systeme zur Haus- und Gebäudeautomation zu besichtigen sind. Entsprechend weit gefächert ist das Spektrum. Es reicht von Leuchten für den Wohnbereich, Innovationen in den Bereichen LED- und OLED-Technologie über Photovoltaik und Elektromobilität bis hin zur intelligenten Stromnutzung mit „Smart Metering" (Stromverbrauchserfassung) und „Smart Grids" (intelligenten Netzen). Besonders die Verbindung von Licht und vernetzter Gebäudetechnik soll künftig dazu beitragen, das Energiesparpotenzial in Gebäuden auszuschöpfen. Leitthema der Messe ist 2012 deshalb die nachhaltige Nutzung von Energie, sprich: „Energieeffizienz". Schwerpunkte bilden dabei die „Digitalisierung von Licht und Gebäude" und das „Gebäude als grünes Kraftwerk".

Digitalisierung von Licht und Gebäude

Was die Digitalisierung von Licht und Gebäude angeht, so hat sich auf diesem Feld in den vergangenen Jahren viel getan. Auf der Basis neuer Technik wurden zahlreiche Produkte entwickelt, nicht allein, was die Gestaltung und den Komfort von Gebäuden und Räumen angeht, sondern auch im Hinblick auf Energiekosten und die Sicherheit in Wohn- und Objektgebäuden.

Das Gebäude als grünes Kraftwerk

Mit einem Anteil von 40 Prozent am Gesamtenergieverbrauch kommt Gebäuden eine wichtige Rolle zu, wenn es um eine erfolgreiche Energiewende geht. Vom Einsatz intelligenter Stromnetze wie Smart Grids und der effizienten Nutzung erneuerbarer Energien ist die Hoffnung auf eine umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung verbunden. LED- und OLED-Technik sind dabei ebenso Schlüsseltechnologien wie Photovoltaik, intelligente Stromnutzung und Elektromobilität.

Smart Grid und E-Haus

Dass die Light+Building eine Verbundmesse ist, die das gesamte elektrotechnische Spektrum abdeckt, zeigt sich auch daran, dass die Präsentationen der Hersteller durch zahlreiche Sonderveranstaltungen ergänzt werden. So greift etwa die Sonderschau „Gebäude als Kraftwerk im Smart Grid" (Freigelände 11, zwischen den Hallen 8, 9 und 11) den Themenkomplex des intelligenten Energiemanagements auf. Demonstriert werden soll, wie in Zukunft eine dezentrale Energieerzeugung unter Nutzung regenerativer Energien aussehen kann. Im Zentrum steht dabei das vernetzte Gebäude als Kraftwerk, das nachhaltig Energie erzeugt, nutzt, speichert und in ein intelligentes Netz (Smart Grid) eingebunden ist. Vorgeführt wird, wie die verschiedenen Komponenten im Gebäude zusammenwirken.

Parallel zu der Sonderschau zeigt das „E-Haus" des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Halle 8.0 auf hundert Quadratmetern realitätsnah, welche Möglichkeiten intelligente Gebäude in Sachen Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit zu bieten haben. Entwickelt wurde das „E-Haus" in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und Unternehmen wie Siemens, ABB, Schneider Electric, SolarWorld, Stiebel Eltron und Viessman. Das Modellhaus zeigt in sieben Räumen vernetzte Gebäudetechnik, LED-Beleuchtung, Konzepte für technikgestütztes Wohnen im Alter und die Nutzung von selbsterzeugtem Strom aus regenerativen Quellen, zum Beispiel, um die Akkus eines Elektroautos aufzuladen. Begleitet wird das Ganze von einem informativen Vortragsprogramm.

