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Fundstücke: Tropisches Steckspiel
von Sandra Hofmeister | 10. November 2008
Das Basiselement ist einfacher als eine Wäscheklammer: Ein fingergroßes Stück Kunststoff, das auf den ersten Blick unnütz aussieht und doch wahre Wunder bewirken kann. Denn viele dieser Einzelteile an dünne Metallringe gesteckt ergeben ornamentale Formen und Volumen, die wiederum mit einem Leuchtzylinder ausgestattet sehr feierliche Lichtquellen abgeben. Der Mailänder Designer Giulio Iacchetti entwickelte gemeinsam mit Foscarini eine modulare, aus lauter thermoplastischen Kunststoffeinzelteilen bestehende Deckenleuchte, die sich in Kugeln bis zu zwei Metern Durchmesser ausdehen kann. „Tropico" heißt der Entwurf und ist nach den Ringen benannt, die die kristallinen oder opaken Einzelteile verbinden und an die Breitengrade der Erde erinnern.

Dass Giulio Iacchetti ein wahrer Meister modularer Systeme ist, hat er erst kürzlich mit seinem Entwurf für die Wäscheklammern der italienische Supermarktkette COOP gezeigt. Bei Tropico steht die Leitidee der „Cooperativa" weniger im Vordergrund, dafür kommt aber ein kalkulierter ironischer Aspekt dazu: Die schönen Ellipsen, Tropfen und Kugeln, die die Kollektion von Tropico bilden und aus Giulio Iacchettis Modulsystem gebaut sind, erinnern an traditionelle venezianische Kristallleuchter. Sie wirken ähnlich dekorativ, kristallin und skulptural, nur sind sie kunststoffleicht statt tonnenschwer, deutlich günstiger und der modernen Serienproduktion verpflichtet. „Wir wollten ein Produkt entwickeln, dessen Formen und Größen ad hoc transformiert und gestaltet werden können", sagen Alessandro Vecchiato und Carlo Urbinati von Foscarini. „Ein Serienprodukt, das an die Charakteristiken der Umgebung anpassbar sein sollte."

Etwa drei Stunden dauert der Aufbau der Leuchte - geübte Tropenabenteuer sind schneller am Ziel. Und neben den gängigen Lieferformen gibt es potenziell unendlich viele Variationen. Denn als modulares System kann Tropico seine Größe und Form ändern - je nach dem Raum, in dem sich der wunderbare Lichtkosmos ausbreiten soll.
Giulio Iacchetti
News & Stories › 2008 › November
Fundstücke: Tropisches Steckspiel
von Sandra Hofmeister | 10. November 2008
Das Basiselement ist einfacher als eine Wäscheklammer: Ein fingergroßes Stück Kunststoff, das auf den ersten Blick unnütz aussieht und doch wahre Wunder bewirken kann. Der Mailänder Designer Giulio Iacchetti entwickelte gemeinsam mit Foscarini eine modulare, aus lauter thermoplastischen Kunststoffeinzelteilen bestehende Deckenleuchte.
Das Basiselement ist einfacher als eine Wäscheklammer: Ein fingergroßes Stück Kunststoff, das auf den ersten Blick unnütz aussieht und doch wahre Wunder bewirken kann. Denn viele dieser Einzelteile an dünne Metallringe gesteckt ergeben ornamentale Formen und Volumen, die wiederum mit einem Leuchtzylinder ausgestattet sehr feierliche Lichtquellen abgeben. Der Mailänder Designer Giulio Iacchetti entwickelte gemeinsam mit Foscarini eine modulare, aus lauter thermoplastischen Kunststoffeinzelteilen bestehende Deckenleuchte, die sich in Kugeln bis zu zwei Metern Durchmesser ausdehen kann. „Tropico" heißt der Entwurf und ist nach den Ringen benannt, die die kristallinen oder opaken Einzelteile verbinden und an die Breitengrade der Erde erinnern.

Dass Giulio Iacchetti ein wahrer Meister modularer Systeme ist, hat er erst kürzlich mit seinem Entwurf für die Wäscheklammern der italienische Supermarktkette COOP gezeigt. Bei Tropico steht die Leitidee der „Cooperativa" weniger im Vordergrund, dafür kommt aber ein kalkulierter ironischer Aspekt dazu: Die schönen Ellipsen, Tropfen und Kugeln, die die Kollektion von Tropico bilden und aus Giulio Iacchettis Modulsystem gebaut sind, erinnern an traditionelle venezianische Kristallleuchter. Sie wirken ähnlich dekorativ, kristallin und skulptural, nur sind sie kunststoffleicht statt tonnenschwer, deutlich günstiger und der modernen Serienproduktion verpflichtet. „Wir wollten ein Produkt entwickeln, dessen Formen und Größen ad hoc transformiert und gestaltet werden können", sagen Alessandro Vecchiato und Carlo Urbinati von Foscarini. „Ein Serienprodukt, das an die Charakteristiken der Umgebung anpassbar sein sollte."

Etwa drei Stunden dauert der Aufbau der Leuchte - geübte Tropenabenteuer sind schneller am Ziel. Und neben den gängigen Lieferformen gibt es potenziell unendlich viele Variationen. Denn als modulares System kann Tropico seine Größe und Form ändern - je nach dem Raum, in dem sich der wunderbare Lichtkosmos ausbreiten soll.