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Ideenschmelze - Das glassLAB auf der Design Miami
von Vera Siegmund | 20. Dezember 2007
In Miami, wo Art Basel und Design Miami parallel stattfinden, schauen sich Kunst und Design gegenseitig in die Karten, und jeder versucht den anderen mit perfekten Inszenierungen zu übertreffen. In dieser Hochglanz-Atmosphäre nimmt sich die Idee, Produkte live während ihres Entstehungsprozess und Designer bei der Arbeit zu zeigen, erfrischend unprätentiös aus. Wie spektakulär ein solches Werkstatt-Flair sein kann, zeigte die Veranstaltung glassLAB vom Vitra Design Museum in Kooperation mit dem Corning Museum of Glass. Bei glassLAB handelt es sich um ein mobiles Glasstudio, das wie eine kleine Open Air-Bühne aufgebaut werden kann und eine komplette Glaswerkstatt mit Schmelzöfen, Blasrohren und Werktischen beinhaltet. Betrieben wird das ganze mit Erd- oder Propangas. Unter der Anleitung von Glasbläsern und -spezialisten konnten hier Designer vor den Augen des Publikums ihre Ideen entwickeln und schnell zu einem Prototyp aus Glas werden lassen. Die per Wettbewerb ausgewählten Designer Constantin und Laurene Boym und Paul Haigh , allesamt aus den Vereinigten Staaten, zeigten in unterschiedlichen Techniken, wie man selbstproduzierte Glasscherben so in flüssiges Glas einbettet, dass effektvolle Geschirrunikate entstehen, während Sigga Heimis, Design Director von IKEA, die liquiden Formen unserer inneren Körperorgane in Glas nachempfand.Als Special Guests wurden Matali Crasset und die Brüder Humberto und Fernando Campana eingeladen, die den Werkstoff Glas ebenfalls für eine natürliche Form nutzten: ein Zweig - als natürlicher Wasserspeicher - diente ihnen als Vorlage für ihre transparente Vase "Galho" als einem artifiziellen Wasserdepot. So demonstrierte glassLAB auf eindrückliche Weise, wie experimentierfreudig und publikumswirksam Materialien und ihre Verarbeitungstechniken zur Schau gestellt werden können.www.cmog.org
www.design-museum.de
www.vitra.com