Trendforum

Was statt technischer Innovationen Fragen des Geschmacks angeht, über die sich bekanntlich trefflich streiten lässt, so setzt die Messe hier unverdrossen darauf, auf dem Feld der Beleuchtung aktuelle Wohntrends zu propagieren. Für 2012 und 2013 präsentiert das Trendforum vier stilistische Hauptrichtungen: „Fluorescent Modern" werden „klare, schnörkellose Entwürfe" genannt, die von einer intensiven Farbgebung begleitet werden und Zitate der 70er und 80er Jahre „mit modernen Lichtinszenierungen zu auffallenden und lebendigen Interieurs" verbinden sollen. „Reduzierte Formen, klare Linien, streng Skulpturales und sehr viel Schwarz" sind die Merkmale von „Hot Elegance", wobei „extravagante Formen und anspruchsvolle Materialien" einen „eleganten Look voller Raffinesse und Modernität" kreieren sollen. „Soft Minimalist" will, was immer ein „weicher" Minimalismus sein soll, mal wieder „Funktionalität und Ästhetik" verbinden, dabei aber „Wohlgefühl in die minimalistisch gestalteten Räume" zaubern. Und bei „Natural Community" stehen schließlich „das Natürliche und Handwerkliche" im Mittelpunkt eines „lebendigen Wohnstils", der „ein abwechslungsreiches Miteinander zelebriert". Wer solche Licht-Wohn-Mixturen mag, findet sie im Übergang von Halle 5.1 zu Halle 6.1.

OLED

Allemal spannender wird zu beobachten sein, ob die seit Jahren propagierte OLED-Technik weiter an Boden gewinnt und welche Anwendungsfelder dabei im Vordergrund stehen werden. Hinter der organischen Leuchtdiode (englisch: Organic Light Emitting Diode, kurz OLED) verbirgt sich ein leuchtendes Dünnfilmbauelement aus leitfähigen organischen Materialien, deren Strom- und Leuchtdichte geringer ist als die der anorganischen LED. Besonders geeignet für Bildschirme, (biegsame) Displays und als elektronisches Papier, bietet die OLED-Technik sich aber auch an, wo es um großflächige Raumbeleuchtung geht. Kommt man hier voran, so ergeben sich für Designer und Architekten in der Raumplanung und der Erzeugung unterschiedlicher Atmosphären ganz neue Möglichkeiten. Das Fraunhofer-Institut hat für seine OLEDs den Deutschen Zukunftspreis, die wichtigste Zukunftstechnologie-Auszeichnung Deutschlands, 2011 verliehen bekommen. In der Galerie des Palmengartens zeigen die Forscher – im Rahmen der Luminale – ihre Innovationen.

Luminale

Auch dieses Mal findet zeitgleich mit der Light+Building die Luminale 2012 – Biennale der Lichtkultur statt. (Das Programm ist unter www.luminale.de als Download verfügbar.) In den Abend- und Nachtstunden zeigen sich Straßen und Plätze, Hochhäuser und Kirchen, Museen und Galerien in anderem Licht. Eine Buslinie quer durch die Stadt verbindet die Veranstaltungsorte miteinander, an denen Architekten, Designer und Künstler ihre Licht-Ideen realisiert haben. Schwerpunkt ist Frankfurt, doch steht zwischen Aschaffenburg und Mainz, Offenbach und Darmstadt die gesamte Rhein-Main-Region im Zeichen des Lichtes. „Ambient-Light-Sound"-Inszenierungen und diverse Medienfassaden zeigen die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten, und unweit des Städel-Museums wird am Mainufer sogar ein Licht-Schiff festmachen. Im Licht-Labor der Luminale greifen künstlerisches Spiel und industrielle Anwendung ineinander.

light-building.messefrankfurt.com
www.luminale.de
News & Stories › 2012 › April
Energie, Gebäude, Netz und Licht
von Thomas Wagner | 4. April 2012
Vom 15. bis zum 20. April findet in Frankfurt die Messe Light+Building statt. Sie präsentiert sich mehr denn je als Verbundmesse, die Leuchten für den Wohn- und Objektbereich ebenso zeigt wie intelligente Systeme zur Gebäudesteuerung und zur Energiegewinnung.
Wie stets in Jahren, die auf eine gerade Zahl enden, reisen die Lichtmacher 2012 nach Frankfurt, wo vom 15. bis zum 20. April die Light+Building stattfindet, die weltweit größte Messe für Licht und Gebäudetechnik. Rund 2.100 Unternehmen sind es dieses Mal, die auf dem Gelände der Frankfurter Messe ausstellen, um Architekten, Innenarchitekten und Designern, aber auch Handwerkern, Handel und Industrie ihre neuesten Produkte zu präsentieren.

Wer annimmt, es gehe dabei allein um Technik und Design von Leuchten und Lichtsysteme, der irrt. Längst ist die Light+Building zu einer Plattform geworden, auf der neben den Produktgruppen dekoratives und technisches Licht auch Neuheiten aus den Bereichen Elektrotechnik sowie Systeme zur Haus- und Gebäudeautomation zu besichtigen sind. Entsprechend weit gefächert ist das Spektrum. Es reicht von Leuchten für den Wohnbereich, Innovationen in den Bereichen LED- und OLED-Technologie über Photovoltaik und Elektromobilität bis hin zur intelligenten Stromnutzung mit „Smart Metering" (Stromverbrauchserfassung) und „Smart Grids" (intelligenten Netzen). Besonders die Verbindung von Licht und vernetzter Gebäudetechnik soll künftig dazu beitragen, das Energiesparpotenzial in Gebäuden auszuschöpfen. Leitthema der Messe ist 2012 deshalb die nachhaltige Nutzung von Energie, sprich: „Energieeffizienz". Schwerpunkte bilden dabei die „Digitalisierung von Licht und Gebäude" und das „Gebäude als grünes Kraftwerk".

Digitalisierung von Licht und Gebäude

Was die Digitalisierung von Licht und Gebäude angeht, so hat sich auf diesem Feld in den vergangenen Jahren viel getan. Auf der Basis neuer Technik wurden zahlreiche Produkte entwickelt, nicht allein, was die Gestaltung und den Komfort von Gebäuden und Räumen angeht, sondern auch im Hinblick auf Energiekosten und die Sicherheit in Wohn- und Objektgebäuden.

Das Gebäude als grünes Kraftwerk

Mit einem Anteil von 40 Prozent am Gesamtenergieverbrauch kommt Gebäuden eine wichtige Rolle zu, wenn es um eine erfolgreiche Energiewende geht. Vom Einsatz intelligenter Stromnetze wie Smart Grids und der effizienten Nutzung erneuerbarer Energien ist die Hoffnung auf eine umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung verbunden. LED- und OLED-Technik sind dabei ebenso Schlüsseltechnologien wie Photovoltaik, intelligente Stromnutzung und Elektromobilität.

Smart Grid und E-Haus

Dass die Light+Building eine Verbundmesse ist, die das gesamte elektrotechnische Spektrum abdeckt, zeigt sich auch daran, dass die Präsentationen der Hersteller durch zahlreiche Sonderveranstaltungen ergänzt werden. So greift etwa die Sonderschau „Gebäude als Kraftwerk im Smart Grid" (Freigelände 11, zwischen den Hallen 8, 9 und 11) den Themenkomplex des intelligenten Energiemanagements auf. Demonstriert werden soll, wie in Zukunft eine dezentrale Energieerzeugung unter Nutzung regenerativer Energien aussehen kann. Im Zentrum steht dabei das vernetzte Gebäude als Kraftwerk, das nachhaltig Energie erzeugt, nutzt, speichert und in ein intelligentes Netz (Smart Grid) eingebunden ist. Vorgeführt wird, wie die verschiedenen Komponenten im Gebäude zusammenwirken.

Parallel zu der Sonderschau zeigt das „E-Haus" des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Halle 8.0 auf hundert Quadratmetern realitätsnah, welche Möglichkeiten intelligente Gebäude in Sachen Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit zu bieten haben. Entwickelt wurde das „E-Haus" in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und Unternehmen wie Siemens, ABB, Schneider Electric, SolarWorld, Stiebel Eltron und Viessman. Das Modellhaus zeigt in sieben Räumen vernetzte Gebäudetechnik, LED-Beleuchtung, Konzepte für technikgestütztes Wohnen im Alter und die Nutzung von selbsterzeugtem Strom aus regenerativen Quellen, zum Beispiel, um die Akkus eines Elektroautos aufzuladen. Begleitet wird das Ganze von einem informativen Vortragsprogramm.

Trendforum

Was statt technischer Innovationen Fragen des Geschmacks angeht, über die sich bekanntlich trefflich streiten lässt, so setzt die Messe hier unverdrossen darauf, auf dem Feld der Beleuchtung aktuelle Wohntrends zu propagieren. Für 2012 und 2013 präsentiert das Trendforum vier stilistische Hauptrichtungen: „Fluorescent Modern" werden „klare, schnörkellose Entwürfe" genannt, die von einer intensiven Farbgebung begleitet werden und Zitate der 70er und 80er Jahre „mit modernen Lichtinszenierungen zu auffallenden und lebendigen Interieurs" verbinden sollen. „Reduzierte Formen, klare Linien, streng Skulpturales und sehr viel Schwarz" sind die Merkmale von „Hot Elegance", wobei „extravagante Formen und anspruchsvolle Materialien" einen „eleganten Look voller Raffinesse und Modernität" kreieren sollen. „Soft Minimalist" will, was immer ein „weicher" Minimalismus sein soll, mal wieder „Funktionalität und Ästhetik" verbinden, dabei aber „Wohlgefühl in die minimalistisch gestalteten Räume" zaubern. Und bei „Natural Community" stehen schließlich „das Natürliche und Handwerkliche" im Mittelpunkt eines „lebendigen Wohnstils", der „ein abwechslungsreiches Miteinander zelebriert". Wer solche Licht-Wohn-Mixturen mag, findet sie im Übergang von Halle 5.1 zu Halle 6.1.

OLED

Allemal spannender wird zu beobachten sein, ob die seit Jahren propagierte OLED-Technik weiter an Boden gewinnt und welche Anwendungsfelder dabei im Vordergrund stehen werden. Hinter der organischen Leuchtdiode (englisch: Organic Light Emitting Diode, kurz OLED) verbirgt sich ein leuchtendes Dünnfilmbauelement aus leitfähigen organischen Materialien, deren Strom- und Leuchtdichte geringer ist als die der anorganischen LED. Besonders geeignet für Bildschirme, (biegsame) Displays und als elektronisches Papier, bietet die OLED-Technik sich aber auch an, wo es um großflächige Raumbeleuchtung geht. Kommt man hier voran, so ergeben sich für Designer und Architekten in der Raumplanung und der Erzeugung unterschiedlicher Atmosphären ganz neue Möglichkeiten. Das Fraunhofer-Institut hat für seine OLEDs den Deutschen Zukunftspreis, die wichtigste Zukunftstechnologie-Auszeichnung Deutschlands, 2011 verliehen bekommen. In der Galerie des Palmengartens zeigen die Forscher – im Rahmen der Luminale – ihre Innovationen.

Luminale

Auch dieses Mal findet zeitgleich mit der Light+Building die Luminale 2012 – Biennale der Lichtkultur statt. (Das Programm ist unter www.luminale.de als Download verfügbar.) In den Abend- und Nachtstunden zeigen sich Straßen und Plätze, Hochhäuser und Kirchen, Museen und Galerien in anderem Licht. Eine Buslinie quer durch die Stadt verbindet die Veranstaltungsorte miteinander, an denen Architekten, Designer und Künstler ihre Licht-Ideen realisiert haben. Schwerpunkt ist Frankfurt, doch steht zwischen Aschaffenburg und Mainz, Offenbach und Darmstadt die gesamte Rhein-Main-Region im Zeichen des Lichtes. „Ambient-Light-Sound"-Inszenierungen und diverse Medienfassaden zeigen die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten, und unweit des Städel-Museums wird am Mainufer sogar ein Licht-Schiff festmachen. Im Licht-Labor der Luminale greifen künstlerisches Spiel und industrielle Anwendung ineinander.

light-building.messefrankfurt.com
www.luminale.de